Gesamtwertung83%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Würde man in Japan eine Umfrage starten, was die Japaner als ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen bezeichneten, würde mit Sicherheit ein Wort oft genannt: Karaoke. In keinem anderen Land dieser Erde sind Menschen derart versessen darauf, bekannte Lieder von Weltstars und Sternchen nachzusingen. Der Trend zur Karaoke-Bar nimmt stetig zu und auch daheim haben viele Japaner die Möglichkeit, ihrer Leidenschaft zu frönen. Diesen Trend hat zweifelsohne Sony mit seiner beliebten SingStar-Reihe und ihren zahlreichen Ablegern für die PlayStation 2 gestärkt. Was mittlerweile weltweit ein großer Partyspaß geworden und bei vielen Hobbysängern fester Bestandteil ihrer Übungseinheiten ist, feiert nun auch Debüt auf der PlayStation 3. Noch besser, noch schöner und unterhaltsamer verspricht das neue SingStar zu werden. Wir haben uns die Mikros geschnappt und uns die Kehle trocken gesungen. Ob dabei auch Spaß aufkam, verraten wir im folgenden Test.
Bewährtes Konzept
Eine gefühlte Ewigkeit hat es gedauert, bis Sony sein neues SingStar auf den Markt gebracht hat.
Seit dem ursprünglichen Frühsommer-Termin sind immerhin mehrere Monate ins Land gegangen. Doch nun, pünktlich zum Weihnachtsfest, können die Freunde und Verwandten wieder lautstark um die Wette singen und den Kontrahenten zeigen, in wem ein kleiner Joe Cocker oder eine kleine P!nk steckt.
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Was nach dem Start als allererstes ins Auge sticht, ist die neue Benutzeroberfläche und das Online-Musikcenter. Der SingStore bietet nämlich zweierlei. Zum einen erhält der Spieler die Möglichkeit aus einigen Hundert Titeln sich jederzeit seine Lieblingssongs auf die Festplatte der PlayStation 3 zu laden um diese in bester SingStar-Manier nachsingen zu dürfen. Dass hierbei nahezu jeder Track mit dem Originalvideo und den echten Künstlern mitgeliefert wird, ist bei Sony Ehrensache. Zum anderen dürfte der SingStore sich aber auch für Sony zu einer wahren Goldgrube entwickeln. Denn leider sind die zur Verfügung gestellten Tracks allesamt kostenpflichtig. Ob es zu besonderen Anlässen Gratisdownloads geben wird, ist momentan nicht bekannt.
Und so zahlt der Kunde 1,49 je Titel, was den ungefähren Preisen entspricht, welche auch in anderen Portalen für Lieder entrichtet werden müssen. Neu ist auch die Möglichkeit ein Profil mit individuellen Angaben zu erstellen.
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Dieses könnt ihr mit Videos, Audios und Schnappschüssen von euch ausstatten. Möglich macht dies die neue Kamera die ihr wie seinerzeit beim Eye Toy an die PlayStation 3 anschließen könnt. Ob Sony nun den SingStore als einzige Plattform den Nutzern anbieten wird, oder ob es wieder zahlreiche SingStar-Add Ons geben wird, bleibt abzuwarten.
Let`s sing together!
Darüber hinaus finden Fans der ersten SingStar-Stunde eigentlich relativ wenig, was nicht bereits aus den anderen Teilen bekannt ist. So gibt es abermals diverse Einzelspieler und Partymodi. Auf eine motivierende Karriere wurde verzichtet. Was ebenfalls ein wenig schade ist, ist die Tatsache, dass sich auf der Speichergewaltigen Blu-ray Disk lediglich 30 Titel befinden, die ihr nachsingen dürft.
Hier hätten doch wohl mindestens dreimal so viele Lieder Platz gefunden. Sehr schade! Der Vorteil wiederum ist, dass die meisten Videos in HD-Qualität vorliegen.
Wer nun denkt, tief in die Tasche greifen zu müssen, der irrt. Denn sowohl die Eye-Toy Kamera, als auch die PlayStation 2 SingStar-Mikrophone sind mit der PlayStation 3 und dem neuen SingStar kompatibel und werden somit ohne Murren von der Konsole verstanden. Versprochen wurden zum Start auch kabellose Bluetooth Mikrofone. Doch diese sind bislang nicht im Handel erhältlich. Ein weiteres Manko: Die vollmundig angepriesene HD Kamera der PlayStation 3 wird aktuell noch nicht unterstützt.
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Free like the wind
Doch auch ohne die Kamera und die Möglichkeit, eigene Videos zu erstellen, präsentiert sich SingStar auf der PlayStation 3 in optisch zeitgemäßem Gewand. Die Benutzeroberfläche wurde aufgeräumt und ist gestaltbar.
Die Songs sind schnell anwählbar und auch so klappt alles wie am Schnürchen. Doch Halt! Ein Problem ist nach wie vor zu entdecken. Denn wie bereits im alten SingStar, so funktioniert auch im Neuen die Stimmerkennung noch immer nicht zu 100 Prozent. So ist es meist leichter einen Wettbewerb durch ansummen der Melodie zu gewinnen, da das Programm lediglich die Stimmlage analysiert ohne auf Texte und einzelne Töne zu achten.
Akustisch kommt SingStar nun natürlich in feinstem Dolby 5.1 daher, was zumindest dann ein Genuss ist, wenn man die Künstler singen lässt. Sich selbst will wohl kaum jemand in Dolby jaulen hören. Die mitgelieferten Songs unterscheiden sich wie eh und je national voneinander, da für Deutschland mehr Deutschrock und Pop geliefert wird. Die Mischung ist jedoch recht gelungen.
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Brandneue Hits hingegen dürft ihr nicht erwarten. Aus jedem Genre ist etwas dabei, sodass das Repertoire nicht mehr so stark themenorientiert ist, wie bei der PlayStation 2-Reihe.
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Ein Witz ist allerdings momentan der SingStore. Nicht nur, dass von den angekündigten 300 Songs aktuell nur 66 zum Download bereit stehen. Davon ist ein Drittel bereits aus den PlayStation 2-Ablegern bekannt oder es sind einfach nur Titel von Bands die entweder absolut ab vom Mainstream liegen oder kaum hierzulande bekannt sind. Versucht man dann die in den Einkaufswagen gelegten Titel zu laden, bricht die Konsole den Download ab oder hängt sich auf. So etwas darf einfach nicht sein. Bleibt zu hoffen, dass Sony hier nachbessert, da sich der SingStore ansonsten als peinlicher Reinfall entpuppen würde.