Gesamtwertung75%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Po. Das ist der einprägsame Name jenes kämpfenden Pandabären, der ab heute über die deutschen Leinwände tänzelt. Gleichzeitig dazu gibts natürlich die obligatorische Versoftung. Wie üblich bei Animationsfilmen legt diese den Wert auf viel Gekloppe und ist kinderfreundlich. Ziemlich unüblich ist hingegen, dass Kung Fu Panda tatsächlich Spaß macht. Ob das nur an der aberwitzigen Figur von Po oder auch am Gameplay liegt, klären wir auf dem Weg zum Drachenkrieger.
Ja ja, der Drachenkrieger. Die mit Abstand wichtigste und stärkste Person in Pos kleinem Universum. Er selbst ist von dem Titel aber soweit entfernt, wie Frau Clinton vom weißen Haus. Als einfacher Nudelkoch träumt er zwar von großen Heldentaten, die Arbeit ein großer Kung Fu Meister zu werden, will er sich beileibe aber nicht zumuten. Trotzdem ist er fasziniert von den fünf großen Meistern seiner Zeit. Und als ihm zu Ohren kommt, dass jene Fünf ganz in der Nähe den nächsten Drachenkrieger unter sich auszumachen gedenken, macht sich Po schneller auf die Socken, als wenn er zum Essen gerufen wird. Durch eine Reihe der unglaublichsten Zufälle fällt Po bei der Ernennung des neuen Drachenkriegers einfach vom Himmel und wird so versehentlich zu eben jenem geschlagen.
Dass die wahren Helden davon nicht eben begeistert sind, dürfte verständlich sein. Und so muss sich das wuschelige Fellknäuel erst einmal beweisen. Das aber in Windeseile, denn wie es das Schicksal so will, bedroht ein böser Widersacher den Frieden in Pos Heimat.
Wie im Film.
Dabei gestaltet sich das eigentliche Gameplay nicht eben schwierig. Das ist aber auch logisch, richtet sich der Titel doch besonders an die jüngere Zielgruppe und an Fans des Films. Deshalb wird man auch kaum Probleme mit einem der drei Schwierigkeitsgrade haben. Einzig die abwechslungsreichen Bosskämpfe können für ein paar kleinere Frustmomente sorgen. Im Wesentlichen folgt man 13 sehr linearen Missionen, die von wenigen Minuten bis zu fast einer Stunde andauern können. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Kämpfen. Dabei wurde die Steuerung eigentlich recht simpel gehalten. Es gibt lediglich zwei Schlag- bzw. Trittbuttons und eine Taste zum Verteidigen.
Sehr zu unserer Freude dürfen wir aber sagen, dass man daraus eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten gezaubert hat. So kann man seine Feinde mit normalen Attacken angreifen, oder diese so kombinieren, dass man Gegner beispielsweise in die Luft schleudert und mit diesen dann jongliert. Oder man springt selbst in die Luft und erzeugt durch einen gekonnten Bauchklatscher soviel Energie, dass die Widersacher Schaden nehmen. Variiert werden kann auch zwischen schnellen und langsamen, dafür aber starken Attacken. Allesamt können sogar in Sachen Durchschlagskraft noch aufgelevelt werden. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Mission hat man die Möglichkeit mit den Münzen, die man im Spiel gefunden hat, seine Fertigkeiten zu verbessern oder neue Combi freizuschalten. Wer es ganz dicke hat, kann sich auch das ein oder andere Kostüm leisten. Das Zahlungsmittel liegt überall in der Spielwelt verstreut. Wer Gegner besiegt, erhält dafür meist auch Kohle.
Panda auf Abwegen.
Obwohl es hauptsächlich darum geht, den vorgegeben Weg durch das Level zu beschreiten und dabei alle möglichen Gegner aus dem Weg zu räumen, hier und da mal ein paar Hindernissen, wie riesigen Händen, die Po an der Wand zerquetschen oder überdimensionalen Schwertern, die sinnloser Weise einfach in der Gegend herumstehen und den Panda zerstückeln wollen, auszuweichen, gestaltet sich das Gameplay doch recht abwechslungsreich, was nicht zuletzt an der nett erzählten Geschichte und den Missionszielen liegt. Die Story wird in extrem gut animierten Zwischensequenzen und durch kurze Texte nach jeder Mission vorangetrieben und hält sich in etwa an die des Films. Da muss man mal einen Palast vor heranstürmenden Angreifern retten, mal muss man Gewitterwolken ausweichen und aus ihnen hervortretende Gegner vernichten oder man muss sich in feinster Jump 'n Run Manier durch Hindernis reiche Level schlagen. Langweilig wirds nie.
Das liegt wohl aber auch daran, dass das Spiel nicht gerade eine lange Spielzeit vorzuzeigen hat. Nach sechs bis acht Stunden dürfte für die meisten Zocker Schluss sein. Und einen besonderen Wiederspielwert können wir leider nicht erkennen. Ein Highlight stellen im Übrigen noch die Bosse dar, die man sehr abwechslungsreich bekämpfen muss.
Da gibt es welche, die man einfach durch die Gegend tritt und aufpasst, dass sie einen so wenig wie möglich treffen. Anderen muss man einfach eine bestimmte Zeit ausweichen und wieder andere macht man durch Quick-Time-Events platt. Sehr unterhaltsam.
Wer die Story durchgespielt und seinen Panda maximal aufgerüstet hat, wird sich über den beiliegenden Multiplayerpart freuen. Der ist zwar nicht spektakulär, aber immerhin enthalten.
Bis zu vier Freunde können sich dabei in die Schlacht stürzen und entweder einzeln oder im Team gegeneinander auf den Wanst hauen oder aber man versucht sich mit eben so vielen an den zahlreichen Minispielen. Das Ganze dient natürlich nur als Zock für Zwischendurch, macht aber durchaus eine Zeit lang Laune.
Kung Fu Panda im Test.
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