Gesamtwertung79%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Als Entwickler High Impact Games im letzten Jahr mit Ratchet & Clank: Size Matters einen ersten Ableger der beliebten Serie für Sonys PlayStation Portable ankündigte, war die Skepsis unter den Fans groß. Im Vorfeld als müder Abklatsch gehandelt, erwies sich der Titel jedoch als Überraschungshit und kurbelte die Absatzzahlen der Handheldkonsole noch einmal gehörig an. Groß also die Fußstapfen, in die nun der direkte PSP-Nachfolger, bzw. die siebte Auskopplung der Serie, treten muss. Ob Secret Agent Clank dies gelingt, erfahrt ihr dabei in unserem Review.
Ein gefallener Held?
Auch Helden sind nicht mehr das, was sie mal waren zumindest wenn es nach der Meinung der Medien geht; immerhin wird der einstig gefeierte Ratchet genau in dem Moment von den Behörden gefasst, in welchem er einen wertvollen Juwel aus einem gut gesicherten Museum entwendet. Die Beweise sind eindeutig und schnell sind die Kameras auf den Lombax gerichtet, das Verbrechen selbst ist das Hauptthema in den Abendnachrichten. Lediglich der clevere Roboter Clank glaubt an die Unschuld des Compagnons und begibt sich an den Tatort, eben das Museum, welches durch eine Vielzahl an Wachen, Roboterhunden, Fallen und Lasersperren gesichert ist, auf Spurensuche, um seinen Freund zu entlasten.
Dabei gilt es nicht nur die Augen nach Beweisen offen zu halten, sondern auch so lange wie möglich unentdeckt zu bleiben.
Mein Name ist Clank, Agent Clank!
Klar also, dass der Titel durch seine Stealth-Elemente glänzt, welche immer wieder in den Vordergrund rücken. So bietet man dem Spieler die Möglichkeit, auf Konfrontationskurs mit den Gegner zu gehen und sie im Nahkampf auszuschalten oder geschickt an ihnen vorbei zu schleichen. Beide Methoden haben dabei Vor- und Nachteile.
So erhaltet ihr durch die Vernichtung von Robotergegnern zusätzliche Schrottteile, die dann wieder in Bonusgegenstände und andere freischaltbare Gimmicks eingetauscht werden können; die Gefahr ist jedoch groß, dass ihr aufgrund des ab und an hohen Schwierigkeitsgrades schnell mit einer zunehmenden Schar an Wachen konfrontiert und beim Tod an einen weit zurückliegenden Checkpoint befördert werdet.
Die Stealth-Variante, welche das Umschleichen bestimmter Gegner, das Deaktivieren von Sicherheitsmechanismen und Quicktime-Events, in welchen es in einer bestimmten Zeit eine bestimmte Tastenkombination zu betätigen gilt, um den Gegner lautlos auszuschalten, beinhaltet, stellt dabei die defensivere Methode dar. Bei gelungenen Aktionen erhaltet ihr einen Stealth-Bonus, welcher euch Zugang zu weiteren Verbesserungen, Waffen, Skills und diversen Goodies gewährt. Zudem ist an manchen Stellen Teamarbeit gefragt, da Clank nicht selten eine Gruppe von Helferrobotern befehligen muss, die mit einfachen Kommandos hin und her geschickt werden können, um Schalter zu betätigen und Gegner abzulenken.
Griff in die Trickkiste
Insgesamt ist der Titel in Sachen Gameplay ziemlich ausgewogen und bietet durch die Wahl oder Vermischung der beiden Varianten viel Abwechslung und motiviert zudem auch einmal taktischer vorzugehen. Dies verhindert einen Durchmarsch der Charaktere. Spielbar sind zudem nicht nur der Roboter Clank, sondern auch Captain Qwark, der selbstverständlich mit anderen Waffen und Skills aufwartet.
Dieser befindet sich dabei auf einer Reise durch die gesamte Galaxis, um seine galaktischen Abenteuer zu schildern. Natürlich liegt es am Spieler, die gestellten Gefahren zu bekämpfen. Auch an der Geschichte von Ratchet, der währenddessen im Gefängnis vor sich hin schmort, darf der Spieler in einem dritten Handlungsstrang teilhaben. Jedoch muss nicht etwa ein geplanter Ausbruch in die Tat umgesetzt werden, sondern lediglich in kleineren Duellen mit anderen Insassen die Wut bestanden werden.
Etwas ärgerlich ist dann doch die kurze Spielzeit, welche durch das Sammeln von freischaltbaren Boni künstlich in die Länge gezogen wird. Auch die oftmals ungünstige Wahl von Checkpoints, die das Spiel zusätzlich erschweren, trägt ihren Teil dazu bei. Ebenfalls ärgerlich ist der Wegfall von denjenigen Multiplayerelementen, die den Vorgänger einst ausmachten.
Technik immer (noch) gut
Wer in technischer Hinsicht den direkten Vergleich zwischen Secret Agent Clank und Ratchet und Clank: Size Matters, welches bereits im letzten Jahr auf den Markt kam, sucht, wird es schwer haben, Unterschiede zu erkennen. Ganz klar bleiben die Entwickler auch im direkten PSP-Nachfolger ihrem Grafikstil treu und so ähneln Schauplatz- und Gegnergestaltung deutlich Size Matters. Auch Animationen laufen ebenso flüssig ab und der Detailreichtum der Charaktere ist ebenso vorhanden wie im Vorgänger; Verbesserungen bleiben jedoch komplett aus. Soundtechnisch zeigt sich der Titel ebenfalls auf einem hohen Niveau. Eine herrliche Synchronisation mit viel Wortwitz, eine gute und passende Hintergrunduntermalung und ordentliche Effekte, dürften jeden Fan voll und ganz zufrieden stellen. Auch die Steuerung wirkt sehr eingängig und sollte für Serienliebhaber sowie für Anfänger nach kurzer Eingewöhnungszeit kein Problem mehr darstellen.
Secret Agent Clank im Test.
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