Splinter Cell: Essentials

Preview
Plattform
Sony PlayStation Portable
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Erscheinungsdatum
30. März 2006
Genre
Shooter
Splinter Cell: Essentials [PSP , Justgamers]

Splinter Cell: Essentials

Nach dem Tod seiner Tochter Sarah ist Sam untergetaucht, niemand hat wieder von ihm gehört. Als ihn die Behörden eines Tages mit Terroristen in Kontakt treten sehen, werden sie unruhig. Wieso lässt sich gerade Sam, ihr bislang bester Agent mit dem kaltblütigen Terroristen Dufraisne ein? Sie stellen ihn zur Rede und erfahren durch Sams Erzählungen etwas, womit sie nicht gerechnet haben… Wir haben UbiSoft Deutschland in Düsseldorf besucht und durften bereits einige Levels von Splinter Cell: Essentials probespielen. In Essentials schleichen wir mit Sam neben PSP-exklusiven Levels durch mehrere Missionen, die wir bereits aus den zahlreichen Vorgängern kennen. Auf der Suche in seiner Vergangenheit treffen wir auf alte Bekannte und Situationen, die im Splinter Cell-Spieler eine gewisse Vertrautheit wecken.

Essentials

Angefangen mit einem Militärlager im Herzen Kolumbiens, 1992, lange vor seinem Dienst bei Third Echelon. Navy Seal Sam Fisher widersetzt sich einem direkten Befehl und macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach seinem alten Freund und Kameraden Shetland, der während einer gemeinsamen Operation mit der kolumbianischen Armee gegen einen großen Drogendealerring gefangen genommen wurde. Bereits damals konnte Sam nicht nur mit seinen Muskeln überzeugen - sollte man von freundlichen Wachen, die das Lager patrouillieren entdeckt werden, kann er sich mit schlagender Rhetorik aus der Affäre ziehen – sollte man amerikanische Soldaten verletzen oder töten ist die Mission beendet. Der südamerikanische Dschungel bietet uns gute Deckung, beherbergt jedoch auch zahlreiche Gefahren, wie tiefe Abgründe oder Stolperdrähte, die bei Berührung Granaten auslösen. Die Mission ist recht zügig erledigt und dient eher einer Einweisung in die Steuerung des Spiels, ist deshalb vielleicht etwas weniger anspruchsvoll. Ohne Umschweife und angetan von der erstaunlich guten Bedienung machen wir uns an den nächsten Level.

Im Auswahlbildschirm sahen wir Spielstände mit der Beschreibung: “Gefängnis“ – Moment…das Gefängnis? In der Tat. In Splinter Cell: Essentials spielen wir die bereits jetzt berühmte und viel spekulierte Szene aus Splinter Cell: Double Agent, in der Sam sich spektakulär aus einem Gefängnis befreien muss, in das er unverschuldet und als Resultat einer groß angelegten Verschwörung hineingelangt ist. Mit Hilfe seines Kollegen Lambert, der seine Zelle mit allerlei nützlichen Gegenständen gespickt hat und eines Mitinsassen kämpft er sich in guter alter Schleich-Manier durch die Sicherheitsvorrichtungen und entkommt.

In den vier Missionen, die wir spielen konnten, konnten wir keinerlei PSP-bezogene Einschränkungen erkennen - sämtliche Waffen, Ausrüstungsgegenstände, Funktionen und Moves, die wir in den Vorgängern kennen lernten sind auch auf dem Handheld vorhanden – beschränkt in seiner Bewegungsfreiheit ist Sam nur durch die Steuerung auf der PSP, die, da nur ein Controllstick vorhanden ist, etwas komplizierter und ungenauer ist, nach einer kurzen Eingewöhnungszeit allerdings sehr leicht und intuitiv von der Hand geht. Die Tastenbelegung ist sinnvoll und kompliziertere Moves, sowie Angriffsmanöver sind auch in hektischen Situationen kein Problem. Grafisch kann das Spiel auch auf voller Linie überzeugen, gelegentliche Clipping-Fehler in der Preview-Fassung sind zum Release sicherlich behoben. Alles wirkt wie aus einem Guss und perfekt auf die Möglichkeiten der PSP angepasst. Größtenteils bewegen wir uns in Essentials durch dunkle Gänge und Außenareale, so dass das hervorragende Leveldesign durch den ständigen Einsatz des Nachtsichtgerätes wenig zur Geltung kommt. Im Soundbereich liegt der portable Schleicher im oberen Mittelfeld – insgesamt Eintönig und nicht ausgereift. So sind Sams Laufgeräusche im Waldlaub dieselben wie auf Beton oder Asphalt. Außerdem scheinen alle Soldaten mit denen es Sam überall auf der Welt zu tun hat denselben Ohrwurm im Kopf zu haben – denn alle pfeifen sie dieselbe Melodie. Hintergrundgeräusche und Musik sind wie immer sehr gut und sorgen für eine, für PSP-Verhätlnisse außerordentlich gute Atmosphäre. Essentials besticht zusätzlich mit gelungener Sprachausgabe.

Ersteindruck

Die wenigen Stunden, die wir Splinter Cell: Essentials auf der Playstation Portable spielen konnten, haben völlig ausgereicht, um uns zu begeistern. Es macht einfach nur Spaß, mit Sam auf dem Handheld die sehr gut designten Missionen zu erledigen. Die Technische Seite überzeugt bis ins Detail und dürfte selbst hart gesottene PSP-Fans erstaunen. Alle Features der großen Brüder finden wir auch hier wieder. Klettern, schleichen, akrobatik, schießen, ein Geist sein - Mr. Fisher is back, erzählt uns aus seiner Vergangenheit und begleitet uns in seine mehr als spannende Zukunft.

Splinter Cell: Essentials [PSP , Justgamers]

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