Gesamtwertung79%/10 |
GrafikBefriedigend SoundSehr gut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Kleinere Gegenstände verschwinden im Haushalt,eines Tages ist die Katze verschwunden und ein komisches Gepolter dringt aus dem Keller? Keine Sorge, das ist kein Fall für die Geisterjäger. Stattdessen rollt vermutlich der Prinz einen Katamari durch das gesamte Haus. Diese eigenartigen Gebilde binden alles an sich, was von ihnen überrollt wird und nehmen somit irgendwann ein riesiges Ausmaß an. Wie das funktioniert weiß aber vermutlich nur der 'King of All Cosmos', der Vater des Prinzen. Einen gigantischen Ball voller Gegenstände, Menschen und später sogar Häuser zu formen klingt verrückt? Keine Sorge, das ist es auch!
Es gibt nur einen Gott?!
Der 'King of All Cosmos' möchte ein wenig Urlaub machen und sucht sich eine nette Insel auf der Erde. Leider bleibt das Geplansche seiner Exzellenz nicht ohne Folgen und eine riesige Welle zerstört die Heimatinseln der Erdentiere. Diese fordern von der Hoheit natürlich neue und schönere Inseln ein. So ruht die Last wieder auf den Schultern des Prinzen, der für die geforderten Eilande zunächst einige große Katamari erstellen muss. Eine wirkliche Storyline beinhaltet Me and My Katamari jedoch nicht. So beschränkt sich die Erzählung der Geschehnisse vollkommen auf das Intro. Keinerlei Zwischensequenzen erfreuen das Zocker-Herz oder kurbeln die Motivation an.
Jedem Tierchen sein Pläsierchen!
Ein Optionsmenü im klassischen Sinne existiert in Me and My Katamari nicht. Stattdessen stellt eine kleine Insel die Operationsbasis des Prinzen dar und birgt alle wichtigen Funktionen. Hier kann sich der Prinz frei bewegen und Rekorde einsehen, Multiplayer-Spiele starten, Aufträge annehmen, Musikstücke anhören und viele andere Dinge mehr. Die Missionen werden gestartet, wenn der kleine Thronfolger eines der hilfsbedürftigen Tiere anspricht. Diese klagen ihm ihr Leid und stellen eine gewisse Bedingung an die neue Insel. So möchte zum Beispiel ein Gepard eine möglichst schnelle Insel und der Wal ein besonders schweres Eiland. Zu diesem Zweck schickt der 'King of All Cosmos' seinen treuen Diener mit einem Katamari in Haushalte, Zoos und andere Umgebungen. Nun gilt es, den Katamari innerhalb eines gewissen Zeitlimits durch Aufrollen diverser Gegenstände auf die vorgegebene Größe zu bringen. Zunächst kann der Katamari nur Süßigkeiten, Schrauben und Käfer aufnehmen und wächst dadurch beständig. Nach einiger Zeit sind selbst Menschen, Pferde, Motorräder und Bäume nicht mehr vor dem Prinzen und seinem Katamari sicher. In den späteren Missionen sind die Katamari sogar so wahnwitzig groß, dass man mit ihnen Inseln, ganze Städte, Wirbelstürme und Regenbogen aufrollen kann. Außerdem trifft der Prinz gelegentlich auf einen seiner Vettern oder findet Geschenke, die es mit dem Katamari zu überrollen gilt. Mit den Geschenken kann man auf der Hauptinsel dann das Outfit des Helden verändern und auf einer Nebeninsel den Prinzen durch einen seiner Verwandten ablösen.
Magnetismus? Lächerlich!
Dennoch ist das fröhliche Rollen nicht immer ganz einfach. Ständig blockieren zu große Gegenstände den Katamari und auch die Steuerung ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Statt die Kugel einfach mit dem Steuerkreuz durch Berg und Tal zu manövrieren, werden die vier Knöpfe der PSP wie ein zweites Steuerkreuz benutzt. Drückt der Spieler bei beiden Steuerkreuzen die gleichen Knöpfe, so bewegt der Prinz den Katamari in die entsprechende Richtung. Wird bei nur einem der beiden Kreuze die obere Taste betätigt, läuft der kleine Held um den Katamari herum und ändert somit seinen Blickwinkel und seine Ausrichtung. Ist diese ungewöhnliche Art der Steuerung erst einmal gemeistert, kann dem Spaß nahezu ungestört gefröhnt werden. Unglücklicherweise ist die Kameraeinstellung nicht immer optimal. Gelegentlich versperren größere Gegenstände oder Gebäude die Sicht und sich mit dem entsprechenden Tastenbefehl umzuschauen ist zeitraubend und wenig hilfreich.
Kleber? Lachhaft!
Me and My Katamari bietet im übrigen die Möglichkeit, mit bis zu vier Spielern um die Wette zu rollen. Dafür benötigt jeder der Spieler eine eigene UMD von Me and My Katamari. Wenn ein Spiel eröffnet wird, tummeln sich die Charaktere der Spieler zunächst auf der Insel des Host. Diese können sie erkunden und beliebig untereinander mit vorher gesammelten Geschenken handeln. Der Host ist befugt, das Startsignal für einen Multiplayer-Kampf zu geben. In diesem Spiel gewinnt derjenige, der innerhalb des Zeitlimits den wertvollsten Katamari erstellt. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn der Katamari verliert Gegenstände, wird er von dem eines anderen Spielers gerammt und sinkt folglich im Wert.
Wie auch seine Vorgänger für die PS2 glänzt Me and My Katamari in punkto Präsentation. Schon das knallbunte Intro mitsamt einem sehr eingängigen Titellied stimmt perfekt auf das Spiel ein. Die Gespräche des leicht verwirrten 'King of All Cosmos' mit dem Prinzen und den Tieren zwischen den Aufträgen strotzen vor Witz, bieten jedoch leider keine Sprachausgabe. Der Soundtrack ist perfekt auf das Spiel abgestimmt und umfasst ganze 34 Lieder im durchgeknallten Katamari-Stil. Die Geräuschkulisse entpuppt sich nach gewisser Zeit als ebenso abwechslungsreich. Der Grafikstil wirkt möglicherweise zunächst etwas abschreckend, besticht jedoch schnell durch seine Einfachheit und lässt selbst große Städte irgendwie knuffig wirken. Dennoch kommt es gelegentlich zu kleineren Geschwindigkeitseinbrüchen, die den Spielfluss jedoch kaum stören. Etwas nerviger sind in dieser Hinsicht die Ladezeiten, die innerhalb der Level auftreten. Dabei handelt es sich aber um ein notwendiges Übel, denn in diesen Phasen wird der Level neu geladen und einige Areale hinzugefügt, die ab diesem Zeitpunkt aufgrund der Größe des Katamari erreichbar geworden sind.