Gesamtwertung82%/10 |
GrafikGut SoundMangelhaft |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Des Golfers neue Kleider?
In grafischer Hinsicht setzt man bei den Entwicklern von Sony Entertainment auf Altbewährtes. So wirken Charaktere, Kurse und Menügestaltung im Vergleich zum Vorgänger nur gering verbessert; dennoch sind sämtliche Parcours und Figuren schön anzuschauen und vor allen Dingen letztere entwickeln durch ihren japanischen Stil ihren eigenen Charme. Mit den neuen Outfits bringt man zudem mehr Farbe ins Spiel und übertüncht die oftmals eintönigen Kurse, die insgesamt jedoch mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurden. Schöne Wettereffekte, im Wind wehende Baumwipfel und plätscherndes Wasser tragen ihren Teil dazu bei.
Mario Golf 64 lässt grüßen
Soundtechnisch bietet Everybodys Golf 2 überraschend wenig. Zwar hatten wir nicht gerade mit einer einwandfreien Sprachausgabe und zahlreichen lizensierten Musikstücken gerechnet, eintönige Musik, die stark an die Titel aus Mario Golf 64 aus dem Jahre 1999 erinnert, jedoch ebenfalls nicht. Mangelnde Atmosphäre durch fehlende Zuschauer, schwacher Jubel bei Charakteren und eine schwammige Hintergrunduntermalung sind zusätzliche Stimmungskiller.
Einfache Handhabung
Die Steuerung erweist sich beim näheren Hinschauen als durchaus eingängig und leicht zu erlernen. Im Training und durch Schlaghilfen wird man schnell an diese herangeführt und bereits nach wenigen Partien geht sie schnell von der Hand. Durch ein Raster bietet man zudem eine Hilfe, die es einfacher macht Schläge einzuschätzen, die von Wind, Bodenlage und Schlagkraft abhängen. Lobend erwähnt werden muss ebenfalls die gute Physik, die kein Grund zum Frust bietet.
Abgerundete Golfsimulation
Zugegeben scheinen die zwölf Golfplätze auf den ersten Blick nicht besonders viel, die neuen Outfits und zusätzlichen Kleidungsstücke als unnötige Gimmicks und die verschiedenen Modi nur Mittel zum Zweck, um die Spielzeit in die Länge zu ziehen. Hinter der Fassade jedoch, entdeckt der Golffan eine trotz niedlicher Grafik überaus anspruchsvolle, realistische und motivierende Golfsimulation. So können verschiedene Turniere, Herausforderungen und Minispiele ausgespielt, Statistiken zu jedem Spiel eingesehen und Charaktere individuell angepasst und in ihren Fähigkeiten verbessert werden. Bleibt man so einer Figur treu, entwickelt sich derjenige Charakter schneller und schraubt dessen Fähigkeiten, wie Kraft und Schlagtechnik, rasant nach oben. Zudem werden Videos von erstaunlich guten Schlägen des Charakters automatisch gespeichert und können später eingesehen werden. Motivierend ist ebenfalls der Online-Modus, der es möglich macht mit bis zu 16 Spielern in ein Turnier zu starten. Die herausragende Physik ist zudem ein Motivator, der die Spieler an den Titel fesselt.
Kein Problem für Nachwuchsgolfer
Wie auch im Vorgänger fällt der Einstieg in die Welt des Golfs mit Everybodys Golf 2 ziemlich leicht. Übungsparcours, Tutorials, Trainings, zusätzliche Hilfen und eine einfache und leicht zu handhabende Steuerung sind dabei die Stärken der Simulation. Durch die verschiedenen Schwierigkeitsgrade der KI-Gegner finden sich zudem sowohl Anfänger zurecht, als auch Profis gefordert.
Online-Gruppenkuscheln statt Game-Sharing
Mit bis zu 16 Spielern online gegeneinander antreten; dies schien für viele Hobbygolfer mindestens seit dem Erscheinen des ersten Teils der Serie ein Traum, der nun in Erfüllung geht. Zwar musste man auch bei diesem nicht auf einen Multiplayermodus verzichten, mit 16 Spielern jedoch, wird jedes Turnier noch spaßiger. Schade lediglich, dass eine Game-Sharing-Funktion gänzlich gestrichen wurde und damit lokale Partien kaum möglich sind.
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