Gesamtwertung90%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Tennis ist laut Regelstatut ein Spiel, in dem zwei Spieler auf einem durch ein niedriges Netz zweigeteiltes, rechteckiges Feld rumrennen und mit Schlägern kleine Filzbälle hin- und herdreschen. So und nicht anders sieht es bei Virtua Tennis World Tour aus.
Um nicht namenlose oder fiktive Tennisspieler über einen der bis zu 28 verschiedenen Courts zu jagen, verpflichtete Sega je acht männliche und weibliche Weltranglisten-Spieler, darunter der Ranglisten-Erste Roger Federer oder Venus Williams für ihre Präsenz in Virtua Tennis World Tour. Jeder dieser Spieler verfügt dabei über spezielle Spielweisen wie starke Rückhand oder Schneller Läufer und der Umstand, ob der eigene Spieler rechts- oder linkshändig ist, kann entscheiden, ob aus einem normalem Spiel ein nervenzerfetzendes Balldrama wird. Ein Rechtshänder mit starker Vorhand kann gegenüber einem Linkshänder mit schwacher Rückhand gewisse Vorteile ziehen, wenn der die Schwäche des Gegners auszunutzen weiß.
Mit je einem Button für Slices, normale Schläge und Lobs sind ist das Ballhandling erfrischend einfach gehalten. Kraftvolles Grundlinienspiel, Schmetterbälle nah am Netz oder präzise gesetzte Lobs an die Auslinie sind problemlos möglich.
Für den gehobenen Tennisgenuss stehen sechs unterschiedliche Spielmodi zur Verfügung.
Das Schnelle Match, das Turnier, das Freundschaftsmatch , die Welt Tournee, einen Multiplayer-Modus und die so genannten Ballspiele:
Schnelles Match: Schnelles Solo-Spiel zwischen zwei zufällig ausgesuchten Tennisspielern.
Freundschaftsspiel: Eigentlich wie Schnelles Match, nur mit dem Unterschied, dass man sich den eigenen Spieler aussuchen kann.
##li|Welt Tournee: Solospielermodus, für den man erstmal einen Spieler generieren darf. Ist der Spieler gross, dick, links- oder rechtshänder, Schweißband-Träger oder welche Farbe soll das Trikot haben? Nach dem Anlegen eines männlichen und weiblichen Spielers hat man nun die Wahl, gleich an einem Turnier teilzunehmen oder erst einmal ein wenig trainieren zu gehen. Spassig: Die acht komplett unterschiedlichen Trainings-Missionen sind Minispielchen, die dem Spieler ein gehöriges Mass an Geschick abverlangen, um den Alter Ego spielerisch zu stärken. So ist beispielsweise das Volley-Training eine Art Dart-Spiel. Eine aus konzentrischen Kreisen bestehende Zielfläche muss mit einem Tennisball getroffen werden, wobei die inneren Kreise mehr Punkte abwerfen als die äusseren. Hat man innerhalb von 30 Sekunden 4000 Punke zusammengespielt, ist das Training erfolgreich und das Können merklich gestiegen.
So spielt man sich durch die etlichen Trainings-Spiele und nimmt an zahlreichen Turnieren teil, bis das grosse Ziel erreicht ist: Nummer Eins in der Weltrangliste
Turnier: Im Gegensatz zur Welt Tournee eher simpel. Man sucht sich einen der 16 vorgegebenen Tennisspieler aus und versucht, alle Einzel- und die drei Doppel-Matches zu gewinnen
Ballspiele: Exklusiv für die PSP bietet Virtua Tennis World Tour vier Bonus-Ball-Spiele, die ähnlich den Trainingsmissionen Funtennis par excellence darstellen. So muss man bei Blocker verhindern, dass zwei Ballmaschinen eine Wand zerstören. Ziel ist es also, ganz tennisgerecht die Bälle aus dem Gefahrenbereich zu schiessen. Bei Blockbuster wird der Spieß umgedreht. Hier muss jetzt eine Wand zerschossen werden, die, ähnlich wie bei Tetris, mit verschiedenfarbenen Blöcken von oben her auf aufgebaut wird. Sollten gleichfarbige Steine zu einem grossen Block verschmelzen und dieser wird getroffen, werden Extrapunkte verteilt.
Löblich auch der Multiplayer-Part von Virtua Tennis World Tour. Insgesamt vier Filzballdrescher können in spannenden Doppel-Matches den Court unsicher machen und seinen Freunden zeigen, wo der Schläger hängt. Während des redaktionsinternen Testmatches wurde die Arbeit kurzerhand eingestellt, so spannend waren die Ballwechsel für die Spieler als auch für die Beobachter. Leider konnte kein Gewinner ausgezeichnet werden, weil im entscheidenen Moment Kollege Rohrbeck laut eigener Aussage 'aus Versehen' die Konsole ausschaltete um sich so der sich klar abzeichenden Niederlage gegen den Schreiber dieser Zeilen zu entziehen
Zur Grafik lässt sich, bezüglich der Fähigkeiten der PSP, noch herzlich wenig sagen, denn Vergleichstitel gibt es auf der PSP noch nicht wirklich. Wirft man aber einen Blick auf die PS2-Version wird klar, dass Virtua Tennis World Tour auf der PSP dem Bruder von der grossen Konsole nicht benachteilig ist, ganz im Gegenteil. Butterweiche Animation, satte Farben und hoher Kontrastreichtum machen Virtua Tennis World Tour zu einem fast rundum gelungenen Titel. Einzig das kurze Stocken beim Nachladen von Ingame-Videosequenzen oder einigen Kommentaren des Ansagers wirkt sich etwas störend auf das Spielgeschehen aus.
Virtua Tennis World Tour im Test.
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