Gesamtwertung86 %/10 |
Grafik9 Sound9 |
Lanzeitspaß8 Spieleinstieg9 |
Bedienung8 |
Need for Speed: Shift hinterlässt sofort einen sehr guten optischen Eindruck. Zwar vermissen wir Wettereffekte und stellenweise gibt es auch einige Popups zu vermelden, im Großen und Ganzen kann aber gesagt werden, dass die Serie eine ordentliche Frischzellerkur spendiert bekam. Was während den Rennen sofort auffällt: Need for Speed läuft endlich mal wieder ruckelfrei. Und das, obwohl sich auf den Strecken bis zu acht andere Rennwagen gleichzeitig befinden, es schöne Spiegelungen auf den Autolacken gibt und die Spielgeschwindigkeit enorm ist. Wie man es von der Serie gewohnt ist, wurden die Fahrzeuge sowie die Rennstrecken sehr detailliert in Szene gesetzt und sogar die Zuschauer abseits der Piste wurden vollständig animiert. Ebenfalls löblich: Bei sehr hohen Geschwindigkeiten und Unfällen kommt ein Unschärfefilter zum Einsatz, welcher die Rennatmosphäre nochmals deutlich verstärkt.
Man mag es kaum glauben, aber Electronic Arts hat doch wahrhaftig auf die bekannten EA Trax verzichtet. Zumindest wenn es um das Renngeschehen auf dem Asphalt geht, in den Menüs gibt es natürlich auch weiterhin Musik. Nur eben auf der Piste rückt die sonst stimmige Musikuntermalung deutlich in den Hintergrund, was der Spielatmosphäre jedoch keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: Denn nur so habt ihr die Möglichkeit, den röhrenden Motorensounds, dem Fahrtwind sowie den anderen überaus realistisch klingenden Geräuschen zu lauschen. Aber auch bei der Sprachausgabe hat man nicht gekleckert sondern ordentlich geklotzt, was der professionelle deutsche Guide, der euch während den einzelnen Events mit Tipps zur Seite steht, eindeutig unter Beweis stellt.
Eine echte Rennsimulation wie beispielsweise Gran Turismo ist Need for Speed: Shift zwar nicht geworden, aber trotzdem bleiben die Fahrten ohne aktivierte Fahrhilfen aber dennoch herausfordernd. Rennspieleinsteiger hingegen wird es freuen, das man mit hinzugeschalteten Lenkhilfen deutlich leichter ans Ziel kommt, dabei jedoch trotzdem kein Arcade-Feeling aufkommt. Im Grunde genommen kann man hier wohl sagen, dass der Titel einen fast perfekten Mix auf Arcadespiel- und Rennsimulation darstellt, der in Sachen Bedienung im Vergleich zum Vorgänger deutlich die Nase vorn hat.
Löblich: Die Entscheidung seitens EA, ein anderes Studio mit der Entwicklung zu verpflichten, hat sich als sinnvoll erwiesen. Need for Speed: Shift schafft das, was man bei der Serie mit Pro Street vorher schon erreichen wollte, nämlich ein Rennspiel in Richtung Simulation zu sein. Die austragbaren Rennen sind grandios in Szene gesetzt, die Spielgeschwindigkeit läuft konstant und die neue Cockpit-Perspektive ist mal so was von der Hammer, das es einen schon fast Staunen lässt. Man erwischt sich während den Fights immer wieder auf Neue, sich im Cockpit umzuschauen und den Blick von der Piste abzuwenden. Das dies allerdings den ein oder anderen Crash hervorruft, ist in diesem Fall verschmerzlich, denn ein schickes Schadensmodell hat der Titel ebenfalls mit an Bord. Was wir aber etwas vermisst haben, waren die umfangreichere Tuning-Möglichkeiten der Vorgänger. Ok, man wollte wohl vom Fast and the Furious-Charakter etwas Abstand nehmen, trotzdem wäre es schön gewesen, wenn man an den schicken Auto mehr als nur die Lackfarbe, Felgen sowie die anbringbaren Decals anpassen könnte. Dafür bekommt man aber wirklich viele namhafte Fahrzeughersteller wie beispielsweise Audi, BMW, Porsche, Mercedes, Lamborghini, Maserati, VW sowie Bugatti vorgesetzt, die darüber locker hinwegtrösten. Darüber hinaus könnt ihr in insgesamt 18 Locations wie Tokio, Laguna Seca, Spa, Nordschleife oder London und auf 37 Rennstrecken euer Fahrkönnen unter Beweis stellen, Offline sowie Online versteht sich.
Wie bereits bei der Bedienung erwähnt, bietet der Titel gleichermaßen Fahrspaß für Rennasse und auch Rookies. Das ist eindeutig auf die konfigurierbare Steuerung sowie die Spielweise zurückzuführen, welche es erlaubt, das Spiel ausreichend an euer Fahrkönnen anzupassen. Außerdem bekommt ihr in Video-Tutorials, die während den Ladezeiten immer wieder eingeblendet werden, ausreichend Fahrtipps und Hilfen zu sehen. Hier sollte sich eigentlich jeder zurecht finden.
Auch wenn der Einzelspielermodus spielerisch über fast jeden Zweifel erhaben ist, wird hier nun klar, wo beim Entwicklerstudio Slightly Mad der Rotstift angesetzt wurde. Gerade einmal bis zu acht Fahrer dürfen an den Onlinerennen teilnehmen, eine nicht gerade beachtliche Anzahl, wenn man bedenkt dass im Offline-Modus stets 16 Boliden am Start stehen. Ebenfalls etwas mau sind die Spielmodi. In gerade einmal zwei Modi und lediglich drei verschiedenen Renntypen dürft ihr hier gegeneinander antreten. Hier habt ihr die Wahl zwischen der Fahrerduellmeisterschaft, welche aus drei Vorrunden sowie den Finalrennen besteht oder dem Versus-Rennen, in welchem entschieden wird, wer der Beste ist. Insgesamt betrachtet präsentiert sich der Mehrspielermodus also recht dünn. Hier wäre sicherlich mehr möglich gewesen. Schade!
Meiner Meinung nach, ist Need for Speed: Shift eines der derzeit besten Rennspiele für die PlayStation 3. Eines der besten deshalb, weil EA es endlich wieder geschafft hat, das Spielgeschehen wieder flüssig zum Laufen zu bringen, der Serie ihren alten Glanz zurückzugeben und etwas mehr Simulationsfeeling mit einzubringen. Die Entscheidung die Spielschmiede Slightly Mad mit der Entwicklung zu betrauen war goldrichtig! Shift bietet eine perfekte Symbiose aus Arcadespiel und Rennsimulation und führt die Serie glücklicherweise wieder auf den richtigen Weg. Schade ist, dass gerade in Bezug auf den Mehrspielermodus deutlich mehr hätte drin sein können, maximal acht Spieler gleichzeitig sind einfach zu wenig. Auch mehr Tuning-Optionen wären fein gewesen, was bei einer Fortsetzung unbedingt berücksichtigt werden sollte. Trotzdem dürfte der Titel eigentlich für jeden Rennspielfan interessant sein, zumal es hier endlich eine richtig ansprechende Cockpit-Perspektive gibt, die einen noch tiefer ins Renngeschehen reinzieht.
Wer eine Xbox 360 und PlayStation 3 besitzt, sich jedoch unsicher ist, welche Version er sich zulegen soll, dem sei Folgendes gesagt: Beide Versionen haben ihre Stärken und Schwächen. Die Xbox 360-Variante bietet eine bessere Weitsicht und auch deren Texturen sind einfach hochauflösender dargestellt. Auch die Schriften der Straßen- und Werbeschilder lassen sich bei dieser besser erkennen. Dafür punktet das PS3-Pendant mit detaillierteren Schatteneffekten und holt auch bei der Darstellung von Bäumen und Grashalmen mehr raus. Insgesamt betrachtet sind die Unterschiede aber marginal, denn beide Versionen rechtfertigen einen Kauf!
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Need for Speed: Shift im Test.
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