Gesamtwertung69%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Ganz im Gegensatz zur wesentlich schlechteren und von vielen Kollegen verrissenen PC-Version, räumten im vergangenen Jahr die Konsolenfassungen der Versoftung von Spider-man 2 ordentlich ab. Sowohl die Beurteilungen durch die Fachpresse als auch die Verkaufszahlen stimmten. Da sich jeder neue PSP-Besitzer, der seine Konsole registriert, auf eine kostenlose Spider-Man 2 Film-UMD freuen kann, ist es auch nicht verwunderlich, dass uns nun zum Deutschlandstart der PlayStation Portable ein neues Spinnenmannspiel erwartet.Wer jetzt vermutet, bei der PSP-Fassung handele es sich um eine simple Portierung der PlayStation 2-Version, liegt arg daneben. Bei dem portablen Spider-Man-Vergnügen handelt es sich um ein komplett neues Spiel, das zwar einerseits einige Moves und Kampfkombos aus den Vorgängern übernimmt, andererseits aber auch mit vielen neuen Gimmicks aufwartet.
20 Level klingt viel, kann viel sein, ist aber im Falle von Spider-Man 2 überhaupt nicht viel. Nicht einmal vier Stunden (und dies ist schon sehr großzügig gemessen) benötigt man als Otto-Normal-Superheld, um auch den letzten Bösewicht des Spieles in seine Schranken zu weisen. Dabei mangelt es dem Spiel nicht an Abwechslung. Neben Innenraum-Levels, bei denen Schalter oder versteckte Zugänge zu wichtigen Räumlichkeiten gesucht werden müssen, bietet Spider-Man 2 auch Hangel-und-Kletteraction inmitten der Gebäude der New Yorker Skyline. Dabei hat man es nicht nur mit Doc Ock zu tun, auch zahlreiche Kleinkriminelle wollen klebrig umwickelt oder gleich bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt werden. Aus den Comics gesellen sich zudem noch andere Marvel-Superschurken wie der Geier, Myterio, Schocker oder Rhino hinzu.
Spider-Man 2 (10 Bilder)
Vier Stunden Spielzeit - davon eine Stunde aufgewendet für das Nachstellen der grausigen Kamera? Natürlich ist es nicht einfach, einem 3D-Titel, der aus der Third Person Perspektive gespielt wird, eine vernünftige Kamera zu kredenzen. Jedoch darf es trotzdem nicht zur spielerischen Tagesordnung gehören, ständig die Kamera nachjustieren zu müssen. Störend fällt außerdem auf, dass man beim Klettern von der Horizontalen in die Vertikale oft die Steuerungsrichtung wechseln muss, bewegt man sich doch sonst urplötzlich in eine andere, falsche Richtung.
Optisch hängt die PSP-Fassung die Nintendo DS-Version, die zu allem Übel bloß ein 2D-JumpnRun geworden ist, mit meilenweitem Vorsprung ab. Im Vergleich mit den Heimkonsolen bleibt der Titel natürlich etwas zurück, kann aber durch das in jeder Situation absolut flüssig laufende Spiel punkten. Auch die sonst üblicherweise langen Ladezeiten fallen moderat aus. Bei den wenigen, von mir bisher angespielten PSP-Titeln ist dies längst keine Selbstverständlichkeit.