Archer Maclean's Mercury
Wenn ihr nun schon einen Tropfen eines chemischen Elementes durch ein verwinkeltes Labyrinth manövrieren sollt, so muss natürlich auch das physikalische Grundmodell stimmen. Tatsächlich bewegt sich der Quecksilberklecks so, wie man es von Quecksilber vermutlich erwarten würde. Die Steuerung des Spieles erfolgt mittels des Analogsticks der PlayStation Portable. Dabei wird nicht etwa der Tropfen direkt mit dem Stick bewegt, stattdessen kippt ihr mit jeder Lenkbewegung das ganze Level. Dies funktioniert ähnlich wie die vielen Spiele aus Kindertagen, in denen eine oder mehrere Kugeln durch das Kippen des gesamten Spieles in Löcher gelenkt werden müssen. Da man es mitunter mit mehreren Klecksen gleichzeitig zu tun hat, stellt die Steuerung eine enorme Herausforderung dar, muss doch möglichst jeder Teiltropfen Quecksilber überleben. Spitze Ecken sorgen zudem je nach Winkel und Geschwindigkeit seines Auftreffens für eine Teilung des Tropfens, was die Sache zusätzlich erschwert.
Eure Aufgabe ist es nun, den silbernen Blob möglichst schnell durch einen Level zu lenken. Neben einem immer sehr knappen Zeitlimit sorgen zahlreiche Hindernisse und Gemeinheiten dafür, dass es nicht immer ganz einfach ist, am Ende eines Abschnitts noch die Menge Quecksilber zu haben, die für das Freischalten des nächsten Levels erforderlich ist. Denn da jeder Parcours frei im virtuellen Raum schwebt und an manchen Rändern eine Begrenzung fehlt, ist schnell ein hoher Prozentsatz des Quecksilbertropfens über den Rand geschwappt und damit für immer und ewig verschwunden. Mancher sich bewegender Block hat Quecksilber außerdem zum Fressen gern und sollte daher gemieden werden. Das gilt auch für die vielen anderen Fallen, die dem Tropfen an die chemische Existenz wollen und euch schnell ein 'Game Over' bescheren, wenn ihr ihnen nicht ausweicht.
Neben Grundkenntnissen der Physik sind auch Kenntnisse der Farbenlehre durchaus nützlich. Um Missionsziele zu erreichen, verschlossene Türen zu öffnen o.ä. muss der ursprünglich silberne Quecksilberklecks oftmals eingefärbt werden. Spezielle Sprayterminals übernehmen dabei die Arbeit der Umcolorierung. Mitunter ist es auch erforderlich, dass eine Farbe aus mehreren Grundfarben gemixt werden muss. Dann muss man als Spieler viel Geschick beweisen, den Mercury-Kleks aufteilen und jeden Blob unterschiedlich färben - nur um die Flüssigkeit dann wieder zu einem Ganzen zu vereinen.
Archer Maclean's Mercury (10 Bilder)
Archer Macleans Mercury ist in sechs verschiedene Welten, die sich optisch und musikalisch allesamt voneinander unterscheiden, aufgeteilt. Die insgesamt 72 Level sollten somit sowohl grafisch als auch akustisch genügend Abwechslung bieten. Da die Welten nur nacheinander freigeschaltet werden können, müssen sich erfolglose Zocker immer wieder am gleichen Level versuchen. Habt ihr einen Level geschafft, könnt ihr noch den Highscore in Angriff nehmen, wobei wahre Profis den Lohn ihrer harten Arbeit unter Umständen möglichst an erster Stelle verewigt sehen wollen.
Auf der Jagd nach dem Highscore gibt es zudem die Möglichkeit, über eine Wifi-Verbindung gegen einen menschlichen Kontrahenten anzutreten. Dabei ist eine gegenseitige Beeinflussung des Spiels leider nicht möglich, ihr könnt es eurem Widersacher also nicht wie bei anderen Games des Genres schwerer machen. Der Quecksilberblob des Gegners erscheint dafür als Geist und motiviert hoffentlich zu besserem Spielen. Ein Hotseat-Modus ermöglicht es außerdem, nacheinander an einer Konsole anzutreten.
Ersteindruck
Das Spielprinzip von Archer Macleans Mercury ist überaus interessant. Der lineare Spielverlauf und die zahlreichen Hindernisse und Gemeinheiten, die euch in jedem Level das Leben erschweren, sorgen aber auch für einen überaus knackigen Schwierigkeitsgrad. Zum Launch im September wird das Spiel mit Sicherheit eine willkommene, aber keinesfalls einfache Alternative zu Lumines darstellen.
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