Untold Legends: Brotherhood of the Blade

Preview
Plattform
Sony PlayStation Portable
Vertrieb
Activision
Entwickler
Sony
Erscheinungsdatum
01.09.2005
Genre
Abenteuer
Untold Legends: Brotherhood of the Blade [PSP , Justgamers]

Untold Legends: Brotherhood of the Blade

Legendäre Geschichten erzählt stets unser Marian, “Untold Legends” gibt es dafür derzeit nur für die PSP. Wir haben uns die US-Version aus dem Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten einfliegen lassen und wagen einen ersten Blick auf das Hack’n’Slay-RPG, das am 01. September, zum Eurolaunch der PSP, im Handel stehen wird.

Aven, der Hort der Zufriedenheit und der letzte friedliche Platz auf dem sonst gefährlichen Planeten Unataca, ist in Gefahr. Ungeziefer belagert die Stadt und will den verängstigten Einwohnern an den Kragen. Als Mitglied der Stadtwache ist es eure Aufgabe, in über 100 Leveln wieder für Ordnung zu sorgen.

Die Zeiten, in denen man sich mit nur einem vorgefertigten Helden zufrieden geben musste, sind gezählt. Mit den vier wählbaren Klassen Ritter, Alchemist, Druide und Berserker bietet Untold Legends: Brotherhood of the Blade zwar keine übermäßigen Freiheiten bei der Charaktererstellung, eröffnet aber mehr Möglichkeiten als manch anderes Handheld-RPG. Selbst das Äußere der Figuren kann leicht angepasst werden. Da die Spielfigur im Spielverlauf aber sowieso nur aus der Vogelperspektive betrachtet werden kann und sich die angezeigten Details in Grenzen halten, lohnt es sich kaum, sich über die Hautfarbe des Protagonisten Gedanken zu machen.

Beginnt ihr zunächst mit einem schwachen Charakter und wenigen, klassenspezifischen Fähigkeiten, entwickelt sich die Spielfigur mit zunehmend gewonnener Erfahrung durch ein Charakterlevelsystem. Nach jedem Levelaufstieg besteht dann die Möglichkeit, eine neue Fähigkeit zu erlernen und Dinge wie Stamina oder Strength zu verbessern.

Leider scheinen die Landsleute unseres Helden so verängstigt, dass er zumindest im Einzelspielermodus ganz allein durch die Dungeons ziehen muss. Die zahlreichen Monster, die ihm auf seinen Reisen begegnen, stürzen sich dafür dann aber oft auch in größeren Gruppen auf unseren Heronen bzw. unsere Heronin.Dabei wäre ein Kamerad mit außergewöhnlichen Orientierungsfähigkeiten mitunter von großem Nutze. So ähneln sich die Dungeons, die im Prinzip aus einer Aneinanderreihung mehrerer rechteckiger Räume bestehen, meist sehr stark. Zwar sehen nicht alle Dungeons gleich aus, gibt es neben Höhlen auch hübsche Waldlandschaften, doch zieht sich ein “Thema” dann auch durch den ganzen Level. Gerade in späteren Leveln sind die Räumlichkeiten dann auch sehr verschachtelt, was die Orientierung nicht gerade vereinfacht. Eine kleine Minimap unterstützt zwar bei der Wegfindung, ist aber grundsätzlich keine große Hilfe.

Ist ein Ungetüm erst einmal geschlachtet, warten diverse Belohnungen. Neben dem Erhalt von Erfahrungspunkten, die logischerweise zum Levelaufstieg benötigt werden, lassen die Monster meist auch Gold oder Items wie neue Rüstungen, Schwerter oder Heiltränke fallen. Wie in vielen anderen RPGs üblich, setzen fast alle Items einen bestimmten Level voraus. Selten findet man dabei zum aktuellen Level passende Rüstungen, noch seltener wunderschöne Gegenstände, die man im Inventory aufbewahren und später mit entsprechenden Charakterlevel nutzen möchte. Meist beschränkt sich das Eingesammelte also auf Plunder, den man entweder gleich wieder wegschmeißt oder beim nächsten Händler für ein paar Goldstücke veräußert.Richtig starke Items gibt es dann meist nur bei den immerhin recht häufig auftretenden Bossen. Von diesen gibt es in jedem Dungeon mindestens einen. Zahlreiche PowerUps und Heiltränke vorausgesetzt, sind aber auch diese mit einigem Tastengehämmer schnell besiegt.

Untold Legends: Brotherhood of the Blade (19 Bilder)

Aufgrund der technischen Gegebenheiten der PlayStation Portable macht der Titel zum einen einen optisch sehr schönen Eindruck, sucht man im Handheldsektor doch derzeit vergeblich nach einem vergleichbaren 3D-RPG, enttäuscht dann aber auch wieder aufgrund der geringen Übersicht. So klebt die Kamera leider nur wenige Meter über dem Kopf der Spielfigur und sorgt mitunter dafür, dass die Anzahl herumlungernder Gegner manchmal nur schwer einschätzbar ist, stehen die “Kumpels” der anvisierten Monster doch gleich um die Ecke, können aber bei vorsichtigem Herantasten nicht gesehen werden.

Muss sich eure Spielfigur im Singleplayer-Modus ganz allein durch die Dungeons schlagen, kann sie dafür im Multiplayer-Mode auf schlagkräftige Unterstützung hoffen. Mit bis zu drei anderen könnt ihr nämlich per WiFi-Verbindung das gesamte Spiel bestreiten. Besonders viel Spaß macht das, wenn ein jeder eine andere Klasse spielt, die Charaktere sich somit ergänzen. Damit keine unnötigen Streitereien auftreten, wird das aufgelesene Gold gerecht geteilt und eingesammelte Gegenstände können nach Belieben getauscht werden.

Ersteindruck

Untold Legends: Brotherhood of the Blade mag für ein Handheldspiel ganz gut gelungen sein, ist aber als RPG eher durchschnittlich. Der Titel macht insgesamt einen etwas unausgegorenen Eindruck und dürfte aufgrund des monotonen Leveldesigns manchen Spieler schnell langweilen. Ein umfangreicher Intensivtest erwartet euch nach dem Deutschland-Release des Spiels, so lange bleibt mein erster Eindruck leider nur “befriedigend”.

Untold Legends: Brotherhood of the Blade [PSP , Justgamers]

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