Schon zu Zeiten des Gottvaters aller Handheld-Konsolen, dem Gameboy, waren Multiplayer-Games keine Seltenheit. Der große Unterschied zur heutigen Generation von Handhelds war und ist aber, dass damals für zünftige Zweispielerschlachten ein Kabel die mobilen Konsolen verbunden hatte. Das hatte zur Folge, dass sich die Gamer maximal zwei Meter voneinander entfernen konnten, was auf Dauer ein wenig unbequem werden konnte.
Mit dem Nintendo DS und der jetzt in Deutschland erhältlichen PlayStation Portable (PSP) hat sich dieses Problem jedoch in Wohlgefallen aufgelöst, denn dank WiFi-Unterstütung können sich multiplayerinterssierte Gamer bis zu einige Dutzend Meter voneinander entfernt aufhalten und dennoch miteinander daddeln.
Darüberhinaus bietet die in Deutschland verkaufte PSP mit dem Firmware 2.0, das allerdings erst von der beigelegten UMD-Demo-Disc installiert werden muss, einen Webbrowser an, mit dem auch Surfen im Internet möglich ist. Allerdings unterstützt der PSP-Browser keine Flash-Inhalte und tut sich auch mit anderen Internet-Anwendungen schwer: Etliche Seiten wie beispielsweise GMX.de lassen sich nur fehlerhaft oder überhaupt nicht darstellen.
Darüberhinaus bietet die konsolentypische Steuerung und die fürs entspannte Surfen schlicht zu kleine Anzeige kaum bis keinen Anreiz, stundenlang mit seiner PSP das Web unsicher zu machen. Auftrumpfen kann die PSP hingegen bei speziell angepassten Seiten wie das PDAPortal von Heise.de oder die PDA-Newsticker von Spiegel.de , die eigentlich für eher businesstypische Mobilhardware wie PocketPC oder PDAs entwickelt wurden und auf weitreichende Designs und zuweilen auch auf Bilder und Animationen vollends verzichten...
SMS-Junkies werden sich beim Surfen im Netz hingegen fast wie zuhause fühlen. Mangels Tastatur bleibt dem interessierten Surfer nämlich nichts anderes übrig, als Texte, dass heißt Webadressen oder gleich komplette Mails, handylike einzutippeln. Dafür wird eine Art Handytastatur eingeblendet, auf der die jeweilen Tasten mehrfach mit Buchstaben und Asterixen wie .de und .com belegt sind.
Über Netzwerk-Einstellungen stellt sich erst einmal die Frage, ob die PSP via Ad-hoc-Modus oder Infrastruktur-Modus mit dem Wlan-Sender Kontakt aufnehmen soll. Während man unter dem Ad-hoc-Modus die Verbindung von mindestens zwei wireless-tauglichen Geräten - beispielsweise PC zu PC - untereinander versteht, verbirgt sich unter Infrastukur-Modus nichts anderes als die Verbindung mehrerer Geräte mit einem zentralen Gerät, worunter beispielsweise ein Wlan-Router fällt.
Im anschließenden WLAN-Einstellungen-Menü sollte man die Scan-Funktion nutzen, denn sie sucht die Umgebung nach Wlan-Netzen ab und zeigt diese an. Sollte die SSID Service Set Identifier = Name der Wireless-Verbindung des Routers nicht angezeigt werden beziehungsweise mehrere gleichlautende SSIDs angezeigt werden, sollte geprüft werden, ob der Router die SSID-Mitteilung unterdrückt. Bei mehreren gleichlautenden SSID einfach den Verdindungsnamen im Router ändern und die Suche der PSP wiederholen. Wird die SSID des Routers angezeigt, diese mit der Kreis-Taste bestätigen.
Im nachfolgenden Menü wird die SSID nochmals zu Sicherheitszwecken gezeigt, also einfach mit der Rechts-Taste weiterschalten. Sollte keine Verschlüsselung vorhanden sein, einfach im Wlan-Sicherheitseinstellungen-Menü Keine wählen und mit der Rechtstaste weiterschalten. Bei Nutzung einer Verschlüsselung prüfen, welche Verschlüsselung WEP oder WPA-PSK (TKIP) der Router benutzt und die jeweiligen Schlüsselwörter eintragen.
Damit wären wir schon im Adresseinstellungen-Menü. Die beiden Auswahlmöglichkeiten hier sind Einfach und Benutzerdefiniert. Sollte der Router IP-Adressen also eindeutige Netzwerk-Adressen innerhalb des heimischen Netzwerkes via DHCP (quasi eine automatische IP-Vergabe) verteilen, den Punkt Einfach auswählen.
Werden IP-Adressen jedoch fest vergeben, ist Benutzerdefiniert unsere Anlaufstelle. Hier finden wir weitere zwei Menüpunkte: Automatisch und Manuell.
Am einfachsten wäre die Wahl von Automatisch! Im darauffolgenden Menü DNS-Einstellung ebenfalls Automatisch wählen, den Proxy-Server nicht benutzen und bei der Frage, ob der Browser gestartet werden soll, besser verneinen, ansonsten wird sofort eine Verbindung etabliert und die Gefahr, dass man das Speichern der Einstellungen vergisst, ist groß. Es wird dann noch einmal eine Übersicht angezeigt. Die PSP ist bereit fürs Internet.
Wer seine Einstellungen lieber manuell eingibt, beziehungsweise die automatische Suche keinen Erfolg bringt, hat jetzt richtig was zu tun. Zunächst einmal muss nämlich die IP-Adresse für die PSP eingegeben werden. Standard ist eigentlich eine Netzwerk-Rahmen-Adresse von 192.168.0.x, wobei x eine Zahl darstellt, die irgendwo zwischen 0 und 254 rangiert und die einzelnen Geräte innerhalb des Netzwerkes adressiert.
Wer unsicher ist, in welchem Rahmen die IPs im heimischen Netzwerk verteilt sind, schaut endweder im Router nach, oder macht folgendes: In Windows über den START-Button Ausführen anwählen und im daraufhin aufploppenden Fenster cmd eintippen. Dies startet das Dos-Fenster. Hier dann ipconfig eingeben. Daraufhin werden die IP-Adresse des Rechners und die IP-Adresse des Routers als Standard-Gateway angezeigt. Wichtig ist, dass keine IP-Adresse doppelt vergeben wird. Wer also ganz sicher sein will, vergibt seiner PSP eine hohe IP-Adresse, beispielsweise 192.168.0.99.
Als Subnetzmaske ist in 99.99% aller Fälle 255.255.255.0 zu wählen. Da die PSP diesen Wert vorgibt, muss nichts verändert werden. Für den Standard-Router tippelt man am den Wert ein, der unter ipconfig als Standard-Gateway angezeigt wurde. Der Primäre DNS kann in der Regel freigelassen werden und bei der Frage, ob der Browser gestartet werden soll, besser verneinen, ansonsten wird sofort eine Verbindung etabliert und die Gefahr, dass man das Speichern der Einstellungen vergisst, ist groß. Es wird dann noch einmal eine Übersicht angezeigt. Damit wäre dann die PSP bereit fürs Internet.
Ist die Vorbereitung abgeschlossen, kann im Hauptmenü der PSP in das Netzwerk-Menü gewechselt werden, wo das Internet-Browser-Icon zu finden ist. Ist der Browser gestartet, kann mit den Richtungstasten die Adressleiste aktiviert werden. Mit der Kreistaste erreicht man eine Tastatur-Übersicht, in der man ähnlich wie bei einem Handy - eine Netzadresse eingegeben kann.
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