Naruto Shippuuden - Legends: Akatsuki Rising

Review
Plattform
Sony PlayStation Portable
Vertrieb
Namco Bandai Games
Entwickler
Namco Bandai Games
Erscheinungsdatum
-
Genre
Action
USK
12
Naruto Shippuuden - Legends: Akatsuki Rising

Gesamtwertung

69 %/10

Grafik

7

Sound

8

Lanzeitspaß

7

Spieleinstieg

7

Bedienung

7

Naruto Shippuuden - Legends: Akatsuki Rising

Nicht das Gelbe vom Ei, allerdings auch nicht das Weiße

Naruto Shippuuden - Legends: Akatsuki Rising beginnt genau da, wo Narutos Reifeprozess eigentlich langsam zu Ende gehen sollte. Erwachsener und stärker präsentiert sich der Bengel nach seiner Rückkehr und den Trainingsjahren mit seinem Meister Jiraiya. Doch nicht nur Fans der Animeserie, sondern auch alle, die sich den Titel ohne Vorkenntnisse gekauft haben, begreifen schnell, dass Naruto noch immer durch sein kindliches Gemüt und sein unerhörtes Auftreten geprägt ist. Glücklicherweise steht diese für die Bewohner seines Heimatdorfes ärgerliche Tatsache im krassen Gegensatz zu seinen exzellenten Kampfkünsten. Die werden nämlich wieder einmal gebraucht, nachdem das Dorfoberhaupt Gaara vom bösen Akatsuki-Clan entführt wurde und die dunklen Gestalten sogar die Erweckung eines uralten Dämons in Betracht ziehen. Die Genauigkeit der Geschichte lässt im Hinblick auf die Fernsehserie zwar zu wünschen übrig, weiß aber dennoch durch schicke Zwischensequenzen zu unterhalten. Neulinge werden jedoch ihre Not haben, all die Namen, Orte und Handlungsstränge zu verarbeiten. Hinzu kommt, dass sich die größte Schwäche des Titels im eigentlichen Gameplay finden lässt. Die Geschichte ist nämlich rund um schlauchartige Levels aufgebaut, die zumeist mit einfachen Standardgegnern aufwarten und sonst bis auf einige Kisten, die es zu finden gilt, nicht viel zu bieten haben. Außerdem muss man bemängeln, dass eben angesprochene Feinde durch simple und immer gleiche Tastenkombinationen ausgeschaltet werden können, was dazu führt, dass sich kaum ein Level anders als das vorangegangene spielt. Dieser Umstand birgt wiederum großes Langeweile-Potenzial, das leider nicht zu knapp ausgeschöpft wird. Einzig die gut designten Bossgegner verlangen den Einsatz der zahlreichen Spezialattacken und einen gewissen Charakterlevel. Ja, richtig gelesen. Auch Namco Bandai setzt auf RPG-Elemente und versucht dem Titel durch die Charakterentwicklung die nötige Abwechslung einzuverleiben. Das gelingt allerdings nur bedingt, weshalb man dem Entwicklerteam insgesamt vor allem Versäumnisse in Sachen Kreativität attestieren muss. Wenigstens präsentiert sich der Umfang aber als zureichend. Neben dem Storymodus gibt es die obligatorischen Missions- und Kampf-Modi und sogar die Möglichkeit, die Geschichte aus der Perspektive der Feinde nachzuspielen. Insgesamt stehen dem Spieler dabei mehr als zehn Akteure zur Wahl, mit denen er in den Kampf gegen das Böse oder eben das Gute ziehen kann.

Könnte besser sein

Im technischen Bereich glänzt der neue Naruto-Ableger nicht gerade mit besonders hervorzuhebender Optik. Was sich da auf dem kleinen Bildschirm abspielt sieht zwar meist ganz hübsch aus, die Grenzen der Hardware wurden allerdings kaum ausgereizt, betrachtet man sich die Charakteranimationen sowohl im Kampf, wie auch in den kurzen Verschnaufpausen und das teilweise haarsträubende Leveldesign, das zudem manchmal noch mit extremer Detailarmut daher kommt. Alles in allem spielt der Titel metaphorisch ausgedrückt trotzdem in der 2. Liga. Das hat er nicht zuletzt auch den tollen Zwischensequenzen zu verdanken.

Atmosphärische Untermalung

Sowohl die englischen Sprecher wie auch die musikalische Untermalung machen ihre Sache gut und wissen dem Spiel die nötige Naruto-Atmosphäre zu verleihen. Die Soundeffekte im Kampf gefallen jedoch nur selten und wirken meist irgendwie fehl am Platz.

Einfach, zu einfach

Der Titel steuert sich denkbar einfach. Meist reicht eine Taste, die die Standardattacke ausführt, und eine weitere, die man zum Ausweichen nutzt, um sich durch die Horden der Standardgegner zu kloppen. Die schwieriger auszuführenden Spezialattacken treten da eher in den Hintergrund, weil sie ganz einfach meist nicht nötig sind. Das ist allerdings in keiner Weise ein Vorteil, da die meiste Zeit das bereits angesprochene Button-Mashing vom Spieler verlangt wird. Kommt es dann aber zu den Bosskämpfen, sollte man den ein oder anderen Frustmoment, in dem die nicht geübten Spezialattacken zu nutzen sind, einplanen.

Ohne Vorkenntnisse schwerig

Neulinge, die sich einfach nur mal ein Prügelspiel oder eben ihren ersten Naruto-Titel zulegen wollen, werden es schwer haben, der Geschichte zu folgen. Zum einen liegt sie nur in gestraffter, wenn auch in gut präsentierter Form vor, zum anderen ist sie einfach zu weit fortgeschritten, um all die Charakterverflechtungen auf Anhieb begreifen zu können. Ansonsten sollte der Titel aber keine große Herausforderung darstellen, da er mit einem guten Tutorial sowie einem einfachen Spielprinzip gerade Einsteigern in die Hände spielen dürfte. Aber auch die dürften sich nach einigen Stunden über die fehlende Abwechslung beklagen.

Fazit

Naruto Shippuuden - Legends: Akatsuki Rising könnte viel mehr sein, als nur ein weiterer Japano-Prügel-Import, der sich nicht über die Durchschnittlichkeit seiner Art erheben kann. Gut präsentierte Zwischensequenzen, großer Umfang und eine durchaus gelungene Vertonung legen eigentlich den Grundstein für ein interessantes, abwechslungsreiches und alles in allem gutes Spiel. Leider können vor allem die grafische Seite und das altbackene Gameplay, das viel zu viel Button-Mashing verlangt, diese Vorzüge nicht untermauern, so dass der Titel letztlich einen nur leicht überdurchschnittlichen Spielwelt aufweist und schon nach wenigen Stunden an Reiz verliert, was dem Spielspaßfaktor natürlich arg schmälert. Naruto-Fans dürften aber gerade wegen des Umfangs und des an sich guten Geschichtsverlaufs zugreifen, alle anderen sollten sich anderweitig umsehen oder mit den offensichtlichen Schwächen leben.

Naruto Shippuuden - Legends: Akatsuki Rising

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