Gesamtwertung84%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Die niedlichen und zugleich tödlichen Würmer der Worms-Serie, welche bereits über zehn Jahre Videospielgeschichte geschrieben haben, brauchen wir wohl niemandem mehr vorzustellen. Angefangen hat alles auf dem PC, später wurden auch die Konsolen bewurmt und seit einigen Tagen zählen sich auch die derzeitigen Handhelds PlayStation Portable und Nintendo DS dazu. Ob sich Team 17s Handhelddebüt der Worms-Serie mit dem Titel Open Warfare auf Sonys PSP zu behaupten weiß, erfahrt ihr im Folgenden.
Altbewährte Spielmechanik
Das Wort altbewährt trifft wohl am besten auf das Gameplay der Worms-Serie zu. So simpel es ist, soviel Freude bereitet es dem Spieler auch. Dabei treten bis zu vier Teams mit je vier Würmern auf einem komplett zerstörbaren Spielfeld gegeneinander an und müssen bei jedem Spielzug versuchen, so viele Kontrahenten wie nur möglich auszuschalten. Zu diesem Zwecke steht den mordlustigen Kriechern ein umfangreiches Arsenal an Waffen zur Verfügung. Ist man erst einmal am Zug, merkt man sofort, dass die PSP wie geschaffen für die Worms-Serie ist. So können auch Quereinsteiger binnen weniger Minuten an einem Match teilnehmen, denn Interface und Steuerung sind selbsterklärend und auf Anhieb beherrschbar.
Bevor es jedoch überhaupt losgeht, sollte man sich sein eigenes Team erstellen. Würmer können nach Belieben benannt werden und auch das Verhalten der Gegner, welches sich später im Spiel bemerkbar macht, darf der Spieler einstellen. Außerdem stehen in Open Warfare sechs neue Umgebungen zur Verfügung, die allesamt zufallsgeneriert werden.
Altbewährt schön und gut, doch bringt eben das auch die Kinderkrankheiten von damals mit sich. Wer jetzt denkt, dass wieder einmal die Ladezeiten gemeint sind, der irrt. Ausnahmsweise sind diese angenehm kurz. Dennoch kommt es zu Wartezeiten, denn die KI überlegt öfters etwas länger, bevor sie die Initiative ergreift.
Story? Blöde Frage
Eine Story wird man bei Worms: Open Warfare vergeblich suchen. Stattdessen gibt es den Modus Herausforderung, der dem Spieler in wenigen Tutorials zuallererst die Grundlagen des Spiels beibringt und anschließend gegen die KI antreten lässt, wobei es von Level zu Level immer anspruchsvoller wird. Daneben gibt es noch die Modi Schnelles Spiel sowie Spiel erstellen. Bei letzterem kann man sowohl die Regeln als auch die Teams anpassen und nicht nur gegen den Computer, sondern auch gegen Freunde antreten.
Dazu braucht es nicht etwa mehrere UMDs oder PSPs, da auch der neueste Ableger der Worms-Serie selbstverständlich rundenbasiert ist und man sich somit einfach abwechseln kann. Neben vielen Fingerabdrücken verspricht der Hotseat-Modus natürlich einen enormen Spaßfaktor! Alternativ kann man via Wireless-LAN zusammen mit seinen Mitmenschen, die natürlich ebenfalls über Gerät und Vollversion verfügen müssen, pure Schadenfreude erleben. Hat man mal niemanden zur Hand erweist sich die KI als angemessen, jedoch vermag der Einzelspieler nicht lange zu unterhalten, wohingegen der Mehrspieler immer wieder ein Unterhaltungsgarant ist. Perfekt ist dieser aber nicht, denn über WLAN kommt es schon einmal zu kurzen Lags und einen Internetmodus gibt es gar nicht erst.
Niedliche Optik
Mit seinen nur mäßig unterhaltsamen Ablegern der Worms-Serie in 3D hat Team 17 reichlich Vorwürfe von Fans geerntet. Warum nicht also wieder zum Alten zurückkehren?
Das haben sich die Entwickler wohl auch gedacht und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Dass Open Warfare und das frisch erschienene Lemmings aus dem selben Entwicklerstudio stammen, lässt sich nicht verleugnen. Nicht nur, dass in beiden PSP-Titeln ein und dieselbe Engine zum Einsatz kommt, auch Grafikelemente wurden teilweise 1:1 übernommen. Das tut dem Ganzen wie gesagt jedoch keinen Abbruch, denn seit Worms: World Party, welches der letzte Ableger der Serie in 2D war, wurde die Grafik ordentlich aufgemöbelt.
Das Spielfeld, welches mit scharfen und farbenfrohen Texturen aufwartet, wird von einem schicken und animationsreichen 3D-Hintergrund untermalt. Und mitten in der Farbenpracht tummeln sich die kleinen Würmer, die nicht nur durch bombige Sprüche, sondern auch liebevolle Animationen überzeugen. Dank des großen Bildschirms ist eine Übersichtskarte recht überflüssig, denn mit der integrierten Zoomfunktion kann das Geschehen bestens im Auge behalten werden.
Fans der durchgeknallten Würmer, die auf der Suche nach einem Spiel für sich und ihre Freunde sind, werden von Worms: Open Warfare nicht mehr die Finger lassen können.