Gesamtwertung81%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Need for Speed Carbon steht seit geraumer Zeit in den Regalen und wartet wie seine beiden Vorgänger auch in diesem Jahr mit einem Ableger für Sonys PSP auf. EA fordert mit dem neuesten Spin-Off Own the City also wieder einmal das üppige Angebot an Racer-Spielen für das Highend-Handheld heraus. Ein entscheidender Vorteil liegt in der erstmals präsenten Stadt, welche sich dem Spieler offen kredenzt. Ob das reicht, die Konkurrenz endlich einmal vom Thron des Genres zu stoßen?
Lucky? Mitnichten!
Wie bei der Heimkonsolenfassung besteht das primäre Ziel darin, die Stadt, welche auf der PSP Coast City getauft wurde, Stück für Stück zu erobern. Allerdings nicht aus den gleichen Beweggründen wie auf anderen Plattformen, denn im Handheld-Carbon erlitt unser namenloser Gas-Junkie einen folgenschweren Crash, welcher ihn ins Koma fallen ließ. Gleichfalls daran beteiligt war sein Bruder Mick, der dabei ums Leben kam. Schlimmer noch, denn mit ihm ist auch der Boss der Racing-Crew Lucky 7s in den Tuning-Himmel aufgestiegen. Die anderen Crews in der Stadt haben natürlich sofort den Braten gerochen und auf Anhieb das komplette Territorium der Lucky 7s an sich gerissen. Wieder in der Lage, das Gaspedal bis zum Anschlag durchzutreten, soll der mysteriöse Tod von Mick natürlich nicht den unfähigen Gesetzeshütern überlassen werden, denn noch jemand anderes soll seine Finger im Spiel gehabt haben. Aus diesem Grunde übernimmt man die Leitung der Lucky 7s. Fortan gilt es, die Stadt zu erobern und herauszufinden, wer Mick auf dem Gewissen hat.
Fangt mich doch!
Habt ihr euch erst einmal einen von den anfangs verfügbaren 08/15-Boliden zugelegt, könnt ihr euch auch schon einmal den Gurt umlegen. Gemeinsam mit der freien Fahrt durch die City bietet sich euch eine kleine Auswahl an Renn-Events an, welche ihr mittels GPS ausfindig macht. Begriffe wie Rundkurse, Sprint- und Knockout-Rennen sind dem NfS-Fanatiker natürlich bestens vertraut. Dahingegen sorgt Crew-Takedown etwas für neuen Wind. Einige von euch dürften sich jetzt mit einem hämischen Grinsen im Gesicht ertappen, denn im besagten Modus gehts nach bester Burnout-Manier darum, eine bestimmte Anzahl an Gegnern in der vorgegeben Zeit aus dem Verkehr zu schaffen. Doch trotz dieser angemessenen Menge an Renn-Modi wird das Spiel nach einer Weile ein wenig eintönig, da sich alles zu stark ähnelt. Beim Cruisen durch die Stadt kommen euch je nach Tempo hin und wieder die Hüter des Gesetzes in die Quere. Abhängen oder von der Straße drängen, so lautet hier die Devise.Wirds euch doch einmal zu brenzlig, sind eure Crewmitglieder auch schon zur Stelle. In jedem Rennen stehen euch ein bis zwei davon tatkräftig zur Seite, indem sie euch auf Befehl entweder Windschatten spenden, Kontrahenten rabiat ausbremsen oder eben mal eine Nagelsperre legen. Auf der PSP kommt dieses Feature dem Spieler sehr zu gute, was man von den Versionen für die anderen Plattformen nicht behaupten kann. Dort wird man nur von einem Freund unterstützt, was im Grunde keinen Vorteil für den Spieler birgt.
An sich ist Own the City ganz schön arcadelastig. Die Steuerung mag einem etwas träge vorkommen, wurde aber seit Most Wanted ordentlich überarbeitet. Wie man es von einem guten Rennspiel also erwarten kann, ändert sich mit jedem neuen Vehikel das Handling. Vor allem Kurven stellen nunmehr keine sonderlichen Hürden dar da freuen sich die Bleifüßler!
Im a Rider!
Frauen stehen bekanntermaßen auf luxuriöse Schlitten. Genau deshalb lechzt man auch danach, schnell von seiner 08/15-Karre runterzukommen und sich stattdessen eins der pimpigeren Objekte anzuschaffen. Bis dahin gilt es aber noch einige Herausforderungen zu meistern. Neue Tuningobjekte und fahrbare Untersätze werden nämlich erst mit jedem neu eroberten Teil von Coast City freigeschaltet. Habt ihr in einem Gebiet genug Rennen gewonnen, tretet ihr gegen den Boss einer Crew an und heimst im Falle eines Sieges sein Areal ein. In der Regel bewerben sich die mit Schande bekleckerten Fahrer anschließend bei euch, um unter eurem Crew-Abzeichen fahren zu dürfen.
Da ruckelt aber was
Nicht nur das Auto fängt bei Höchstgeschwindigkeit an, ganz schön an Bodenständigkeit zu verlieren, auch die Bildrate tuts. Ganz so arg ist der gehemmte Spielfluss aber auch nicht und habt ihr erst einmal einen Blick auf die imposante Grafik erhascht, werdet ihr es ohne großen Schmerz in Kauf nehmen. Eine Fahrt durch Coast City müsste demnach also jede Menge Spaß machen, was nur halb der Wahrheit entspricht. Zwar ist die Weitsicht herausragend, dafür wirkt die Stadt steril. Vor allem hätte man den Zivilverkehr gleich ganz und gar weglassen können, denn Autos erblickt man nur alle paar hundert Meter mal bei Dämmerlicht sehr unrealistisch! Ihr habt richtig gehört. Das portable Carbon spielt nicht bei Nacht, was ihm bewusst ein besonderes Flair verleiht. Mehr Mühe hätte man sich obendrein noch beim kaum vorhandenen Schadensmodell geben sollen. Beharkt ihr eure Gegner bis sie schrottreif sind, fliegen diese plötzlich durch die Luft oder verschwinden einfach.
Deutlich besser schneidet die Musik ab. EA kann sichs schließlich leisten und verwöhnt den Spieler mit allerlei hochkarätigen Tracks aus den Genres HipHop, Rap und Techno. Aber auch die Motoren brummen klangvoll und stehen der Musik in nichts nach. Nicht zu vergessen sind Synchronisation und die Möglichkeit, eigene Sounds ins Spiel zu integrieren wie lobenswert!
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Need for Speed: Carbon Own the City im Test.
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