Crazy Taxi: Fare Wars

Review
Plattform
Sony PlayStation Portable
Vertrieb
Sega
Entwickler
Sega
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
12
Crazy Taxi: Fare Wars [PSP , looki.de]

Gesamtwertung

65%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Crazy Taxi: Fare Wars

Wer sich mit dem Thema Videospiele beschäftigt oder diese von Zeit zu Zeit spielt, der wird bestimmt schon einmal etwas von Crazy Taxi gehört haben. Der pfeilschnelle Funracer ist, für die nicht informierten unter euch, jedoch nicht an den Luc Besson Filmklassiker Taxi angelehnt oder weist gar Ähnlichkeiten zum Quiztaxi auf, sondern hat einen viel älteren Ursprung und stammt aus dem Jahr 1999.

Er wurde seinerzeit von der Firma Hitmaker, auch bekannt als AM3, für Sega entwickelt und erstmals 2000 als Arcadespiel auf deren Dreamcast-Konsole portiert. Später folgten Umsetzungen für PlayStation 2, Nintendo GameCube und sogar einen PC-Auftritt bekam das actionlastige Rennspiel spendiert. Darüber hinaus folgte mit Crazy Taxi 2 eine Dreamcast-Fortsetzung und auch der Game Boy Advance bekam mit Crazy Taxi: Catch a Ride einen Handheld-Ableger spendiert. Im Sommer 2002 erschien mit Crazy Taxi 3: High Roller der vorerst letzte Teil der Serie für Microsofts Xbox, welcher zwei Jahre später erneut auf PC portiert wurde.

Are you ready to make some crazy Money?

In Crazy Taxi: Fare Wars, dem aktuellsten Teil der Serie, klemmt ihr euch zum ersten Mal hinter das virtuelle Steuer auf der PlayStation Portable. Die Handheld-Variante des Funracer-Klassikers bietet dabei gleich zwei spielbare Versionen des rasanten Taxti-Rennspiels. Mit an Bord der PSP-UMD wäre zum einen das Ur-Crazy Taxi und zum anderen, das damals exklusiv für Dreamcast erschienene Crazy Taxi 2. Crazy Taxi 3 hat es leider nicht auf das Medium geschafft, dafür bietet der Titel allerdings einen neu hinzugekommenen Mehrspielermodus.

Das Spielprinzip von Crazy Taxi: Fare Wars ist schnell erklärt: Ihr übernehmt den Part einen ziemlich abgedrehten Taxifahrers, dessen Ziel es ist, in möglichst kurzer Zeit sehr viel Geld zu verdienen.

Dabei versteht es sich von selbst, dass ihr während eures höllischen Straßentrips so ziemlich sämtliche Regeln der Straßenverkehrsordnung brecht. Überall in der Stadt stehen am Straßenrand verteilt mehrere Passanten, die ihr unter einem knapp bemessenen Zeitlimit, an den jeweils gewünschten Zielort chauffieren müsst.

Kommt ihr früher an den Zielort als verlangt, erhaltet ihr Extrasekunden und obendrein auch mehr Kohle. Seid ihr hingegen zu langsam und euch geht die Zeit aus, verlässt euer Passagier verärgert das Taxi und ihr macht eine Nullrunde. Und wenn euer Timer bei Null angelangt ist, ist das Spiel leider zu Ende. Je nachdem wie gut ihr dann während eures Taxitrips wart, habt ihr dann anschließend die Gelegenheit, euch in der Highscoreliste zu verewigen. Das war’s dann auch schon im Großen und Ganzen.

Angestaubtes Spielprinzig mit Abstrichen

Leider, und das ist ganz klar der Hauptkritikpunkt bei Crazy Taxi: Fare Wars, steuert sich das gesamte Spielgeschehen nicht so gut, wie man es von einem so simplen Klassiker eigentlich erwartet hätte. Die Steuerung eures Fahrzeugs ist nämlich alles andere als leicht ausgefallen und zeigt sich von ihrer ungenauen und zu sensiblen Seite. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr den Wagen mit dem Analog-Stick oder dem Digi-Kreuz manövriert, es lassen sich einfach keine präzisen Fahrmanöver auf den Bildschirm zaubern.

Dass darunter der Spielspaß leidet, versteht sich dabei ganz von selbst. Grafisch wirkt der Titel etwas angestaubt, was allerdings ein gewissen Flair vermittelt und den typischen Charme der Serie gekonnt einfängt. Trotzdem muss gesagt werden, dass auch hier eine verbesserte Optik dem Spiel sicherlich nicht geschadet hätte. So muss man halt bei näherer Betrachtung mit teils matschigen Texturen vorlieb nehmen, die stellenweise auch mit einem Kantenflimmern daherkommen.

Akustisch hätten sich die Entwickler besser an das Original halten sollen, denn der Sound klingt ebenfalls nicht ganz so gut, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte. Das liegt hauptsächlich daran, dass man auf den fetzigen Offspring-Soundtrack verzichtet hat und dass Spielgeschehen hier mit plumpen Rocksounds versehen hat. Ein kleiner Trost ist hier allerdings, das ihr eure eigenen Tracks im Spiel verwenden könnt, was diese Schwäche ein wenig ausmerzt. Trotz der harten Kritik die hier nun stellenweise ausgesprochen wurde, ist Crazy Taxi: Fare Wars aber keinesfalls ein schlechtes Spiel.

Die Grafik kann sich größtenteils sehen lassen und bietet zudem ein flüssiges sowie recht schnelles Spieltempo. Darüber hinaus bietet der Titel einen neuen Mehrspielermodus, der sich sehen lassen kann. Hier dürfte angefangen von Punkte- und Zeitherausforderungen, bis hin zum gegenseitigen Passagiere wegnehmen für jeden etwas dabei sein.

Fazit

Crazy Taxi: Fare Wars hat bei mir gemischte Gefühle hervorgerufen. Einerseits kommen die grafische Aufmachung und das inzwischen angestaubte Spielgeschehen dem Original recht nahe, so dass man hier schon fast von einer perfekten PSP-Portierung sprechen könnte. Andererseits stoßen mir dabei die ungenaue und nicht präzise Steuerung übel auf, was deutlich an der Spielspaßkurve kratzt. Wer jedoch mit den angesprochenen Mängeln leben und sich mit dem veralteten Spielprinzip anfreunden kann, der kann getrost einen Blick riskieren.

Crazy Taxi: Fare Wars [PSP , looki.de]

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