Gesamtwertung80%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Das Warhammer-Universum ist bekanntlich groß und einfach nicht totzukriegen. Aus diesem Grund hat man mal wieder die Lizenz für die Entwicklung eines neuen Videospiels verwendet, das kürzlich für PlayStation Portable und Nintendo DS erschienen ist. Der neuste Ableger trägt den Titel Warhammer 40.000: Squad Command und spielt, wie schon die Zahl 40.000 verrät, in der Zukunft. Wer noch nie etwas von Warhammer gehört hat, der sollte mal schnell die Lauscher aufsperren: Warhammer ist ein fiktives Spieleuniversum des englischen Spieleherstellers Games Workshop, das bereits seit 1982 existiert.
Neben den zwei Hauptspielen und vielen Nebenspielen, die sich hauptsächlich in Brett-, Karten- oder Pen&Paper-Rollenspiele aufteilen, gibt es zur passenden Thematik auch noch zahlreiche Romane, Ergänzungsbücher, sowie die eingangs erwähnten Videospiele.
Warhammer 40.000 gliedert sich dabei nicht etwa im Mittelalter, sondern in einem düsteren Science-Fiction-Szenario ein, in dem der Krieg zum Alltag geworden ist und in dem sich die Menschheit mit diversen außerirdischen Rassen einen heftigen Kampf um die Vorherrschaft diverser Planeten in der Galaxie liefert.
Warhammer macht Mobil!
Warhammer 40.000: Squad Command, das erstmals auf Sonys PSP-Handheld erscheint, spielt ebenfalls in einer düsteren Zukunft, in der ihr die Elite-Space-Marines aus dem Orden der Ultramarines anführt. Mit eurer Einheit müsst ihr den Chaos-Space-Marines Einhalt gebieten, da diese vom Glauben an den menschlichen Imperator abgefallen sind und immer rücksichtloser und mächtiger werden.
Es gilt nun, in insgesamt 15 Missionen die allesamt durch schicke Zwischensequenzen verbunden sind die aufrührerischen Ketzer zu vernichten! Zugegeben, das klingt jetzt nicht gerade sehr aufregend, spielt sich dafür aber nicht schlecht. Im neusten Spiel der Warhammer-Reihe, das selbstverständlich wieder rundenbasierend abläuft, wird Anfängern und Nichtkennern der Neueinstig sehr leicht gemacht. Das liegt hauptsächlich daran, da man das komplette Spielsystem vereinfacht hat.
Euer Einsatzteam steht vor jeder Mission bereits fest und ist stets mit zwei verschiedenen Waffen ausgerüstet, von denen eine unendliche Munition hat. Bedauerlicherweise sind diverse nützliche Dinge wie Spezialfähigkeiten oder Granaten der Entwicklerschere zum Opfer gefallen.
Jede eurer Einheiten besitzt eine vorgegebene Anzahl von Aktionspunkten, die ihr wahlweise für Angriffe oder Bewegungen aufbrauchen könnt. Die Aktionspunkte können dabei sogar unterschiedlich aufgeteilt und beispielsweise in das Schießen investiert werden, was euch bei der Aktion dann eine höhere Treffgenauigkeit garantiert. In den meisten Fällen läuft das Spielprinzip allerdings so ab: Aus der Deckung kommen, einige Schüsse abfeuern und anschließend wieder in Deckung gehen. Gut, das mag jetzt recht langweilig klingen, offenbart aber nach einigen Spielstunden tatsächlich zahlreiche taktische Möglichkeiten, da hier so ziemlich jedes Objekt in Schutt und Asche gelegt werden kann. Hat sich der Feind zum Beispiel hinter einer Mauer verkrochen, zerstört diese einfach und richtet so durch den Beschuss und mit herabfallenden Trümmern zusätzlichen Schaden beim Gegner an.
Fettes Mehrspielerpaket mit an Bord
Seid ihr mit dem Einzelspielermodus fertig, was leider nur knapp zehn Stunden dauert, hat der Titel aber noch einiges mehr zu bieten. Warhammer 40.000: Squad Command beinhaltet nämlich auch noch einen guten Mehrspielermodus, der mit insgesamt neun unterschiedlichen Karten aufwartet. Hier habt ihr dann entweder die Möglichkeit, euch alleine mit anderen Mitspielern zu duellieren oder euch mit anderen Gruppen zusammenzuschließen und im Team mit bis zu acht Spielern gleichzeitig die Sau raus zu lassen. Dabei ist es euch überlassen, ob ihr lieber mit den Chaos-Space-Marines in den Kampf zieht oder doch eher mit den Armeen des Imperiums vorlieb nehmt.
Audiovisuell kann sich das Spiel auf der PlayStation Portable durchaus sehen lassen. Der Titel wartet mit ordentlichen Animationen, detaillierten Charakteren, passenden Effekten und hübschen Gebäuden auf. Negativ aufgefallen ist uns hier eigentlich nur, das die Landschaften zu eintönig gestaltet und auch die platzierten Gebäude zu symmetrisch ausgefallen sind.
Etwas mehr Abwechslung wäre hier wünschenswert gewesen. Ärgerlich ist auch, dass die Kamera keine Zoom- oder Drehfunktion unterstützt, weshalb es zu Spielbeginn und auch situationsbedingt zu kleineren Übersichtsproblemen kommen könnte. Ansonsten gibt sich der Titel aber keine Blöße und punktet zudem durch eine komplett deutsche Synchronisation, die sich hören lassen kann.
Kurz gesagt: Warhammer 40.000: Squad Command besitzt alles was ein rundenbasierendes Strategiespiel bieten sollte und kann daher von Genrefans bedenkenlos in die PSP-Spielsammlung aufgenommen werden.