Gesamtwertung70%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Verfilmungen und Versoftungen bekannter Comics nehmen an Popularität stark zu. Nach den erfolgreichen Spider-Man und Fantastic Four-Filmfassungen und den dazugehörigen Spielen haben sich einige Entwickler gedacht: 'Warum nicht einmal alles in einen Topf werfen und mit anderen Marvel-Figuren zu einem netten Prügelspiel zusammenmixen?' Gute Idee! Wie die Umsetzung abschneidet, erfahrt Ihr in unserem Review der PSP-Fassung.
Bevor es jedoch richtig losgeht, hat man erstmal die Qual der Wahl bei der Bestimmung seines Charakters. Und wo Marvel drauf steht, da ist auch Marvel drin: so gibt's neben Spider-Man, Wolverine, Storm, Iron Man, Venom oder Dr. Doom auch eher unbekannte Nebenfiguren wie Johnny Ohm oder den muskelbepackten Brigade - am Rande: dieser ähnelt frappierend Jax aus Mortal Kombat - mit seiner Laserkanone zur Auswahl. Summa summarum macht die Riege mit insgesamt 18 Charakteren einiges her. Diese sind jedoch nicht von Anfang an anwählbar. Genauso wie die Spezialkarten des Spiels, die den Figuren Zusatzkräfte wie eine erhöhte Regeneration, mehr Durchschlagskraft oder mehr Energie für ihre Special-Moves liefern. Diese Karten gibt's nach jedem gewonnenen Kampf und qualitativ werden diese durch die Zeit beurteilt, die benötigt wurde, um den gerade erledigten Feind zu vernichten. Die Lebensdauer des Spiels wird dadurch jedoch nicht erhöht.
Grafisch weiß Marvel Nemesis: Rise of The Imperfects zu überzeugen, obwohl einen der Eindruck nicht loslässt, das da durchaus mehr drin gewesen wäre. Die Charaktere gehen für die Darstellung auf der PSP in Ordnung, auch die Animationen wirken nur selten abgehackt, da kann man echt nicht meckern. Schade hingegen, dass die Levels etwas leer und trist wirken. Das mag vielleicht dem Fakt zu gute kommen, dass jede Figur seine Spezialfähigkeiten richtig ausleben kann, aber über mehr Fülle innerhalb der Umgebungen hätte sich das beherzte Spielerauge sicherlich gefreut. Womit wir bei den Spezialeffekten wären: Die wurden, für sich genommen, recht effektreich inszeniert, aber das gewisse Etwas fehlt bei jedem Charakter.
Akustisch ist das Game leider dann nur Durchschnitt: hier hätte wesentlich mehr kommen müssen als nur ein bisschen Kampfgeschrei hier und da. Die Explosionen sind noch das Beste am Sound: stellt man es richtig an, dann kracht es auch ordentlich. Von der musikalischen Seite her sollte man bei einem Marvel-Titel sowieso nicht allzu viel erwarten, doch dieser Wurm, der da krampfhaft versucht in die Ohren zu gelangen, geht allenfalls als Fahrstuhlmusik eines Alten- und Pflegeheims durch.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Marvel Nemesis: Rise of The Imperfects im Test.
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