Gesamtwertung86%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Steig mit deiner PSP in den Ring!
Im November des letzten Jahres veröffentlichte THQ den neuesten Vertreter seiner beliebten Wrestling-Reihe SmackDown vs. RAW für PlayStation 2, welcher nicht nur bei uns einige Lorbeeren einheimsen konnte. Doch seit Dezember können Wrestling-Fans auch auf der PSP in den Ring steigen, denn SmackDown vs. RAW wurde mit nahezu dem gesamten Spielumfang plus exklusiven Features portiert.
Überwältigender Spielumfang
Schon beim Starten des Spiels wird man regelrecht übermannt von der Fülle des Menüs. Schnell fällt auf, dass es viele Vorgänger gegeben haben muss, denn der klassische Exhibition-Modus ist nun mit allerhand Modi vollgepackt. So kann man seine Kräfte nicht nur im traditionellen Single-Match gegen einen Widersacher messen, sondern auch in weiteren Matchtypen mit bis zu 30 Gegnern. Natürlich befinden sich in einem so genannten Royal Rumble-Match nicht alle Kämpfer gleichzeitig im Ring das würde die Leistung der PSP um ein Vielfaches überschreiten. Nacheinander betreten die Wrestler die Halle, bis man schließlich zu sechst im Ring steht. Dabei rückt beim K.O. eines Teilnehmers sofort ein weiterer nach. Allerdings muss man bei solch einem Massenauflauf logischerweise auf einen Manager verzichten. Dieser kann einem in Kämpfen mit weniger Teilnehmern tatkräftig zur Seite stehen, indem er den Ringrichter ablenkt und es seinem Kollegen somit ermöglicht, eine Waffe einzusetzen oder unfaire Griffe in die Tat umzusetzen.
Für richtig viel Abwechslung sorgen die Main Events, bestehend aus insgesamt 18 Matchtypen. Außerdem ist es bei der PSP-Version im Exhibition-Modus nun zum ersten Mal möglich, an Championships teilzunehmen und Titel zu erringen bzw. zu verteidigen.
Einen Mehrspieler, in dem man zu viert jeder gegen jeden oder mit selber Spieleranzahl in Teams antreten kann, gibt es natürlich auch. Zudem warten über WLAN bereits 80 Lobbies für Single, Tag und Main Events auf euch. Dabei wird einem jedoch nicht die Möglichkeit genommen, sein eigenes Spiel mit individuellen Einstellungen anzubieten.
Wer glaubt, dass wir bereits die gesamte Palette an Features aufgezählt hätten, der irrt. So steht auch eine Verbindungsmöglichkeit mit der PlayStation 2 zur Verfügung. Besitzer der PS2-Version des Spiels können somit unterwegs ihre Ligen fortführen, indem sie ganz einfach ihren Spielstand übertragen.
Wie im TV
Nicht umsonst lautet der Titel des Spiels SmackDown! vs. RAW, denn im Storymodus habt ihr die Wahl, an welcher dieser beiden Ligen ihr zunächst teilnehmt. Um Ahnungslose aufzuklären: Das Beatem Up bietet entgegen vieler Erwartungen einen mehr oder weniger komplexen Story-Modus. Wie auch in der TV-Show besteht ein Match nicht nur aus dem Kampf, sondern auch aus einer gehörigen Menge an Provokation. So gibt es erst einmal ein paar nette Zwischensequenzen in Spielgrafik zu bestaunen, während es danach in eine Halle voll jubelnder Zuschauer geht. Dabei führen die Wrestler wie gewohnt heftige Dialoge, die dank einiger Originalstimmen sehr gut rüberkommen. Gefallen haben vor allem die Freiheiten. So kann man auch mal als Manager dienen, wobei man seinen Partner auch im Stich lassen kann, worüber dieser natürlich rein gar nicht begeistert sein wird.
Steht man nun im Ring, merkt man gleich, dass es auch auf der PSP actionreich zugeht. Wie gewohnt gibt es reichlich Moves für jede Situation. Zudem sollte man anmerken, dass jeder der ca. 40 Wrestlingprofis seine eigenen Bewegungen und Finishingmoves hat. Statt wie in den Vorgängern unbedacht auf seinen Kontrahenten einzuschlagen, muss man sich nun manchmal eine Verschnaufpause gönnen, da die neuhinzugekommene Ausdaueranzeige einen ansonsten zu Fall bringt. Bei jedem Schlag oder Griff, die der Gegner einsteckt, erhält man Momentum, welches sich bei voller Anzeige in Finisher umwandeln lässt. Zudem kann man es durch Drücken der Select-Taste dazu einsetzen, seine Ausdauer zu steigern. All diese Vorgänge gehen leicht von der Hand, da es den Entwicklern gelungen ist, die Steuerung sehr gut anzupassen. Letztendlich sorgen die neuen Features für mehr Realismus und verlangen sogar etwas Strategie ab.
Wohl größtes Exklusivfeature der PSP ist der General Manager Modus. In diesem entscheidet sich der Spieler erneut zwischen einer der Shows und wird dann dessen Vorsitzender. Als solcher muss man sich um die Finanzen kümmern, die Events auf die Beine stellen, Verträge abschließen, Neuigkeiten im Auge behalten und eben all das, was zu einer Managersimulation dazugehört. Am Ende eines Jahres zählen nur die Anzahl der Besucher und die Finanzen, wodurch man automatisch die andere Show aus dem Rennen wirft. Damit man sich nicht zu sehr vom eigentlichen Spiel entfernt, kann man sich die Matches nicht nur ansehen, sondern auch selbst dran teilnehmen. Leider sinkt die Motivation im Managerdasein trotz der Möglichkeit, selbst in die Spiele einzugreifen schon nach einem Jahr beträchtlich.
Technische Seite
Tatsächlich ist es dem japanischen Entwicklerteam von Yukes gelungen, eine mit der PlayStation 2 vergleichbare Grafik zu erzeugen. Nicht nur die Charaktermodelle der Superstars sind enorm detailgetreu und schön anzusehen, auch die Animationen haben es in sich und sorgen für Stimmung. Letzteres wird leider durch 2D-Zuschauer, deren Pixel man locker zählen kann, gehörig zunichte gemacht. Doch weitaus schlimmer sind die extrem langen Ladezeiten.
Wie es sich für einen Wrestling-Titel gehört, wird man von Beginn an mit rockigen Songs überhäuft. Hierbei kommt es natürlich nur auf den Geschmack an, aber das tut es bei der Sportart Wrestling schließlich auch. Selbes Spiel wie bei der Grafik: Die Wrestler sprechen ihre Dialoge sehr motiviert, weshalb auch viel Atmosphäre aufkommt, nur die Zuschauer machen mal wieder nicht mit und sind während der Matches ungewohnt still. Alles in allem kann sich Smackdown soundtechnisch sehen lassen, auch wenn der Kommentar in der PSP-Version ganz und gar gestrichen wurde.
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WWE SmackDown! vs. RAW 2006 im Test.
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