Warhawk

Review
Plattform
PS3
Vertrieb
Sony
Entwickler
Incognito Entertainment
Erscheinungsdatum
-
Genre
Simulation
USK
16
Warhawk [PS3 , looki.de]

Gesamtwertung

87%/10

Grafik

Gut

Sound

Sehr gut

Lanzeitspaß

Sehr gut

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Gut

Warhawk

Das Actionspiel Warhawk aus der Entwicklerschmiede Incognito Entertainment ist ja bereits seit längerer Zeit als kostenpflichtiger Download im PlayStation Store verfügbar und schlägt dort mit einem fairen Preis von 29,90 € zu buche. Diejenigen die sich jedoch gesagt haben, sie möchten das Spiel lieber als Original im Regal stehen haben, werden nach etwas längerer Wartezeit nun belohnt. Dem Spiel, das seit dem 24. September offiziell im Handel erhältlich ist, liegt nämlich ein Headset mit bei. Zwar ist der Verkaufspreis des Warhawk-Bundles mit diesem auf knapp 60,00 € gestiegen, dafür bekommt man allerdings mit dem Jabra BT135 ein recht hochwertiges Bluetooth Headset geboten, das allerdings auch separat im Handel für rund 30,00 € erhältlich ist. Rechnet man nun eins und eins zusammen, kostet folglich das runtergeladene Spiel inklusive separatem Headset ebenfalls knapp 60,00 Euro – also genauso viel wie das Spiel im Bundle, nur das bei diesem eben der Titel als Original mit beiliegt. Entsprechend fällt die Auswahl nicht allzu schwer, zumal für Warhawk ein Headset eigentlich Pflicht ist.

Bevor sich der Titel allerdings spielen lässt, muss zunächst eine Installation, die jedoch recht schnell vonstatten geht, ausgeführt werden. Nachdem dies geschehen ist, erscheint nach einer kurzen Einführung das Warhawk-Startmenü. Bevor ihr euch aber Online in die Schlacht stürzt oder ein lokales Spiel startet, müsst ihr euch zunächst ein Spielerprofil erstellen. Hier könnt ihr unter anderem einstellen, wie die Flug- und Fahrzeuge im Spiel erscheinen oder welches Aussehen euer Charakter haben soll. Zu Spielbeginn sind hier die Möglichkeiten noch recht mau gesät und ihr könnt euch lediglich entscheiden, welcher Rasse euer Charakter angehören soll. Zur Wahl stehen an dieser Stelle nur zwei, welche sich in Chernoyaner und Eucadianer aufteilen. Des Weiteren kann noch die Hautfarbe des Protagonisten geändert werden und dessen Uniform mit verschiedenen Abzeichen geschmückt werden. Ist dies geschehen solltet ihr unbedingt einen Blick auf die Optionen werfen, denn dort befinden sich nämlich auch die Steuerungsoptionen, welche ihr zunächst einmal fürsorglich auswendig lernen solltet.

Ist auch das geschehen, könnt ihr ein Onlinespiel starten, in dem ihr mit bis zu insgesamt 32 Spielern auf jeweils fünf verschiedenen Maps ordentlich die Sau rauslassen könnt.

Ein reines Onlinespiel

Insgesamt gibt es in Warhawk vier Spielmodi, die sich in Deathmatch, Team-Deathmatch, Zonen und Erobere die Flagge aufteilen. Die meisten Modi dürften jedem Onlinespieler bekannt sein und sich von selbst erklären. Aus diesem Grund gehen wir an dieser Stelle nur auf den Zonen-Modus ein. In diesem Modi geht es darum, gegnerische Zonen zu erobern. Wurde ein feindlicher Stützpunkt erobert, könnt ihr die Grenzen der Zone erweitern, indem ihr den Zonenradius einnehmt. Dehnen sich dann zwei nahe aneinander liegende Stützpunkte weit genug aus, verschmelzen diese anschließend zu einer einzigen, großen Zone. Das hat dann den Vorteil, dass fortan mehr Spawn-Punkte und Fahr- beziehungsweise Flugzeuge zur Verfügung stehen. Zudem brauchen größere Zonen deutlich länger, um von gegnerischen Team neutralisiert zu werden.

Ansonsten, allerdings kaum erwähnenswert, da in Onlineschlachtenspielen inzwischen selbstverständlich, könnt ihr euch selbst einen Clan erstellen. Hierzu müsst ihr den Bereich Community auf der Online-Homepage auswählen. Dort angekommen noch Clans wählen und schließlich auf Erstellen klicken. Im Anschluss könnt ihr euren erstellten Clan im Clan Menü anwählen und von dort aus diesen verwalten, Mitteilungen versenden, die Spielerprofile der zugestoßenen Clan-Mitglieder ansehen und was ganz wichtig ist, andere Spieler in den Clan zu einem flotten Spiel einladen. Erfreulich ist an dieser Stelle, dass hierzu nicht nur das Headset genutzt werden kann, sondern die Entwickler Warhawk auch eine Texteingabefunktion spendiert haben, die mittels USB-Tastatur erfolgt.

Actionfeuerwerk garantiert!

Warhawk spielt sich wirklich sagenhaft und entwickelt bereits nach sehr kurzer Spielzeit ein echtes Suchtgefühl. Die ersten Spielminuten lässt der Titel jedoch keine allzu große Freude aufkommen, da ihr mit vielen Dingen schlichtweg überfordert seid. Als ganz großen Kritikpunkt möchten wir an dieser Stelle auf das fehlende Tutorial zu sprechen kommen. Nachdem ihr euer Profil angelegt und euch für einen Spieleserver entschieden habt, werdet ihr ohne umschweife sofort ins Spiel katapultiert. Ihr werdet am gewählten Spawn-Punkt abgesetzt und seid fortan auf euch alleine gestellt. Das fühlt sich in etwa so an, wie wenn ihr vom Bund ohne Grundausbildung direkt in den Krieg geschickt werdet. Man nennt dies im Fachjargon auch: Ins kalte Wasser geworfen! Wie dem auch sei, ohne Waffenkenntnisse und erklärendes Tutorial steht ihr nun da und seid mitten auf dem Schlachtfeld. Klar, es ist kein Problem durch die Gegend zu laufen, gegnerische Einheiten über den Haufen zu ballern, granaten zu werfen oder feindliche Basen einzunehmen.

Völlig anders sieht es hingegen beim fahren eines Panzers aus, vom fliegen eines Warhawks einmal ganz zu schweigen. Nachdem ihr euch beispielsweise in einen Warhawk gehockt habt und das Teil irgendwie nicht richtig starten will, entscheidet ihr euch kurzerhand, doch noch einmal schnell einen Blick in die Steuerungsoptionen zu werfen. Während ihr dies tut und völlig ungeschützt seid, schließlich seid ihr online und das Spiel geht für alle anderen Beteiligten munter weiter, werdet ihr gnadenlos von euren Feinden in die ewigen Jagdgründe befördert, ehe überhaupt wisst wie euch geschieht. Im Klartext: Bis ihr euch die Steuerung und alles was dazu gehört einverleibt habt, werdet ihr dutzende Male einen virtuellen Tod sterben. Warum? Ganz einfach: Da das Spiel bereits seit längerem online erhältlich ist, gibt es dort etliche erfahrene Schützen, für die Neulinge logischerweise leichte Beute und herhaltendes Kanonenfutter sind.

Aus diesem Grund solltet ihr vorerst zunächst einmal ein eigenes Onlinespiel erstellen, in dem ihr ausführlich testen und trainieren könnt. Ein kleiner Tipp am Rande: Verzichtet zunächst auf die Sixaxis-Kontrollen und deaktiviert diese erst einmal im Optionsmenü – der Einstieg fällt so bedeutend leichter. Habt ihr viele Minuten oder gar Stunden in eurem selbst gehosteten Spiel verbracht und seid eins mit der Steuerung – genau wie Luke Skywalker mit der Macht – könnt ihr einem öffentlichen Spiel beitreten und zeigen was in euch steckt. Und genau ab diesem Zeitpunkt, nämlich dann wenn ihr die Steuerung beherrscht, beginnt Warhawk süchtig zu machen und bietet einen actiongeladenen Spielspaß der nicht abreißen will.

Wer nach mehreren Spielstunden dann Lust verspüren sollte, die Bewegungssensoren des Controllers wieder zu aktivieren, wird obendrein feststellen, dass auch dies nun deutlich besser von der Hand geht. Es ist eben ein deutlicher Unterschied, ob man mit einen Rennwagen mittels Sixaxis über die Straßen brettert oder mit einem schnellen und wendigen Warhawk durch malerische Canyons fliegt, unter Brücken hinwegdüst und feindlichen Zielen nachjagt. Diese Erfahrung kann man schlecht beschreiben, sondern muss es man einfach selbst erlebt haben. Jedenfalls ist Warhawk das erste Spiel für die Playstation 3, das wirklich von den Bewegungssensoren des Controllers profitiert. Mal abwarten, wenn im nächsten Jahr hierzulande der neue Dual Shock 3 Controller, der zum Sixaxis-Support auch endlich einen Rumble-Effekt mit an Bord haben wird, erscheint, macht der Titel bestimmt noch mehr Spaß. Und da Warhawk von Sony kommt, wird ab diesem Zeitpunkt bestimmt auch ein Rumble-Update für das Spiel per Download angeboten. Zumindest hoffen wir das!

Kein Grafikblender, dafür aber wirklich erstklassig

Warhawk ist leider nicht das derzeit schönste Spiel für die PlayStation 3, dies wurde allerdings auch durch die zahlreichen Videos, die seit längerem im Internet kursieren, bereits klargemacht. Trotzdem sieht der Titel nicht schlecht aus und spielt sich – nach der oben erwähnten Einspielzeit – richtig erstklassig. Die unterschiedlichen Maps zeugen von detailverliebter Schönheit und glänzen durch ein ausgezeichnetes Leveldesign.

Die Texturen, Animationen und Effekte können sich ebenfalls sehen lassen und bringen ein ruckelfreies Spielerlebnis zu tage, das actiongeladener kaum ausfallen könnte. Zwar gibt es insgesamt nur fünf Maps und auch nur vier Spielmodi, dafür lassen diese aber so schnell keine Langweile aufkommen. Und wer weiß, vielleicht bekommt der Titel in Zukunft einige Erweiterungen und Maps zum runterladen spendiert – Spiele wie beispielsweise Rainbow Six Vegas haben ja inzwischen klar gemacht, das ein erhältliches Spiel trotzdem noch sinnvoll erweitert werden kann – siehe hierzu auch Red und Black Edition Pack. Akustisch geht Warhawk ebenfalls in die Vollen und lässt den Spieler das Spielgeschehen mit seinen authentischen Motorensounds, Maschinengewehrsalven und basslastigen Explosionen derart hautnah miterleben das sich das Gefühl einstellt, selbst auf dem Schlachtfeld anwesend zu sein.

Fazit

Es macht einen Riesenspaß mit dem Warhawk über die Landschaften und durch malerische Canyons zu düsen und dabei feindliche Einheiten in der Luft oder am Boden unter Beschuss zu nehmen. Meiner Meinung nach ist Warhawk einer der ganz großen Titel, der auf alle Fälle in jede PlayStation 3-Spielesammlung gehört. Das Warhawk nur online gespielt werden kann stört dabei nicht wirklich und das inzwischen auch schönere Spiele erhältlich sind, fällt ebenfalls nicht ins Gewicht. Warhawk ist ganz klar ein Must-have für jeden PS3-Besitzer, vorausgesetzt natürlich, ihr spielt mit dem Teil auch online.

Warhawk [PS3 , looki.de]

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