Metal Gear Solid 4

Review
Plattform
PS3
Vertrieb
Konami
Entwickler
Konami
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
-
Metal Gear Solid 4 [PS3 , looki.de]

Metal Gear Solid 4

Wer Sonys Pressekonferenz auf dem E3 Summit verfolgt hat, dem wird noch im Gedächtnis geblieben sein, dass Hideo Kojima ankündigte, in den nächsten Wochen eine spielbare Version zu Metal Gear Solid 4 vorzustellen. So geschehen auf der PlayStation Premiere 2007 in Tokio, wo Kojima erstmals eine 20minütige Demo vorführte.

Von Mülltonnen und Gestank

Die Demo spielte wie schon die bekannten Trailer zuvor im Mittleren Osten. Snake startete im zweiten Stock eines halb zerstörten Gebäudes. Kojima zoomte via Solid Eye auf eine der Mauern. Hier wurde der hohe Detailgrad deutlich, denn man konnte keine einzige verwaschene Textur erkennen, egal wie nahe er zoomte. Aus der bekannten Third-Person View wurde das Kriegsgebiet gezeigt.

Auch das Interface zeugte von den alten Teilen. In einer Leiste unten rechts befinden sich Snakes Waffen, während zur linken die Leiste mit den Gadgets und anderen Gegenständen zu finden ist. Neu ist ein Icon, welches erscheint sobald Snake in der Lage ist, mit einem Gegenstand in der Umgebung zu interagieren. Als Beispiel erschien das Symbol in der Nähe einer Mülltonne, in die Snake hinein sprang und sich darin versteckte. Cooler Effekt: Als Snake wieder aus der Tonne stieg, verfolgte ihn ein Schwarm von Fliegen, die Kojima durch Rütteln des Sixaxis verscheuchte.

Anders als in bekannten Metal Gear Solid-Teilen, muss Snake ein Gebiet infiltrieren, in welchem gleich zwei Fraktionen vertreten sind - Die PMC (Private Military Company)-Söldner und eine Gruppe von Freiheitskämpfern. Während die Truppen patrouillierten, führte Kojima das so genannte „Statue-Cam“ vor.

Diese Tarnvorrichtung ermöglichte es Snake sich einer Bronze-Statue so anzupassen, dass ihn die feindlichen Soldaten selbst auf kürzester Distanz nicht ausmachen konnten.

Alt aber oho!

Kojima half in der Demonstration den Rebellen im Kampf gegen die PMC-Soldaten, allerdings waren diese durch ihre Uniformen gut in der sandigen Landschaft getarnt. Daher griff Kojima auf die Thermal Goggles zurück, um die Feinde auszumachen. Kojima unterstrich, dass es die Entscheidung des Spielers sei, welcher Fraktion er sich anschließen oder ob er überhaupt helfen wolle. Dann schlich er sich an einem der Soldaten an und zeigte das Octo Cam-System. Dieses Tarnsystem passt sich automatisch der Umgebung an, was nicht nur sehr praktisch ist, sondern obendrein noch famos aussieht. Letztlich spurtete er in eine schattige Ecke einer Mauer und wartete, bis der feindliche Soldat an ihm vorbeiging, um ihn dann mit „CQC“ (Close Quarter Combat) auszuschalten.

Auch hier wurde ein neues Feature gezeigt: Der Soldat ließ seine Waffe fallen, nachdem er ausgeschaltet wurde, und Snake konnte diese aufnehmen und benutzen. Aber nicht nur auf diese Weise lassen sich die Soldaten entwaffnen. Auch durch das hinterhältige Bedrohen mit der Waffe werden sie eingeschüchtert und lassen ihre Waffen fallen. Dass das Ganze dabei natürlich viel realistischer anmutet, als noch in den vorherigen Teilen erklärt sich dabei ja eigentlich schon von selbst. Neu scheint auch der vorgeführte Griff in die Weichteile des Gegners zu sein, wodurch dieser unbewusst wird.

Nachdem er zwei weitere Soldaten ausgeschaltet hat, entdeckte Snake ein großes Loch in der Wand, durch welches er schlüpfen will. Allerdings konnte er früh genug die beiden patroullierenden Soldaten entdecken, die ihm zu Verhängnis hätten werden können. Mit seinem Mosin Nagant Betäubungsgewehr nimmt er die beiden aufs Korn.

Das Scharfschützengewehr funktionierte dabei ähnlich dem aus dem dritten Teil. Nun wurde das neue Messer vorgeführt, welches elektrisch aufgeladen ist und den Gegner betäubt, ohne ihn direkt auszuschalten. Natürlich lassen sich die Widersacher damit aber auch auf die altbewährte Schnetzel-Methode aus dem Verkehr ziehen.

Ein Hauch von Jackass?

Die Gegnerflut wollten kein Ende nehmen. Zeit genug, um ein weiteres neues Feature zu präsentieren. Snake schlüpfte in ein leeres Öl-Fass, welches eine ähnliche Rolle spielt, wie die für einen Metal Gear Solid-Teil obligatorischen Kartons, mit dem feinen Unterschied, dass sie kugelsicher sind.

Durch die lauten Geräusche, die Snake bei seinen Schleichversuchen mit dem Fass verursachte, kamen die Soldaten ihm aber auch die Schliche. Nun warf sich Snake in dem Fass in Richtung Feind und rollte alle Soldaten, die ihm in Quere kamen, gnadenlos platt. Verständlicherweise war Snake nach dieser „Fahrt“ noch recht benommen und übergab sich kurzer Hand.

In einer kurzen Pause erklärte Kojima, dass man das komplette Spiel bei Bedarf auch aus der Ego-Perspektive spielen könne. Weiterhin führte er die integrierte Sixaxis-Unterstützung vor, indem er sich mit entsprechenden Bewegungen ducken und um die Ecke schielen konnte.

Daraufhin verschnaufte Snake in einem Gebäude und kontaktierte Otacon über den aus Trailern bekannten Mini-Roboter MKII. Währendessen eskalierte draußen die Situation zwischen den Kräften der Rebellen und der PMC, die durch ihre überlegene Technologie die Überhand hatten. Snake half den Rebellen, indem er MKII aufs Schlachtfeld schickte. Während Kojima den Roboter direkt steuerte, sah man Snake mit einem Sixaxis-Pad in der Hand hockend den Roboter dirigieren.

MKII war in der Lage, einige Soldaten mit einem wirkungsvollen Elektroschock aus dem Verkehr zu ziehen. Mit dem Hauptaugenmerk wieder auf Snake gerichtet, führte Kojima das Werfen von Granaten vor. Hier war eine Ähnlichkeit zu der Methode von Markus Fenix nicht von der Hand zu weisen.

Gegen Ende der Demo wurden noch einige verschiedene Waffen gezeigt, auf die Snake in seinem neuesten Abenteuer zurückgreifen kann. Mit einem RPG-7 sprengte er einen Panzer in die Luft und nahm weitere Gegner mit der AK-102 und der P90 auseinander.

Ersteindruck

Nach der Demonstration ließ sich sagen, dass das Spiel bislang allen Erwartungen gerecht werden wird. Der vierte Teil von Metal Gear Solid scheint geradezu prädestiniert neue Maßstäbe zu setzen und der Serie eine Vielzahl neuer nützlicher Elemente zu spendieren, ohne sich dabei zu weit von seinen Wurzeln zu distanzieren. Wir sind mehr als gespannt auf das fertige Spiel, schließlich ist Hideo Kojima ja immer für eine Überraschung gut.

Metal Gear Solid 4 [PS3 , looki.de]

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