Gesamtwertung79%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungBefriedigend |
NextGen sieht anders aus
Eigentlich erwartet man von der Playstation 3 ja atemberaubende Grafik. Und das ist auch nicht verwundernswert, immerhin hat die Konsole hardwaretechnisch sehr viel drauf. Wieso man aber bei Nascar 09 nichts atemberaubendes sieht, ist durchaus verwundernswert. Im Großen und Ganzen ist die Grafik zwar akzeptabel und stellenweise auch ansehnlich - zu erwähnen ist beispielsweise die schicke Cockpit-Perspektive oder die schön modellierten Rennwagen. Doch was ist mit dem leblosen Strecken, den unspektakulären Tribünen samt Publikum, der sterilen Atmosphäre und dem öden Schadensmodell? Hier hätten sich die Entwickler mehr Mühe geben und mehr mit Liebe zum Detail arbeiten sollen.
Bilingual sieht anders aus
Sehr wichtig für die Atmosphäre eines Rennspiels sind die Soundeffekte der Boliden. Die sind bei Nascar 09 zwar nicht überragend, sorgen aber trotzdem für Zufriedenheit im Rennspieler-Ohr. Die Sprachausgabe zusammen mit den Bildschirmtexten sind komplett in Englisch gehalten, weshalb deutsche Spieler nicht viel mit den gesprochenen Tipps von Nascar-Profi Jeff Gordon anfangen werden können - eine deutsche Synchronisation oder Untertitelung hat sich in Angesicht der beschränkten Veröffentlichung auf nur einer Plattform anscheinend nicht gelohnt.
Force Feedback sieht anders aus
Erstmals in der Geschichte der Spielereihe bietet Nascar 09 zwei verschiedene Handling-Modelle. Einerseits gibt es den Einsteiger-Modus, der Rennanfängern einen etwas leichteren Einstieg ins rasante Rennfahrerleben ermöglicht, auf der anderen Seite steht der Profi-Modus, der auch erfahrenen Nascar-Veteranen eine Herausforderung bieten soll. Soweit die Theorie. In der Praxis steuert sich der Profi-Modus jedoch nur etwas träger, wodurch mehr Fingerspitzengefühl am Controller gefragt ist. Außerdem fahren die KI-Gegner einen Tick aggressiver und wagen mehr riskante Überholversuche. Ansonsten besteht zwischen den beiden Modi kein großer Unterschied. Die Steuerung der Rennwagen geht im Allgemeinen leicht von der Hand und fühlt sich dank der guten Fahrphysik auch ensprechend realistisch an. Schade nur, dass nach jedem kleineren oder größeren Unfall automatisch eine kurze Gelbphase eingeleitet wird - die sorgt leider zu oft für nervende Knicks im Spielfluss. Wer sich auf rüttelndes Force Feedback durch den neuen PS3-Controller gefreut hat, der wird etwas enttäuscht - die mäßigen FF-Effekte sind nicht der Rede wert.
Umfangreich sieht genau so aus
Highlight des Spiels ist ohne Frage der äußerst umfangreiche Karrieremodus, der neben spannenden Rennen auch viele interessante Management-Möglichkeiten bietet. Egal ob Sponsorensuche oder Fahrzeugtuning - fast jeden Aspekt der Rennfahrerkarriere darf man als Spieler selbst in die Hand nehmen. Ist man in Rennen erfolgreich, so erhält man entsprechend seinen Platzierungen sogenannte Leistungspunkte. Je mehr Punkte man mit der Zeit sammelt, desto gefragter ist man als Rennfahrer - sowohl bei besseren Rennställen als auch bei reicheren Sponsoren. Jeder Sponsor hat außerdem individuelle Anforderungen an die Fahrer, die seine Logos auf der Karosse tragen dürfen. Insgesamt drei Nascar-Rennserien sind im Spiel enthalten: einmal der Sprint Cup, dann der Nationwide Cup und als letztes die Craftsman Truck-Serie. Ebenfalls kein Mangel herrscht an Strecken - alle bekannten Rundkurse der USA sind im Spiel vertreten. Wer keine Lust auf Karriere hat, der kann selbstverständlich auch ganz einfache Rennen oder einzelne Saisons fahren. Besonders interessant sind die Herausforderungen, in denen man gegen bekannte Rennpersönlichkeiten antreten kann.
Schlechtes Tutorial sieht anders aus
Gleich nach dem Start des Spiels wird man vom Programm sowie vom Tutor Jeff Gordon vorbildlich in die Spielmechanik eingeführt, so dass auch bei Anfängern so gut wie keine Fragen offen bleiben. Gleich zu Beginn des Spiels darf man beispielsweise die beiden, leider nicht so unterschiedlichen Handling-Modelle ausprobieren und sich für eines entscheiden (eine Änderung ist jedoch jederzeit möglich) oder seinen eigenen Rennwagen einlackieren und mit Sponsoren-Logos versehen. Wer während des Spiels Hilfe braucht, der darf an bestimmten Stellen in den Menüs einen Button betätigen um dadurch Jeff Gordons Stimme herbeizurufen, die einem dann weiterhilft.
Gut besucht sieht anders aus
Wer gerne gegen menschliche Gegner antreten will, der darf sein Glück im Playstation Network versuchen. Bis zu 14 Spieler können in einem Rennen gegeneinander fahren. Wählen darf man lediglich ob man ein schnelles Spiel, ein benutzerdefiniertes (nach offenen Spielen mit eigenen Paramtern suchen) oder ein eigenes Spiel fahren will. Bei letzterem darf man die Strecke sowie alle anderen Begebenheiten der Spielesession selbst definieren. Leider ist im Online-Modus von Nascar 09 zur Zeit jedoch nicht viel los.
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Nascar 09 im Test.
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