The Elder Scrolls IV: Oblivion

Review
Plattform
PS3
Vertrieb
2K Games
Entwickler
Bethesda
Erscheinungsdatum
-
Genre
RPG
USK
12
The Elder Scrolls IV: Oblivion [PS3 , looki.de]

Gesamtwertung

89%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Sehr gut

Spieleinstieg

Sehr gut

Bedienung

Sehr gut

The Elder Scrolls IV: Oblivion

Endlich ist es soweit: Knapp zwei Monate nach europäischer Markteinführung der PlayStation 3 serviert Ubisoft – die PC- und Xbox 360-Versionen stammen aus dem Hause 2K Games - den deutschen Rollenspielfans endlich die Umsetzung von Bethesda Softwares RPG-Hit The Elder Scrolls IV: Oblivion. Während zahlreiche Xbox 360- und PC-Spieler nunmehr etliche Stunden im Reiche Tamriels verbracht haben und inzwischen in die Erweiterung namens Shivering Isles abgetaucht sind, kommen nun auch PS3-Gamer in den Genuss der realistischen und großen Spielwelt Oblivions.

Gleich vorweg: Leider hat es das Shivering Isles Add-on nicht in die PS3-Version geschafft, dafür wurde das Spiel inhaltlich aber 1:1 auf die Sony-Konsole portiert und hat zudem auch gleich die erste Erweiterung Knights of the Nine mit an Bord. Die Unterschiede zwischen den drei Versionen sind folglich also nicht wirklich spielerischer, sondern eher optischer Natur, weshalb wir den Fokus in diesem Test eher auf die Umsetzung und die grafischen Optimierungen lenken. Da es allerdings auch Oblivion-Neulinge unter den Lesern gibt, haben wir die Geschichte des Spiels noch einmal kurz und bündig zusammengefasst. Wer es etwas ausführlicher haben möchte, den verweisen wir daher an dieser Stelle auf unser Xbox 360- sowie PC-Review, welche ihr in der Datenbank findet.

Willkommen in Cyrodiil

Die Geschichte von Oblivion beginnt in einer ungemütlichen Gefängniszelle im kaiserlichen Kerker. Plötzlich erscheinen mehrere Personen vor eurer Zellentür und ihr werdet unfreundlich dazu aufgefordert, den Weg freizumachen und beiseite zu treten.

Ihr bemerkt, dass es Kaiser Uriel Septim höchstpersönlich ist, der sich in Begleitung seiner Leibgarde in eurem Verlies einfindet. Er erklärt euch, dass mordbegierige Attentäter seine Söhne getötet haben und nun ihm auf den Fersen sind und der einzige sichere Weg aus dem Palast, ausgerechnet durch einen Geheimgang in eurer Zelle führt. Des Weiteren erläutert er, dass er euch in seinen Träumen gesehen hat, die Sterne recht gehabt hätten und der Tag wohl gekommen sei. Da die Zeit drängt, erklärt er euch kurzerhand aus der Haft entlassen und verschwindet durch die Katakomben unter der Kaiserstadt. Selbstverständlich nutzt ihr die Gunst der Stunde und folgt der kaiserlichen Leibgarde und ihrem Führer unauffällig. Doch die Flucht durch die geheimen Gänge bleibt nicht unbemerkt und so werdet ihr Zeuge, wie der Herrscher Tamriels kaltblütig ermordet wird. Bevor es aber dazu kommt, drückt er euch sein Amulett der Könige in die Hände und beauftragt euch, in seiner letzten Amthandlung als Kaiser, dieses seinem Freund Jeauffre zu übergeben. Angeblich weiß nur Jeauffre, wo sein letzter Sohn und der somit letzte Thronerbe des Kaiserreichs zu finden ist.

Eure Aufgabe ist nun, den bisher geheim gehaltenen Nachkommen des ermordeten Kaisers ausfindig zu machen und diesem beim Besteigen des Throns behilflich zu sein. Kein leichtes Unterfangen wenn man bedenkt, dass sich im ganzen Land plötzlich flammende Höllentore auftun, die es selbstverständlich wieder zu schließen gilt. Dazu müsst ihr diese sogenannten Oblivion-Ebenen betreten und dort bösartigen Kreaturen und ihrem Dämonenfürsten Dagon Mehrune im Kampf entgegentreten.

Ein episches Abenteuer beginnt

Während ihr euch zu Spielbeginn durch die dunklen Katakomben unter der Kaiserstadt kämpft, das einem kleinen Tutorial gleicht, habt ihr dann auch gleich Gelegenheit dazu, euch mit der umfangreichen Steuerung vertraut zu machen. Schon nach den ersten Spielminuten werden gerade Xbox 360-Spieler feststellen, dass die Kontrollen inhaltsgleich mit der Xbox 360-Version sind. Oblivion-Veteranen werden folglich keinen schweren Einstieg haben, sondern sofort mit der Steuerung vertraut sein.

Aber auch Neueinsteiger werden es nicht allzu schwer haben, denn die Steuerung ist zwar ziemlich überladen, jedoch keineswegs kompliziert. Schon nach kürzester Zeit wisst ihr wie ihr schleicht, springt, schlagt, blockt oder euch im Inventarmenü zurecht findet.

Die kurze Einführung in das Haupt-Quest des Spiels und in die Welt von Oblivion stellt aber nur die Spitze des Eisbergs dar. Wie auch bei der PC- und Xbox 360-Version gibt es noch viel, viel mehr zu entdecken. Zusätzlich zum eigentlichen Spielgeschehen und der Rettung des Königreichs könnt ihr unterschiedlichen Gilden beitreten und euer Können als Dieb, Kämpfer, Magier oder Meuchelmörder unter Beweis stellen. Wem das immer noch nicht genügt, der kann das Land zu Fuß oder zu Pferde erkunden und wird auf seiner langen Reise viele neue Orte und Menschen kennen lernen, die – wie könnte es anders sein – ebenfalls auf der Suche nach einer helfenden Hand sind. Die Spieldauer der Hauptgeschichte liegt schätzungsweise bei 20 bis 25 Spielstunden. Wer allerdings das gesamte Spiel mit all seinen Geschichten und Nebenaufgaben entdecken möchte, der kommt locker auf 150 bis 200 Stunden. Wem das dann immer noch nicht genug ist, der bekommt wie eingangs bereits erwähnt, mit der integrierten Erweiterung Knights of the Nine, noch einmal zusätzlich 15 bis 20 Stunden geboten. Kommen wir nun aber zu dem, was euch wirklich interessiert. Nämlich dazu, was der Rollenspiel-Kracher auf der PlayStation 3-Hardware für eine Figur abgibt. Hier muss ganz klar gesagt werden, dass das RPG des Jahres 2006 noch nie besser ausgesehen hat.

Zwar ist The Elder Scrolls IV: Oblivion immer noch nicht frei von diversen, kleinen Mängeln, dafür weist die PS3-Umsetzung die anderen Versionen aber locker in die Schranken. Zu den damaligen Kritikpunkten – wenn diese überhaupt als solche bezeichnet werden können – zählte seinerzeit das teils unschöne Texturgewand weit entfernter Objekte wie beispielsweise Bäume, Berge und Gebäude, sowie der hin und wieder etwas ruckelige Grafikaufbau der Außenareale. Zwar ruckelt das Spiel auf der PS3 stellenweise immer noch etwas, dafür fällt aber der Hardware das Nachladen der Landschaftsdetails nun deutlich leichter.

Aber nicht nur die Außenareale haben die Entwickler ordentlich aufpoliert, auch an den Details der Häuser und deren Einrichtungen, den vielen Dungeons und den zahlreichen Nichtspielercharakteren hat man Hand angelegt. Gesichter wirken lebendiger, Rüstungen erstrahlen detaillierter und auch Wohnungseinrichtungen sehen nun authentischer aus. Glücklicherweise haben sich die Entwickler auch der Farbenpracht angenommen, die hier jetzt nicht mehr so farbenfroh und leuchtend, sondern etwas matter daherkommt. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das PS3-Oblivion nur so vor grafischen Leckerbissen wie beispielsweise dem edlen Leveldesign, den gelungenen Animationen der Protagonisten und den realistischen Licht- und Spiegeleffekten strotz, die in dieser Version allesamt am schönsten aussehen.

Aus akustischer Sicht heraus gibt sich der Titel eigentlich auch kaum eine Blöße. Genau wie die anderen Versionen ist auch diese komplett lokalisiert worden und kann durch gute Synchronsprecher, authentische Kampf- und Umgebungsgeräusche sowie eine harmonische Musikuntermalung auf voller Länge punkten. Störend ist hier eigentlich nur, dass ab und zu die Dialogzeilen nicht richtig eingeblendet werden und dass bei einigen Antworten der NPCs die Sprachausgabe nicht hörbar ist. Aus diesem Grund hat der Titel bei der Soundwertung auch einen Punktabzug bekommen. Diese kleinen Mängel werden aber sicherlich demnächst durch ein Patch behoben. Ansonsten wurde hier aber eine erstklassige Arbeit abgeliefert.

Fazit

Ich bin begeistert! Was Bethesda Software und Ubisoft hier auf die Beine gestellt haben, kann sich wirklich sehen lassen. Aus optischer Sicht heraus wurde der RPG-Hit aus dem Jahr 2006 nochmals ordentlich aufpoliert und gibt nun im Direktvergleich mit den anderen Versionen die beste Figur ab. Aus spielerischer Sicht heraus gibt es leider nichts Neues zu entdecken und auch auf eine Sixaxis-Unterstützung wurde leider verzichtet. Kein Wunder: Handelt es sich hierbei ja um eine 1:1 Umsetzung des Originals. Trotzdem wäre es wünschenswert gewesen, wenn man zumindest die Third-Person-Ansicht etwas überarbeitet hätte. Doch leider ist auch diese in der PS3-Version nicht wirklich zu gebrauchen. Schade finde ich auch, dass man beim Hochstufen-Feature alles beim alten gelassen hat. Weshalb man für einen Levelaufstieg erst eine Runde schlafen muss, habe ich bis heute nicht verstanden?

Jetzt aber genug gemeckert! The Elder Scrolls: Oblivion ist ganz klar, eines der besten Rollenspiele das ihr für euer Geld bekommen könnt. Ob Besitzer des 360-Pendants sich allerdings auch die PlayStation 3-Version zulegen sollten, muss jeder für sich selbst entscheiden. Denn nur weil das Spiel jetzt besser aussieht, heißt das noch lange nicht, das Oblivion-Veteranen nochmal bereit dazu sind, so viele Spielstunden in diesen Titel zu investieren. Jedem anderen RPG-Fan kann ich dieses Spiel allerdings wärmstens empfehlen, denn derzeit werdet ihr kein besseres Rollenspiel für die PS3 bekommen.

The Elder Scrolls IV: Oblivion [PS3 , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

3D Multiplayer-Games: Gladiatoren 2

Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...

Yahoo! Spiele-Forum

The Elder Scrolls IV: Oblivion im Test. Was halten Sie vom neuen Spiel von Bethesda?

Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.

Link zum Forum

Zum Games Guide-Forum · Zum Online-Spiele-Forum

 

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

Einer gegen Hundert
Final Fantasy XIII
PC: Saboteur: PC-Anforderungen enthüllt
X360: Alan Wake: Remedys Matias Myllyrin...
Bully: Die Ehrenrunde
PC: Bericht: Drei Entwicklerteams arbeit...
StarCraft 2
Prince of Persia
PS2: Kojima überrascht von Reaktionen au...
WII: Epic Mickey wurde ursprünglich für ...
Dead Space 2
PC: Händler-Infomaterial zu Mass Effect ...
Unreal Engine 3
PC: Dragon Age: Erster Patch ist da
Warhammer 40k: Space Marine

Weitere Spiele Reviews:

Guitar Hero 5
The Humans [DS , Mag64]
Boom Blox Smash Party [WII , Mag64]
PSP: LittleBigPlanet
Mario & Sonic bei den Olympische...
WII: Wii Sports Resort
PS3: EyePet
PC: Men of War
Brütal Legend
PC: Torchlight
Blood Bowl
Need for Speed: Shift
PS3: Star Wars The Clone Wars: Republic ...
PS3: Ghostbusters: The Videogame
PS3: Uncharted 2: Among Thieves

Vorschau auf neue Spiele:

PC: Star Trek Online
PS3: Quantum Theory
PS3: Final Fantasy XIV Online
X360: Grand Theft Auto IV: The Lost and ...
PC: MMOs - Blick auf 2009
PSP: Dissidia: Final Fantasy
PC: Modern Warfare 2
X360: R.U.S.E.
Haunted
X360: Risen
Die Siedler 7
PC: S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat
PC: Section 8
WII: Pro Evolution Soccer 2009
PS3: Battlefield: Bad Company 2