Gesamtwertung72%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Hinzu kommt noch, dass Kao viele tierische Freunde, beispielsweise Papageien und Glühwürmchen, hat, die ihm zeitweise bei seiner Mission behilflich sind. Klingt irgendwie komisch? Das ist es auf den ersten Blick auch. Doch wenn man sich erst einmal an ein Känguru gewöhnt hat, das Boxhandschuhe trägt und so feinmotorisch ist, dass es damit nicht nur schlagen, sondern auch einen Bumerang werfen kann, erwartet den Spieler ein recht spaßiges Jump n Run. Leider bemerkt man schon zu Anfang, dass sich der Titel eher auf altbewährtes, anstatt auf innovatives Gameplay besinnt. Die recht einfallslose Story wird in kurzen Zwischensequenzen vorangetrieben. Kaos Welt ist in Level unterteilt, die leider alle recht linear zum Ziel führen. Versteckte Abkürzungen findet man eher selten.
Insgesamt sind die Level klassisch gestaltet. Hier mal ein Abgrund, den es zu überspringen gilt, dort ein paar Flammen, die aus der Wand kommen und umgangen werden wollen, da eine schwebende Plattform, die benötigt wird, um noch größere Abgründe zu überwinden. Natürlich wird nicht nur die Geschicklichkeit des Spielers geprüft, sondern auch seine Schlagfertigkeit. Unter zu Hilfenahme der Fäuste oder eines Bumerangs werden Feinde aus dem Weg geräumt und Kisten aufgebrochen. Natürlich fehlen auch die obligatorischen Münzen nicht, die Kao einsammeln muss, um sie später gegen Leben einzutauschen. Leider verändert sich das Gameplay nicht wesentlich während des Spiels, lediglich ein gewisser Anstieg des Schwierigkeitsgrades durch neue und bessere Gegner ist zu bemerken. Eine Ausnahme bilden die Bossgegner. Diese wurden nicht nur einfallsreich designt, sondern haben auch teilweise ganz schön was auf dem Kasten. So mancher Brocken kann nur durch eine List bezwungen werden. Dennoch zeigt sich das Spiel wenig abwechslungsreich. Statt während der Lauforgien für Innovationen zu sorgen, wurden Minispiele eingebaut, die es allerdings auch alle schon einmal in anderen Vertretern des Genres zu bestaunen gab. Da wären zum Beispiel das Snowboard- und Motorbootfahren. Außerdem wird es dem Spieler ermöglicht, auf einem Pelikan reitend durch bestimmte Levels zu hetzen oder im Taucheranzug unter Wasser die Welt zu erkunden. Fans des Genres werden die enge Verwandtschaft zu Crash Bandicoot-Spielen nicht übersehen können.
Wenigstens muss nach dem Ende des relativ kurzen Storymodus nicht sofort aufgehört werden zu spielen, da Kao Challengers einen wirklich gut gelungenen Multiplayer besitzt. Bis zu vier Spieler können sich im Deathmatch tödliche Schlachten liefern oder aber während eines Rennens, beispielsweise mit dem Snowboard, um die Wette fahren. Der Mehrspielermodus stellt sich als witzige Alternative zum Singleplayer heraus, kann aber auch nur für einige Stunden Spielspaß garantieren.
Musikalisch geht das Spiel auch keine neuen Wege. Der eher rockiger Soundtrack animiert auch mal zu schnellen Vorstößen und riskanten Versuchen, nervt nie, sticht aber, genau wie das Spiel an sich, nicht aus der Masse hervor.