Spiderman ist ein Phänomen. Kaum ein Superheld hatte weniger Potenzial, ein Publikumsmagnet zu werden. Kaum einer führte ein weniger strahlendes „Leben“ mit seiner Geheimidentität. Und dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - eroberte der durchschnittstyp Peter Parker alias Spiderman die Herzen der Comicleser im Sturm und sorgte mit seinem ersten großen Blockbuster-Auftritt für volle Kinosäle.
Fast zeitgleich mit dem dritten Netzschwinger-Film erscheint auch das zugehörige Videospiel. Die Geschichte des interaktiven Actioners orientiert sich stark an der des Films...
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...auch hier bekommt Spiderman zunächst das berühmt-berüchtigte schwarze Kostüm, das seine sowieso schon starken Superkräfte noch einmal potenziert. Im Spiel bedeutet das übrigens härtere und schnellere Attacken und eine Art "Berserker-Modus" in der der schwarze Spiderman noch einmal so prall zuhaut. Auch im Spiel heißt sein Hauptgegner Sandman - die Superheldenversion jenes Ganoven, der Peters Onkel Ben auf dem Gewissen hat.
Vergleiche mit dem gelungenen Spiderman 2 dürfen gerne gezogen werden. Denn dies stand Pate. Wobei die Grafik deutlich aufgepeppt wurde und Manhattan immer noch frei zugänglich - aber nun deutlich größer geworden ist. Die damals in den Tests durchgerasselten Spielmechanismen strichen die Entwickler kurzerhand. Die größte Neuerung dürften die so genannten Quicktime Events. Das sind Zwischensequenzen, die der Spieler aktiv mitgestalten muss, indem er im richtigen Augenblick die richtige Taste drückt. Korrektes Timing sorgt für spektakuläre Actionsequnzen, die nicht mal eben weggeklickt werden. Videospiel-Veteranen werden das Prinzip aus Dragons Lair (aber deutlich einfacher) oder Shen Mue (genau so spannend) wieder erkennen.
Etwa 40 am Film orientierte Missionen bilden die Basis des Spiels. Daneben bieten Nebenmissionen in denen Sie auf neue und altbekannte Superschurken treffen und vor allem Manhatten von drei fiesen Gangs befreien, Abwechslung vom linearen Handlungsstrang. Um wirklich alle Haupt- und Nebenmissionen zum Aschluss zu bringen dürften einige Tage ins Land ziehen. Besonderes Augenmerk verdient die Steuerung des Netzschwingers. Auf Xbox360 und PS3 ist alles wie gehabt, wobei das Schwingen durch die Häuserschluchten einen Tick intuitiver von der Hand geht, als bim Vorgänger. Ausführliche Trainingsmissionen zu Beginn des Spiels machen mit der komplexen Kampfsteuerung vertraut. Noch eingängiger als die Wii-Steuerung dürfte es aber kaum werden: Wer Nunchuck und Wiimote sein eigen nennt, schwingt sich mit netzschwingertypischen Bewegungen durch Manhatten. So zumindest die Theorie, da wir die finale Version noch nicht testen konnten.
Spiderman 2 hat mit der Regel gebrochen, dass eine Filmumsetzung zum Spiel (oder umgekehrt) einen Garanten für einen überteuerte Flop bedeutet. Spiderman 3 scheint diese Tradition fortzusetzen. Ob das gelingen wird, zeigt sich spätestens, wenn das Spiel am 3. Mai erscheint.