Gesamtwertung75%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
All diejenigen, denen die Worte Ollie, Grind und Wall Drop spanisch vorkommen, lesen jetzt am Besten nicht weiter, denn diese Leute scheinen keine Ahnung vom Skateboarden oder Tony Hawk-Spielen an sich zu haben. Für alle anderen heißt es nun auch auf PlayStation Portable: Punkte sammeln bis die Schwarte kracht! Ob Project 8 auch auf Sony's Handheld ein Muss für jeden Skate-Fan geworden ist, erfahrt Ihr in unserem Review.
Betritt man das Hauptmenü, hat man auf den ersten Blick das Gefühl, das sich rein gar nichts geändert hat. Karriere-Modus, Mehrspielermodus, alles wie gehabt also. Nicht ganz, denn das Spiel wurde für den Handheld angepasst. Mit anpassen meinen wir abspecken: So müssen sich mobile Skater mit weniger Stilen und Klamotten begnügen, als es bei den Konsolen der Fall war.
Warum wissen wir auch nicht, an den technischen Möglichkeiten der PSP kann das eigentlich nicht liegen. Na egal, wir wollen Project 8 ja nicht herunterreden: Das Herzstück des Spiels ist wie bereits bekannt der Karrieremodus, in dem wir uns in einer Liste der besten Skater der Welt hocharbeiten um letztlich in Tony Hawk's titelgebendes Projekt aufgenommen zu werden, das in der einleitenden Introsequenz erwähnt wird. Als Erstes verschlägt es uns in eine Art Vorstadt mit Gärten, Schaukeln und natürlich jeder Menge Rampen, Möglichkeiten um Punkte zu sammeln und natürlich Missionen. Wir wählen natürlich gleich Letzteres, um möglichst fix an neue Locations, Boni und bessere Ränge heranzukommen. Wer die Aufgaben aus den letzten Teilen kennt, wird sicherlich auch den skurrilen Stil mancher Aufträge lieben. Und ja, hier haben wir ihn wieder, für den ein oder anderen Schmunzler ist also gesorgt.
Die Belohnung der meisten Missionen erfolgt in drei unterschiedlichen Stufen: Amateur, Profi und Krank. Klar, dass es bei Krank die meisten Punkte hagelt. Bis man bei den einzelnen Herausforderungen aber den Dreh raus hat, dauert es einige Zeit. Viele gehen mehrere Male schief, ehe man auch nur an ein Ranking denken darf. Somit ist Project 8 eigentlich nur Kennnern der Serie und/oder auch ehrgeizigen Einsteigern zu empfehlen. Manche Aufträge sind nämlich richtig harte Nüsse, zusätzlich erschwert das etwas schlechtere Handling auf der PlayStation Portable den ohnehin schon deftigen Skater-Alltag.
Reichlich Boni trotz einiger Einschränkungen - sei Dank, motiviert das Ganze auch nach dem x-ten Fehlversuch und der schier erdrückenden Anzahl an Challenges. Dennoch weniger ist manchmal mehr und Quantität ist nicht gleich Qualität. Zwei sehr schlaue Sätze, die ungemein gut zu Tony Hawk's Project 8 passen. So böse darf man dem Spiel dann aber doch nicht sein, denn auch auf der PSP macht es einen Heidenspaß die Locations nach allen möglichen Secrets abzuklappern und idyllische Gegenden unsicher zu machen.
Freizuspielende Inhalte gibt es übrigens nur im Karriere-Modus, spätere Mehrspieler-Duelle profitieren aber in der Hinsicht davon, das es anfangs nur das Vorstadt-Level als Map gibt und durch Einzelspieler-Erfolge mehr und mehr Extras freigeschalten werden.
Apropos Multiplayer: In sage und schreibe 14 Modi (!) dürft Ihr mit bis zu drei Mitstreitern per Wi-Fi-Verbindung über die Strecken brettern, vorausgesetzt jeder Teilnehmer besitzt eine eigene UMD. In punkto Optik mussten natürlich Abstriche gemacht werden, auch wenn schon die 360-Skater sich nicht gerade mit dem Prädikat Next-Generation schmücken durften. Auf der PSP herrscht bei Project 8 etwas Tristesse vor. Lediglich hübsche Umgebungen und detailarme Charaktere, das darf einfach nicht sein. Die Animationen hingegen sind wirklich gelungen und Ruckler eine Seltenheit. Der Soundtrack des Spiels ist wieder einmal wunderbar und passt zum chaotisch-hektischem Gameplay wie die Rollen ans Skateboard. Auch die Stimmen der Figuren können überzeugen und reichen von seriös über verrückt bis beabsichtigt überdreht, klasse!
Wer jedoch die nötige Geduld mitbringt, erlebt auch auf der PlayStation Portable eins der besten Skateboard-Spiele der letzten Zeit, das neben einem üppigen Umfang ein motivierendes Gameplay, eine exzellente akustische Seite und einen gelungenen Mehrspielermodus bietet. Letztendlich bleibt nach den PS2-, PS3-, PC-, Xbox 360- und nun auch PSP-Versionen nun noch die Frage zu klären, welche Fassung die Beste ist. Besitzer mehrerer Systeme sollten zur Xbox 360-Version greifen, die den größten Umfang und die beste Grafik gepaart mit einer guten Steuerung bietet.