Gesamtwertung58%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Die rollende Bombe...
Visuell haut einen Need for Speed: ProStreet auf der PlayStation Portable nicht wirklich vom Hocker: Die schon in den anderen Fassungen eher abwechslungsarmen Strecken wirken auf dem Handheld noch einen Tick leerer und trostloser. Auch das Design der Fahrzeuge kann nicht wirklich begeistern selbst für PSP-Verhältnisse. Da sich maximal vier Autos pro Rennen auf der Straße befinden, hätte man deshalb abgesehen vom nach wie vor guten Schadensmodell - etwas mehr erwarten können. Leistungstechnisch geht das Ganze es gibt nur vereinzelte Slowdowns - entgegen den Erwartungen zwar in Ordnung, doch wenn sich selbst ein essentielles Geschwindigkeitsgefühl nicht so recht einstellen will, sind Hopfen und Malz verloren.
Muscle Car ohne Muscles
Auch die Ohren werden nicht gerade verwöhnt: Der vielfältige Soundtrack ist den Entwicklern zwar durchaus gelungen das war er auch schon bei den großen Brüdern -, doch gerade die Effekte der Boliden enttäuschen auf ganzer Linie. Dadurch hört sich selbst ein wuchtiges Muscle Car um Welten zu niedlich an und das schmerzt gewaltig. Immerhin darf man auch eigene Tracks im Rennen genießen.
Die Sache mit der nassen Gurke
Eine der großen Stärken anderer Fassungen ist auch hier wieder mit an Bord: Der Spieler wählt nach Wunsch optionale Lenk- und Fahrhilfen. Dass sich die Fahrzeuge auf Sony's Kleinem etwas schwammiger steuern lassen als mit einem gepflegtem Lenkrad mitsamt Pedalen war von vornherein klar doch je schneller das Geschoss, desto schwieriger wird es für den Spieler sein, das Gefährt unter Kontrolle zu halten. Hier hat man es dann letztendlich jedoch einen Tick übertrieben.
Zum Komprimieren verurteilt...
Hier liegt der sprichwörtliche Hund begraben. Der definitiv größte Rückschlag: Ein nicht unwesentlicher Teil der Tuning-Optionen fielen den Zugeständnissen, die oft notgedrungen an die gegebene Speicherkapazität und Hardware der PlayStation Portable gemacht werden, zum Opfer. Dafür bietet Need for Speed: ProStreet immerhin eine recht hohe Anzahl an unterschiedlichen Fahrzeugen, die Ihr in den bekannten Modi wie dem normalen Rennen oder dem K.O.-Rennen, bei dem nach jeder Runde der jeweils Letzte rausfliegt, über die zugegebenermaßen dürftigen Kurse hetzen dürft. Anstatt wie in den anderen Fassungen eine wenn auch nur äußerst dünne Handlung mitsamt anfeuerndem DJ und einer gröhlenden Menge auch auf dem Handheld zu realisieren, entschied man sich stattdessen für schlichte Menüs, auf der Ihr ein Rennen nach dem anderen absolviert Gesperrte Rennen und Fahrzeuge werden weiterhin wie gehabt mit Erfolgen und Geld freigeschalten beziehungsweise gekauft. Im Endeffekt ist die Kampagne prinzipiell also nur eine Checkliste, die es abzuhaken gilt. Schade: Der künstliche Intelligenz gelingt es durch zweifelsfreies Unvermögen nicht, spannende Fahrmomente zu schaffen.
Keine Erklärungen nötig!
Selbst Einsteiger finden sich nicht zuletzt wegen der wählbaren Fahr- und Lenkhilfen sowie der neu hinzugekommenen, aber nicht unbedingt sinnvollen Fahrer-Intuition recht schnell zurecht. Rennen fahren kann schließlich jeder. Die Frage ist nur wie und ob man als blutiger Anfänger mit der zunehmend anspruchsvolleren und zudem nicht perfekten Steuerung warm wird. An der eher biederen KI wird es nicht wirklich liegen, wenn man nicht als Erster über die Ziellinie rast.
Immerhin etwas...
Der Mehrspielermodus von Need for Speed: ProStreet auf der PSP sorgt dafür, dass das Rennspiel nicht wertungsmäßig nicht ganz im Durchschnitt versinkt. Mit bis zu drei anderen Spielern dürft Ihr per bekannter WiFi-Verbindung auf insgesamt 16 Strecken um die Wette düsen. Jeder Rennfahrer muss dafür jedoch eine eigene UMD besitzen.
Need for Speed: Pro Street im Test.
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