Gesamtwertung88%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Alle Racing-Fans kennen und lieben sie: Nein, wir meinen diesmal nicht die Need for Speed-, sondern die Burnout-Serie, die, im Gegensatz zu ihrem Konkurrenten aus gleichem Hause, Rennspaß mit einer gehörigen Portion Action kombiniert. Ob diese Kombination auch beim neuesten Ableger Burnout Dominator für die PlayStation Portable aufgegangen ist, erfahrt Ihr im Review.
Lass krachen, Junge!
Im Hauptmenü angekommen, fackeln wir auch nicht lange und wählen sogleich den Welttour-Modus. Dieser ist quasi nichts anderes als ein Karrieremodus, wie wir ihn zum Beispiel aus Need for Speed: Underground kennen. Wir fangen bei der langsamsten Serie an, fahren Rennen und spielen nach und nach weitere Events, Fahrzeuge und Rennserien frei. Wer Burnout kennt, weiß, dass es sich mit normalen Rennen nicht gegessen hat. Neben den bereits erwähnten Rundenrennen erwarten den Spieler auch noch Event-Typen wie den Road Rage-, den Eliminator-, den Near Miss- oder den brandneuen Maniac-Modus. Während wir in den Road Rage-Events unsere Gegner in die ewigen Jagdgründe schicken, kommt es im Maniac-Modus auf eine möglichst brachiale Fahrweise an. Das heißt im Klartext: Wir fahren, driften und boosten was das Zeug hält.
Im Near Miss-Event müssen wir hingegen so viele 'Beinahecrashs' wie nur möglich kassieren, der Eliminator-Modus ist im Großen und Ganzen eine Art K.O.-Rennen wie man es aus Underground kennt. In einem Punkt sind jedoch alle Events gleich:
Je besser wir abschneiden, desto besser glänzt die verdiente Medaille. Diese entscheidet letztendlich über die zu gewinnenden Dominator-Punkte, die neue Rennserien freischalten. Zwischendurch gibt es zusätzlich zu den verdienenden Punkten auch Boni wie neue Fahrzeuge zu gewinnen, die wir uns dann hübsch in unsere Garage stellen dürfen.
Renn-Action ohne Kompromisse
Die Rennen an sich lassen auch in Dominator das übliche Burnout-Fahrgefühl durchschimmern: Mit einem Affenzahn brettern wir über die Strecken, weichen, so gut wie möglich, zivilen Fahrzeugen aus, rammen gegnerische Fahrzeuge und sammeln sogenannte Burnouts, die als Multiplikatoren unserer Punkte dienen. Fährt man gefährlich, hagelt es solange Nitro-Zulagen, bis sich unsere Boost-Anzeige blau färbt. Hier kommt dann der Superboost zum Tragen, den wir mit einem Druck auf die rechte Schultertaste aktivieren können und solange durch Drifts oder Beinahecrashs - 'am Leben erhalten' müssen, bis wir endlich den lang ersehnten Burnout erreichen, der, je länger Ihr in aktiv haltet, immer stärker wird. So kann es vorkommen, dass wir dank 5fachen Burnout mit 300 Sachen über die Straße heizen.
Konnten wir unser Gefährt doch einmal nicht an Hindernissen vorbei manövrieren und verursachen somit einen Crash, dürfen wir die Auswirkungen mithilfe der sogenannten Aftertouch-Steuerung noch verheerender gestalten. So kann man nach einem Unfall in Zeitlupe das noch durch die Luft wirbelnde Fahrzeug in die Fahrbahn seiner Konkurrenten lenken und mit einem simplen Druck auf die Dreieck-Taste sich selbst und das arme Opfer mit in die Luft sprengen. Selbstverständlich war es das dann noch nicht: Wir verlieren zwar Boost, dürfen aber weiterfahren.
Wer sich auf Solopfaden irgendwann bis zum Schluss durchgeboxt hat, darf sich auf den Mehrspielermodus freuen. Wer gerade nicht eine zweite PlayStation Portable zur Hand hat, darf mit Freunden im Party-Modus der Reihe nach um die Wette fahren. Wer sich hingegen zu den Glücklichen zählen darf, die menschliche Konkurrenten mitsamt zusätzlicher PSP-Systeme ihr Eigen nennen können, darf sich auf coole Ad-hoc-Gefechte gefasst machen. Zur Wahl stehen dabei alle Modi der Einzelspielerkarriere.
Fast perfekt
Gibt es eigentlich auch was Negatives an Burnout Dominator? Nicht viel, nur die Balance des Schwierigkeitsgrades sorgte des Öfteren für Stirnrunzeln.
Während die Road Rage-Events oft viel zu einfach sind, schwitzten wir uns bei anderen Spielmodi schon anfangs die Perlen aufs Shirt.
Blutige Anfänger dürften also ihre Probleme mit Burnout Dominator haben, auch wenn die Lernkurve an sich akzeptabel ist. Präsentationstechnisch gibt es bei Burnout in guter alter Tradition nichts zu meckern: Ohne erkennbare Pop-Ups oder Slowdowns heizen wir mit Vollgas über die ansehnlichen Kurse, die Framerate bleibt dabei erfreulich stabil. Selbst wenn es mal heiß hergeht und mehrere Fahrzeuge in hübschen Explosionen über den Bildschirm fliegen, bleibt das Geschehen stets flüssig. Nur die fahrbaren Untersätze sind etwas detailarm und auch die Optik an sich ist etwas zu grobkörnig geraten. Auch Eure Ohren werden bluten, aber das im positiven Sinne: Die Soundeffekte sind auch für PSP-Verhältnisse erste Sahne, Extra-Lautsprecher sorgen für ein noch intensiveres Erlebnis. Ebenfalls Tradition: Der erstklassige Soundtrack, der mit einem tollen Rock-Ensemble aufwarten kann. Neben Bands wie Senses Fail und Trivium erwartet Euch zudem Musik von Army of Me und Avril Lavigne, wobei wir uns beim Spielen gefragt haben, was die gute Avril ausgerechnet mit ihrem Song Girlfriend, und dann noch gleich in mehreren Versionen, hier zu suchen hat.
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