Schaut man sich seine PSP genauer an, könnte man väterliche oder mütterliche Gefühle bekommen. Das kleine, glänzende Etwas, mit dem man tagein-tagaus durch die Weltgeschichte zuckelt und dabei Games spielt, Filme schaut oder Musik hört, wirkt doch recht verletzlich und ungeschützt. Das von Sony dem Lieferumfang beigelegte Stofftäschen wirkt zwar nett, wirklich überzeugend ist das Teil hingegen nicht. Es hält zwar Staub ab und schützt auch ausreichend vor Kratzern, einen tieferen Sturz würde die darin befindliche PlayStation Portable allerdings nicht schadlos überstehen. Und optisch ist es auch nicht gerade der Reisser.
Doch Logitech wird nicht müde, Accessoires für die PSP unter dem Label PlayGear bereitzustellen. Nach Kopfhörern und einem externen Boxenset für die PSP haben sich die eifrigen Designer nun zwei Transport-Behälter für Sonys PSP erdacht: PlayGear Pocket und ##PlayGear Street##
Während der Deckel des PlayGear Pockets nur von einem Logitech-Logo verziert ist, macht die Rückseite dank einer kreisrunden Aussparung in der Gummierung, die das PSP-Logo der in den Pocket eingelegten PlayStation Portable sichtbar macht, einiges her. Darüberhinaus sind sowohl an der Vorder- und Rückseite als auch an den Seiten des PlayGear Pockets Zugangsschächte für Strom- und Kopfhörer-Zufuhr, Powerschalter, WLan-Schalter und Schultertasten vorgesehen. Damit ist auch ein Nutzen der PSP - selbst zum Spielen - möglich, auch wenn der Zugriff auf die Schultertasten etwas beeinträchtigt ist. Dank der stabilen Bauweise des PlayGear Pockets kann man den um bis zu 270 Grad klappbaren Deckel nicht nur als Sonnenblende benutzen, sondern kann auch als Ständer für die PSP agieren, was das Betrachten von Film-UMDs zu einer entspannten Angelegenheit macht
Ist die PSP im PlayGear Pocket verstaut und der Deckel geschlossen, kann kaum noch ein Übel der PSP etwas anhaben. Selbst Stürze aus einer Höhe von bis zu 1.5 Metern überstehen sowohl PSP als aus der Pocket schadlos, selbst ein unbeabsichtigtes Fallenlassen auf einer Treppe nimmt der Pocket hin. Tollpatsche, die zwei linke Hände haben, werden dies zu schätzen wissen wie zum Beispiel der Schreiber dieser Zeilen. Allerdings neigt die Plastikverschalung im Laufe der Zeit zu Kratzern, was aber angesichts seines Zwecks nämlich Kratzer von der PSP fernzuhalten hingenommen werden kann und muss.
+ Gummieinlagen federn die PSP ab
+ PSP kann weiter benutzt werden
+ Stabil
Contra:-PlayGear Street
Ist der PlayGear Pocket eher eine Transportlösung für den Alltag, ist der PlayGear Street eher ein Reisebehältnis für besondere Gelegenheiten. Da der Street dank seiner Abmessungen von stolzen 25 cm Länge, 4 cm Höhe und 11 cm Breite knapp ein Viertel grösser ist als der der PlayGear Pocket, ist ein Tragen des Streets in einer Hosen- oder Hemdtasche eher umständlich.
Daher hat Logitech dem knapp 30 Euro teuren PlayGear Street ein Tragegurt-System verpasst, dass es dem Nutzer erlauben soll, seine PSP und den Street nahe am Körper zu tragen. Es gibt zwei zweckmässige Trageversionen: Die Quer-über-der-Brust und die Handtäschen-Variante.
Bei letzterer Variante wird das dank Karabiner-Haken jederzeit abnehmbare Gurtsystem nur an einer Seite des PlayGear Street befestigt und wie eine Damen-Handtasche an die Schulter gehängt. Bei der Quer-über-der-Brust-Alternative wird das Gurtsystem jedoch beidseitig am Street befestigt und das Ganze dann quer über der Brust getragen.
Dies hat insofern den Vorteil, dass man unterwegs jederzeit Zugriff auf das Innenleben des ##PlayGear Street## hat. Und der Street kann einiges verstauen! Neben der PSP finden auch drei UMDs und vier Speicherkarten Platz im mit großzügig
Hartgummi ausgepolsterten Behälter. Um die UMDs zu fixieren, hat man auf flexible Stretch-Bänder zurückgegriffen, die die eingelegten Datenträger mit Nachdruck in dem dafür vorgesehenen Mulden halten. Schade nur, dass man keinen Platz für ein Ersatzakku eingeplant hatte.
Ach ja, Nachteil an der Über-der-Brust-Tragekonzeption ist, dass die Tragegurte zu knapp bemessen sind, um bei Menschen mit einem gewissen... nun... Übergewicht zweckdienlich zu sein. Ist man Rank und Schlank, kann der PlayGear Street dank seines Designs sogar recht cool wirken. Ist der Träger hingegen gut im Futter, tendiert alleine schon das Anlegen des Streets zu einem Akt der Verzweiflung und kann wenn man das Teil im Beisein von Freunden und Bekannten anlegt zu heiteren Situationen führen.
Dank der stabilen Bauweise kann man mit dem PlayGear Street eigentlich anstellen, was man will, ohne wirklich Angst um seine PSP im Inneren zu haben. In Sachen Stabilität toppt der Street selbst den schon sichereren PlayGear Pocket. Einzig die Qualität der Plastik-Karabiner beziehungsweise die Laschen derselben lässt arg zu wünschen übrig. So ist dem Schreiber dieser Zeilen während einer Vorbereitung zu einer Dienstreise, bei der die PSP und ein paar UMDs mitsollten, ohne ersichtlichen Grund und ohne übertriebene beim Entfernen des Gurtsystems die Lasche eines Karabiners abgebrochen, sodass das gesamte Tragesystem damit unbrauchbar geworden ist.
Man kann nur hoffen, dass Logitech für den Playgear Street für längere Gurte und qualitativ bessere Karabiner sorgt, denn ansonsten gibt es bis auf den fehlenden Platz für ein Ersatzakku keine nennenswerten Kritikpunkte
+ Gummieinlagen federn die PSP ab
+ Drei UMDs und vier Speicherkarten finden Platz
+ extrem stabil
+ schickes Design
Contra:- Gurte zu kurz-
Karabiner-Laschen brechen leicht
WertungPlaygear StreetPlaygear Pocket
Verarbeitungsqualität:
Gut
Sehr gut
Sehr gut
Sehr gut
Sehr gut
Sehr gut
Befriedigend
Sehr Gut
ca. 20
Logitech PlayGear Street & Pocket im Test.
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