Gesamtwertung76%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Die Need for Speed-Reihe bot rennfanatischen Spielern als Erste die Möglichkeit, ihre virtuellen Boliden nach Strich und Faden zu 'pimpen'. Das Konzept war so erfolgreich, dass sich Fans bisher konsolenübergreifend in drei Spielen der Serie am Tunen und Stylen diverser Fahrzeuge und dem Bestreiten zahlreicher Rennen versuchen durften. Derartig viel Erfolg ruft meist potenzielle Konkurrenten auf den Plan und so rang der Titel Juiced schon bald um die Gunst der Konsolen- und Computerspieler. Juiced: Eliminator trägt diesen Konkurrenzkampf nun auf die PSP und soll auch größere Zweifler mit neuen Ideen überzeugen.
Die grundlegenden Elemente des Spielprinzips wurden aus Juiced übernommen und somit bildet auch bei Juiced: Eliminator die 'Karriere' das Herzstück des Einzelspielermodus. Als Neuling in 'Angel City' gilt es hier, sich bei den acht dort ansässigen Crews Respekt zu verschaffen und eine eigene Crew auf die Beine zu stellen. Mit einem gewissen Startkapital kann das erste Auto finanziert und sogar ein wenig aufgemotzt werden. Das notwendige Kleingeld für weitere Boliden oder das Tuning dieser erwirbt man natürlich durch die Straßenrennen. In einem Event-Kalender sind die kommenden Veranstaltungen mitsamt den Teilnahmebedingungen, dem Gewinn und der Rennart aufgelistet. Zu den Rennarten gehören unter anderem K.O.-Rennen, Sprints und normale Rundkurs-Rennen. Als Frischling darf man jedoch nicht direkt an jedem beliebigen Rennen teilnehmen. Man wird erst zu einem Event einer anderen Crew zugelassen, wenn man genug Respekt verdient hat. Außerdem wird immer nur eine Fahrzeugklasse an den Start gelassen. Verfügt man über keinen Flitzer der geforderten Klasse, wird man vom Rennen ausgeschlossen. Zwischen den bereits vorgegebenen Terminen sind immer wieder Freiräume. Diese können genutzt werden, um eigene Wettbewerbe zu organisieren. Die Regeln kann der Spieler hier selbstverständlich selbst festlegen. Neben den Rennen im Kalender gibt es zudem Duelle und Herausforderungen. Diese Rennarten sind über den Menüpunkt 'Handy' anwählbar und werden mit den Köpfen der anderen Crews vereinbart. Das Duell ist ein Wettbewerb, bei dem die Autos der Teilnehmer der Wetteinsatz sind. Der Gewinner kann nach dem Duell kurzerhand den Wagen seines Widersacher in die eigene Garage stellen. Die Herausforderungen sind hingegen Rennen mit besonderen Regeln. Bei dem Absolvieren einer solchen Aufgabe winkt meist eine beträchtliche Gewinnsumme. Bei den meisten Rennen ist es zusätzlich möglich, eine Wette auf einen der Fahrer zu platzieren. Gewinnt dieser Fahrer das Rennen, wird dem eigenen Konto ein verhältnismäßig großer Gewinn gutgeschrieben.
Das ist Big Business!
Zwischen den Rennen besteht immer die Möglichkeit, in der Werkstatt den eigenen Fuhrpark zu modifizieren oder beim Händler neue Boliden zu kaufen. Neben den obligatorischen optischen Veränderungen bezüglich Spoiler, Schürzen, Lackierung und ähnlichem, kann auch die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge manipuliert werden. Dennoch hat jede Veränderung ihren Preis und so muss auch für das notwendige Kapital gesorgt sein. Neue Teile für ein gewisses Auto werden übrigens immer dann verfügbar, wenn man mit diesem ein Rennen gewinnt. Gewonnene Rennen führen im Übrigen auch zu dem heiß ersehnten Respekt. Während manche Crews es respektieren, wenn man in einer bestimmten Rennart glänzt, interessieren sich andere nur für die Größe des Fuhrparks. Abzüge gibt es wiederum, verursacht man in den Rennen Schaden an den Fahrzeugen der anderen. Abgesehen davon, dass größere Unfälle nicht nur optische Auswirkungen auf die feschen Flitzer haben. So führt ein Nitro-Leck zu einer konstanten Abnahme des Nitro-Vorrats und ein Schaden am Turbo verschlechtert die Beschleunigung. Wer sich in 'Angel City' einen Namen macht und viele Rennen gewinnt, der kann recht bald einen neuen Fahrer in seiner Crew begrüßen. Bis zu drei Personen bilden mit dem eigenen Charakter zusammen das Rennteam. Die Mitglieder verfügen jedoch über keine eigenen Fahrzeuge, sondern schöpfen aus dem Fuhrpark des Spielers, der als waschechter Anführer natürlich auch über den Einsatz der Crewmitglieder entscheidet. Wer möchte, kann folglich auch einige Termine im Event-Kalender nur von einem oder mehreren Teamkollegen bestreiten lassen und sich die Rennen auf Wunsch anschauen und bei Bedarf Wetten platzieren. Bei jedem Einsatz der befreundeten Fahrer, verbessern sich übrigens auch deren Fähigkeiten.
Gib mir deinen Wagen, ich gebe dir meinen!
Zusätzlich zu der 'Karriere' stehen bei Juiced: Eliminator noch der Arcade-Modus und der Mehrspielermodus zur Verfügung. Im Arcade-Modus gilt es, unter gewissen Bedingungen Rennen zu absolvieren. So muss man beispielsweise eine Runde innerhalb eines Zeitlimit abschließen oder ein Rennen gewinnen, ohne die Streckenbegrenzung zu berühren. Durch das erfolgreiche Abschließen dieser Aufgaben, werden neue Fahrzeuge und Strecken für benutzerdefinierte Rennen freigeschaltet. Im Mehrspielermodus können Arcade-Rennen, benutzerdefinierte Renn-Events und Multiplayer-Rennen mit den Fahrzeugen aus der 'Karriere' gespielt werden. Auch das Fahren von Duellen und das damit verbundene Gewinnen oder Verlieren von Autos ist möglich. Außerdem können zwei Spieler per Game-Sharing gegeneinander antreten, wenn nur einer der beiden das Spiel besitzt.
Die Autos in Juiced: Eliminator sind sehr schick und die gesamte grafische Präsentation macht einen guten Eindruck. Zwar ist die Umgebung etwas detailarm ausgefallen, dafür glänzen in dieser Hinsicht die Fahrzeuge. Das Gefühl von Geschwindigkeit kommt leider nur auf, wenn der Nitro verwendet wird und Spezialeffekte zum Einsatz kommen. Der Soundtrack kann qualitativ überzeugen und trägt viel zu der Stimmung des Spiels bei. Leider ist die Auswahl an Liedern nicht besonders groß und die Titel wiederholen sich recht häufig.