Gesamtwertung73%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Man kann Archer Macleans Mercury drehen und wenden wie man will, das Spielprinzip bleibt immer gleich: Als Herr des Quecksilbers beginnt man in jedem Level mit einem Tropfen des Elements. Ziel ist es dann, möglichst schnell und unter möglichst wenig Quecksilberverlust ins Ziel zu kommen. Weil die Levelkonstrukte allesamt freischwebend sind, eine Begrenzung aber oft fehlt, kann schnell ein Schwapps über Bord gehen. Das zudem immer knapp bemessene Zeitlimit verursacht zusätzliches Herzklopfen. Zu den natürlichen Feinden des Hg-Elements zählen zudem sich bewegende Blöcke, die die chemische Substanz zum Fressen gern haben. Das gilt auch für die vielen anderen Fallen, die dem Quecksilbertropfen an die Existenz wollen und euch schnell ein 'Game Over' bescheren, wenn ihr ihnen nicht ausweicht.
Kenntnisse einfacher physikalischer Zusammenhänge sind dabei zu empfehlen, muss man den Mercury-Kleks doch oft auch an spitzen Kanten teilen und manchmal verschiedenfarbig einfärben, um Schranken und Türen öffnen zu können. Da man es mitunter mit mehreren Quecksilberteilchen gleichzeitig zu tun hat, stellt nicht nur die gleichzeitige (und indirekte) Steuerung eine enorme Herausforderung dar, auch die vielen, in den Leveln versteckten Gemeinheiten sorgen dafür, dass der Schwierigkeitsgrad allgemein sehr anspruchsvoll ist.
Archer Maclean's Mercury (25 Bilder)
Gesteuert wird nämlich fast ausschließlich mithilfe des Analogsticks der PlayStation Portable. Dabei wird nicht etwa der Tropfen direkt mit dem Stick bewegt, stattdessen kippt ihr mit jeder Lenkbewegung das ganze Levelkonstrukt. Dies funktioniert ähnlich wie die vielen Spiele aus Kindertagen, in denen mehrere Kugeln durch das Kippen des gesamten Spielzeuges in verschiedene Löcher gelenkt werden mussten.
Der Multiplayermodus kann durchaus als schwachbrüstig bezeichnet werden. Über das Wlan-Feature der PSP kann man sich zwar mit einem anderen Spieler verbinden, in direkte Konkurrenz tritt man aber nicht. Stattdessen spielt man einen Level nacheinander, das aufgezeichnete Quecksilber des Vorspielers wird dabei als eine Art Geist dargestellt. Da man dafür nicht zwingend eine zweite Konsole benötigt, kann der Spaß auch an einer Konsole, in einer Art Hotseatmodus, abgehalten werden.
Obwohl die Quecksilbertropfen sehr schön gelungen sind und die Umgebung widerspiegeln, wird die Erstellung der Levelgrafik keine große Herausforderung gewesen sein. Der Sound des Spieles gibt sich zudem auch bescheiden, sticht weder negativ noch positiv heraus und erlaubt die Konzentration auf das Wesentliche: auf die Chemie.