SIXAXIS Controller
Der eine wird nicht reichen. Schließlich haben selbst Videospieler Freunde, die einmal mitspielen wollen. Aber nicht jeder Freund hat 600 Euro für eine PlayStation 3, demnach auch keinen eigenen SIXAXIS-Controller. Der Gastgeber ist also gefragt. Wie bei anderen Konsolen ist die Mission nicht Impossible: Schon 51,95 Euro genügen, um einen weiteren Original SIXAXIS-Controller zu erwerben. Billiger sind nur Gamepads von Drittherstellern, die zum Teil kabelgebunden sind, zum Teil mit eigener Wireless-Technik funktionieren. Grundsätzlich sind die Controller der Dritten ebenfalls mit Bewegungssensoren ausgestattet. Ob die aber so gut (oder schlecht) reagieren wie die des Originals, muss noch herausgefunden werden.
Nun sind fast 52 Euro eine Menge Geld. Auf- und abgewogen mit den Controllern der beiden anderen Next-Gen-Systeme ist der SIXAXIS aber nicht viel teurer. Zwar fehlen die Motoren, dafür sind ein paar Bewegungssensoren und ein Akku fest integriert. Letzteres gefällt vielen zwar nicht, haben Akkus ja nur eine begrenzte Lebensdauer, doch versprach Sony unlängst ein Austauschprogramm für altersschwache Energiezellen. Das wird wahrscheinlich nicht gratis sein und sich für einen halb verschlissenen Controller kaum lohnen. Aber vielleicht kann Sony diesbezüglichn noch überraschen.
Grundsätzlich empfehlen wir die SIXAXIS-Originale von Sony. Aber bitte nicht zu viele. Einer sollte erstmal reichen. Schließlich haben die Japaner durch die Blume schon mitgeteilt, dass ein überarbeiteter SIXAXIS-Controller mit Vibration kommen wird.
Konzeption, Planung und Herstellung eines solchen Pads dauern nicht sehr lang, so dass man schon zum Weihnachtsgeschäft damit rechnen könnte. Und dann kann man immer noch zwei weitere SIXAXIS (2) nachkaufen, die beiden alten dann den Spielern Drei und Vier in die Hand drücken.
Blu-ray-Fernbedienung
Sony vermarktet die PlayStation 3 nicht nur als Spielkonsole. Computer und Entertainmentzentrale soll sie ebenfalls sein, im speziellen sogar ein vollwertiger Blu-ray-Player. Im Vergleich zu Standalone-Playern fehlt der PS3 aber nicht nur ein vernünftiges Anschlusskabel für den Fernseher, sondern zugleich eine Fernbedienung. Immerhin ist eine separat erhältlich, kostet aber gleich 30,95 . Dafür funkt sie nicht per Infrarot, sondern per Bluetooth. Der Vorteil liegt auf der Hand oder sonstwo im Raum: mit der Fernbedienung muss nicht mehr aufs Gerät gezielt werden, da Bluetooth in einem Radius von etwa zehn Metern in jede Richtung funkt.
Zum Schauen von DVDs oder Blu-ray-Filmen wird die Fernbedienung nicht unbedingt benötigt. Sämtliche Funktionen können nämlich auch über ein Onscreen-Menü per SIXAXIS-Controller ausgewählt werden. Das ist natürlich nicht so komfortabel wie mit der Fernbedienung, ebenfalls weniger lässig.
Bluetooth
Controller und Fernbedienung nutzen Bluetooth, andere Geräte auch. Und die meisten davon sind sogar mit der PS3 kompatibel. Bluetooth-Headsets sollen beispielsweise funktionieren, somit die Sprachkommunikation per Internet ermöglichen. Drahtlose Tastaturen und Mäuse mit Bluetooth-Protokoll unterstützt Sony nun ebenfalls, die neue Firmware 1.60 vorausgesetzt.
Abhängig vom Fernsehgerät existieren mehrere Möglichkeiten, eine PlayStation 3 anzuschließen. Das Kabel für die schlechteste Übertragungsart von Bild und Ton liegt der Konsole schon bei: Composite AV aus der Konsolensteinzeit, mit gelben Video- und einem weißen sowie einem roten Audio-Stecker.
Der Leistungsfähigkeit und den 600 Euro für die Konsole wird dieses Kabel nicht mal ansatzweise gerecht. Wer Grafik in ansprechender oder gar HD-Qualität sehen will, muss deshalb ins Zubehörregal greifen.
Mit HDMI an den Fernseher
Wer schon länger einen HDTV mit HDMI-Eingang besitzt, hat im TV-Gerät vermutlich nur einen HDMI 1.0, 1.1 oder 1.2 Anschluss verbaut. Dann darf man ohne Bedenken zu einem billigen Kabel greifen. Billig sind etwa anderthalb Meter Kabel für zehn Euro. Weil HDMI vollständig digital und nicht mehr analog (wie YUV/Component AV) überträgt, dürften theoretisch keine Störungen auftreten. Theoretisch, weil bei minderwertigen Kabeln das eine oder andere Daten-Bit verloren gehen kann. Bis zu einer Länge von fünf Metern, sagen die Heimkino-Experten, ist das aber selbst bei günstigen Anschlusskabeln sehr unwahrscheinlich. Das scheint Sony zu wissen, denn dem offiziellen PlayStation 3 HDMI-Kabel wird von vielen keine herausragende Qualität bescheinigt. Unabhängig davon scheint das PlayStation 3 PS3 HDMI Cable zum Verkaufsstart ohnehin nirgendwo vorrätig zu sein. Zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 24,95 Euro ist es ohnehin nicht besonders günstig. Und ohne Werbung machen zu wollen, habe ich mich für ein Kabel von Hama entschieden. An der Redaktionskonsole hängt gar ein Kabel, zu dessen Hersteller und Preis unser Lars keine Angaben machen kann. Es wird also auch sehr günstig gewesen sein.
Mit viel Geld und Faible für hochwertigste Komponenten kann man natürlich auch zu einem HDMI-Kabel der Firma Oehlbach greifen. Anderthalb Meter deren Kabel kosten zwischen 95 und 125 Euro, je nach Modell.
Der HDMI-Standard sieht Kabel mit einer Länge von bis zu 15 Metern vor. Weil die Wahrscheinlichkeit von Fehlern proportional mit der Kabellänge zunimmt, sollte man bei längeren Kabeln nicht geizen.
Ein Produkt mit 15 Metern Länge hat die Firma Oehlbach beispielsweise ebenfalls im Angebot. Zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 650 Euro kostet es jedoch mehr als eine zweite PlayStation 3 Konsole.
Anders bei Fernsehern mit HDMI 1.3 Schnittstelle. Die neue Revision des HDMI-Standards besticht mit einem erweiterten Farbraum, kann gar zwei neue Audioformate Dolby Digital Plus und Dolby TrueHD verlustfrei übertragen. Ermöglicht wird das durch eine höhere Pixelfrequenz. Statt 165 MPixel/s (Megapixel pro Sekunde) können mit HDMI 1.3 bis zu 340 MPixel/s übertragen werden. Vorausgesetzt wird dafür aber ein HDMI-Kabel der Kategorie 2. Und hier beginnt für Technikfreaks die Folter: Es ist schon schwer, in Produktdatenblätter der HDTVs eine genau Angabe über die HDMI-Schnittstelle (1.1, 1.2 oder 1.3) zu finden. Fast eine Unmöglichkeit stellt es dar, die Kategorie eines HDMI-Kabels herauszufinden. Zumindest bei Online-Händlern ist das so, beim gewieften Fachhändler vielleicht ein wenig anders. Vermutlich ist die Erklärung aber auch ganz einfach: HDMI 1.3 wurde erst im Sommer 2006 verabschiedet, Geräte mit diesem Standard gibt es erst seit wenigen Monaten. Zu diesen zählt unter anderem die PlayStation 3. Die Kabelhersteller scheinen darauf jedoch noch nicht reagiert zu haben.
Im Endeffekt freuen sich vor allem Heimkino-Fans über HDMI 1.3, die die neue Konsole vor allem als Blu-ray-Player gebrauchen wollen. Dem Otto-Normal-Spieler wird sicher niemals ein höherer Farbraum oder eines der neuen Audioformate dargeboten, zumal dafür neben teurem Fernseher auch eine hochwertige und noch teurere Sound-Anlage von Nöten ist.
Per HDMI und DVI-D an den Monitor
Es muss kein HDTV sein. Ein moderner TFT-Monitor mit DVI-D-Anschluss tut's genauso. Entsprechende Anschlusskabel von HDMI auf DVI-D werden von mehreren Herstellern hergestellt. Zudem unterstützt die PlayStation 3 auch Standardauflösungen bis zu 1920x1200 Pixeln. Eines sollte man sich aber bewußt sein: PS3-Spiele sind für 16:9 ausgelegt. Auf einem 4:3 Bildschirm muss man daher mit dicken Balken oder einem gestauchten Bild rechnen.
Wer statt einem HDTV lieber einen neuen und billigeren Monitor für PC und PS3 anschaffen möchte, sollte also nach Möglichkeit einen WXGA-Widescreen wählen.
Manche unterstützen sogar die HDTV-Modi 720p und 1080i, sind dann aber ein wenig teurer.
Wichtig ist außerdem, dass der neue Bildschirm mit einem DVI-Anschluss mit HDCP-Unterstützung ausgestattet ist. Bei HDCP handelt es sich um einen neuen Kopierschutz, der mit DVI und HDMI eingeführt wurde und die DVD-Nachfolger Blu-ray und HD-DVD vor Kopien (auch Sicherheitskopien) schützen soll. Bis dato gibt es noch keine Filmscheibe mit aktiviertem HDCP. Doch das kann sich in den nächsten Jahren schnell ändern. Dann sieht man auf HDTVs und Monitoren ohne HDCP-Unterstützung gar nichts mehr. Der Bildschirm bleibt dann dunkel.
YUV/Component AV für analoges HD
Der Xbox 360 Premium liegt eines bei, der Sony PlayStation 3 hingegen nicht. Wer das Geld für Konsole und HDTV aufbringen kann, wird aber auch noch 24,95 für ein Component AV Kabel haben. Wenn man es denn überhaupt benötigt. So liegt bei Käufern dieses Kabels die Investition für den Fernseher vermutlich schon eine Weile zurück. Denn das Kabel macht für Europäer nur Sinn, besitzt man einen der älteren LCDs oder Plasmas ohne HDMI-Schnittstelle. In Nordamerika ist das noch etwas anders. Dort sind selbst ältere Röhren-TVs mit einer Komponenten-Schnittstelle bestückt. Aber da leben wir ja gar nicht.
S-Video per Zusatzkabel
Immer noch etwas besser als Composite ist S-Video. Aber nur wenige europäische Fernseher sind mit einem S-Video-Eingang ausgerüstet. Im Grunde handelt es sich bei dieser Anschlussart um das amerikanische Pendant zu SCART, das in erster Linie ein europäischer Standard ist. Trotzdem sind allerlei TV- und Grafikkarten smit einem S-Video-Eingang ausgestattet, so dass man mit diesem Kabel auch Screenshots und Videos von Spielen erstellen kann. Das interessiert vor allem uns noch, den Großteil Euch Leser aber sich weniger.
Generell möchten wir an dieser Stelle raten: Die 24,95 Euro, die Sony für das Kabel verlangt, sollte man lieber als erste Rate für einen neuen HDTV oder Monitor verwenden. Vernünftige HD Ready Geräte wie den Toshiba 32WL66Z oder Samsung LE32R71B LCD-TV kosten keine 800 Euro mehr. Der Toshiba ist im Moment sogar schon für 699 Euro erhältlich. Beide können zwar kein Full-HD, reichen fürs Spielen mit den Next-Gen-Konsolen aber allemal. Schließlich nutzt derzeit kaum ein Spiel die volle 1080p-Auflösung. Und Qualitätsunterschiede zwischen 720p und 1080p sind bei einer Diagonale von 32 (ca. 81 cm) sowieso kaum auszumachen.
Das wird vermisst
Es fehlt vieles. Zum Beispiel zwei Anschlusskabel, die vielleicht noch von Drittherstellern oder Sony selbst nachgereicht werden: Eines ist ein RGB-SCART-Kabel für arme Seelen ohne HDTV. Denn mit entsprechendem RGB-SCART-Eingang im TV und hochwertigem Kabel kann man der PlayStation 2, Xbox, dem Nintendo Wii und sogar der Xbox 360 noch das beste Bild entlocken. Natürlich nur auf einem alten, analogen SDTV.
Über die HDMI-Schnittstelle kann die Konsole mit dem DVI-Eingang eines Monitors verbunden werden. Aber wie sieht es mit VGA aus? Schlecht. Weder von Sony noch von Drittherstellern ist ein entsprechendes Anschlusskabel angekündigt. Mit ein paar Drähten und zwei Steckern ist es nämlich nicht getan. Vielmehr müsste die Konsole selbst das Kabel bzw. VGA-Auflösungen über den analogen Multi AV unterstützen. Eigentlich sollte das kein Problem sein, sofern der Wille dazu besteht.
Abwärtskompatibilität light
Dass die europäische PlayStation 3 Version alte PS1- und PS2-Spiele nur per Software-Emulator abspielt, ist inzwischen bekannt. Dass der eine oder andere Adapter nicht gleich zum Verkaufsstart oder gar überhaupt nicht erscheint, wissen schon weniger. Zum Beispiel der Sony Playstation 3 Memory Card Adaptor, mit dem Spielstände alter PlayStation Memory Cards auf die PlayStation 3 übertragen werden können. Der kostet in den USA etwa 15 Dollar, wurde für den europäischen Markt hingegen noch nicht angekündigt. Dabei liegen Sinn und Unsinn eines solchen Adapters nah beieinander. Denn tatsächlich benötigt man das Produkt nur einmal, um eben genau nur einmal die alten Spielstände auf die neue PS3 zu übertragen. Danach liegt das Ding herum.
Vermutlich werden Dritthersteller einen Memory Card Adapter für den europäischen Markt nachreichen. Genau wie Adapter für die Dual Shock 2 Controller der PS2. Bisher können zwar schon einige USB-Adapter verwendet werden, die sonst nur am PC funktionieren, doch werden spezielle Controller wie Tanzmatten oder Guitar Hero Gitarren nicht unterstützt. Der Grund ist einfach: damit die PS3 einen alten Controller akzeptiert, muss der Analog-Modus des Eingabegeräts aktiviert sein. Gitarren und Tanzmatten haben solch einen Modus jedoch nicht. Der Zubehörhersteller Nyko will das aber ändern. Fürs zweite Quartal hat die Firma einen Play Adaptor angekündigt, mit dem sich eben auch diese Pads und Spezialcontroller mit der PS3 verwenden lassen.
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