Ape Academy

Review
Plattform
Sony PlayStation Portable
Vertrieb
Sony
Entwickler
Sony
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
0
Ape Academy [PSP , looki.de]

Gesamtwertung

70%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Ape Academy

Der aus diversen Ape Escape-Spielen bekannte Dr. Specter hat das Problem erkannt. Es sind nicht etwa seine waghalsigen Pläne, sondern vielmehr die ungebildeten Affen, die ihm auf dem Weg zur Weltherrschaft zur Seite stehen sollen und bisher seine Bemühungen zunichte machten. Prompt gründet er die Ape Academy, die Akademie der Affen sozusagen, die aus Äffchen richtige Affen macht.

So spielend gelingt der Wechsel von Klassenstufe zu Klassenstufe wohl in kaum einer anderen Schule. Statt sich (fast) ein ganzes Jahr von Unterrichtsstunde zu Unterrichtsstunde zu quälen, müssen die Schüler der Ape Academy in jedem Schuljahr lediglich neun Prüfungen in Form sehr unterschiedlicher Mini-Spiele absolvieren.

Am ersten Schultag einer jeden Klassenstufe wird natürlich noch keine Prüfung abgelegt, trotzdem wird gleich losgelegt. Einem Tic-Tac-Toe-Spielfeld ähnelnd, sind die anstehenden Testate angeordnet. Per Zufallsgenerator wird eines der neun Felder ausgewählt. Prompt beginnt dann sogleich die dahinter stehende Prüfung, der stets eine kurze Einweisung über die immer sehr unterschiedliche Steuerung zuvor geht. War die Spielerei von Erfolg gekrönt, wird das Spiel auf der Übersicht mit einem Kreis markiert, wer es nicht geschafft hat, wird hingegen mit einem Kreuz bestraft. Solange noch offene Testate vorhanden sind, rattert der Zufallsgenerator sogleich weiter und wählt die nächste Aufgabe.

Um das Klassenziel zu erreichen, gilt es - ebenfalls ähnlich wie bei Tic-Tac-Toe - eine horizontale, vertikale oder schräge “Versetzungsreihe” aus je drei bestandenen Prüfungen zu bilden. Je nach Klassenstufe wird eine unterschiedliche Zahl an Versetzungsreihen gefordert, um die Versetzung in die nächst höhere Klasse oder den Ape Academy-Schulabschluss zu besiegeln. Wird der Abschluss eines Schuljahres nicht geschafft, gibt es für Sitzenbleiber und Ehrenrundendreher noch einen zweiten Versuch. Schlägt der fehl, beginnt das Spiel von vorn. Wie gemein.

Von allen Minispielen, pardon, Prüfungen machen die Spielchen der Kategorie “Verstand“, bei denen etwas Gehirnmasse gefragt ist, den meisten Spaß. “Frag Darwin” stellt so zum Beispiel unter Zeitdruck zahlreiche mehr oder minder knifflige Fragen aus verschiedenen Gebieten und ließ zumindest bei uns insgeheim den Wunsch nach einem “Wer wird Millionär”-ähnlichen PSP-Spiel aufkommen.

Das “Affen-Zählen”, bei dem vorbeischnellende und mitunter hin- und her rennende Affen mit einem simplen Zählautomaten abgezählt werden müssen, gehört ebenfalls zu den Herausforderungen, denen man sich gerne stellt und bei denen man mit einem zusammengekniffenen Lächeln auch gern noch versagt. Bei “Finde den Unterschied” ist eine gute Beobachtungsgabe gefragt: Auf mehreren Tafeln finden sich zahlreiche japanische (?) Schriftzeichen, die innerhalb kurzer Zeit mit der ersten Tafel verglichen werden müssen.

Leider sind die Einführungen in die Steuerung und Zielsetzung der Minispiele nicht immer ganz eindeutig, beziehungsweise so umfangreich, wie sie sein sollten. Manchmal muss man ein wenig herumprobieren, bis man das Spielprinzip herausgefunden hat. Weil das Spiel aber schon nach dem zweiten gescheiterten Versuch neu begonnen werden muss, wird dies schnell unangenehm.

Sämtliche der etwa 50 Minispiele sind in kürzester Zeit durchzuspielen. Ist einmal eines der Spielchen erledigt, steht es fortan ständig und in die Kategorien Verstand, Technik, Körper und Extra sortiert in einer Minispielsammlung zum Üben oder Punktzahlverbessern zur Verfügung. Schneidet man bei einem Spiel in einem Durchgang besser ab, als jemals zuvor, so wird dieser neue Rekord gespeichert. Leider wurde es seitens der Entwickler versäumt, zu jedem der Minispiele einen kleinen Highscore mit Namen und mehreren Rängen einzurichten.

Die Grafik lässt sich mit nur einem kurzen Wort sehr gut bescheiben: bunt. Ebenso bunt wie die Grafik ist auch die Soundkulisse, die mit kurzweiligem Gedudel durch die Lautsprecher der PSP dringt.

Das Gros der farbigen Minispiele spielt zudem zwar in der dritten Dimension, trotzdem ist die grafische Präsentation nicht überragend. Für ein ausgewachsenes Spiel wäre dies nicht ausreichend, für eine Minispielsammlung mag es aber vollkommen genügen.

Was wäre das Schülerdasein ohne die geliebten, manchmal auch gehassten Klassenkameraden? Auch in Ape Academy muss die Schulbank nicht allein gedrückt werden. Im VS-Modus haben zwei bis vier Spieler die Möglichkeit, per Konsolen-“Sharing” an einer PSP in Konkurrenz zu treten, über eine “Adhoc”-Verbindung mit einer anderen PlayStation Portable können sich bis zu vier Spieler aber auch an insgesamt zwei der tragbaren Konsolen austoben. Erwähnenswert ist, dass es nur ein einziges Minigame gibt, das zu viert gegeneinander gespielt werden kann: Der so genannte “1-Meter-Sprint”, bei dem ein gutes Reaktionsvermögen, aber keinesfalls Ausdauer gefragt ist.

Fazit

Wem eine halbe Hundertschaft von kleinen Minispielen genügen, findet an der durchaus witzig und abwechslungsreich gestalteten Minispielesammlung sicher seine Freude. Es ist zwar sicherlich etwas gemein, nach dem zweiten (gescheiterten) Versuch von neuem beginnen zu müssen, doch streckt dies die Spieldauer. Da es zudem notwendig ist, sämtliche “Prüfungen” durchzuspielen, um jedes der Minispiele mindestens einmal erledigt zu haben, kommt die Spielzeit also nicht zu kurz.

Ape Academy [PSP , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?