Shooters
Der Klassiker
Erinnert sich noch jemand an Duck Hunt für das NES? Am 21. April 1984 erschien das Spiel zum ersten Mal in Japan, basierend auf einem Spielautomaten. Ausgeliefert wurde die Cartridge damals mit der so genannten Nintendo Zapper Light Gun. Mit dieser Lightgun konnte man damals Jagd auf Enten oder Tontauben machen. Obwohl dieses Spiel auch einzeln ausgeliefert wurde, wuchs die Bekanntheit durch ein Bundle mit Super Mario Brothers. Diese Cartridge mit beiden Spielen wurde sogar die meist verbreitete in den USA. Später erschien Duck Hunt unter anderem auch noch einmal als Minigame in Wario Wares
Die Rückkehr
Die Presse wunderte sich auf der Games Convention über einen bisher unbekannten Titel mit Namen Shooters. Wie sich im Nachhinein jedoch herausstellte, handelte es sich um die Technik-Demo, an der angeblich schon auf der E3 die neue Lightgun für Wii demonstriert werden sollte. Doch auch auf der GC blieb die Lightgun nur im Schaukasten.
Die uns vorgestellte Demo spielten wir gegen eine Hostess von Nintendo, welche im Umgang mit dem Wii-Controller um einiges sicherer war. Shooters enthält mehrere Level, bei denen man beispielsweise auf gewöhnliche Enten, Zielscheiben, Tontauben und Ufos schießen musste. Die Enten erinnern natürlich sehr an das uns allen bekannte Moorhuhn. Sie ziehen über den Bildschirm und steigen aus dem Gras empor, sie warten geradezu darauf, getroffen zu werden. Hier, genauso wie bei den Zielscheiben kann man sich durch das Treffen besonderer Farbexemplare Zusatzpunkte sichern. Richtig spannend wird es dann mit den Tontauben, die an unterschiedliche Bildpositionen geschleudert werden und sich natürlich immer weiter entfernen, folglich zunehmend kleiner werden. Hier sind noch schnellere Reflexe und flinkere Finger gefragt. Die Ufos dagegen bereiten gerade dann Probleme, wenn man glaubt, seinem Ziel näher gekommen zu sein. Denn sie fliegen im Zickzack-Kurs und entziehen sich so eurem Fadenkreuz. Wir spielten den Titel zu zweit gleichzeitig auf einem Bildschirm, was natürlich den Reiz ausmachte, dass man sich gegenseitig Ziele wegschnappen konnte.
Der Bildschirm besteht eigentlich nur aus der Spielfläche, den beiden Fadenkreuzen der Spieler und einer Anzeige mit deren Punktzahl. Nach jeder Runde wird der Punktevergleich zwischen beiden Spielern angezeigt, wobei in der nächsten Runde weitergezählt wird. Shooters sollte wohl eher die Möglichkeit der Wii Remote aufzeigen, sie als Pointer bzw. als Schusswaffe zu benutzen. Die Remote war beim Spielen äußert empfindlich und aufgrund dessen spielte man eher aus dem Handgelenk. Die Steuerung mit einer Lightgun wäre in der aktuellen Version der Demo auch nicht wirklich 1:1 umsetzbar gewesen, da der Spieler nicht einfach mal den Arm ausstrecken kann und auf bestimmte Ecken des Bildschirms zielen konnte. Dafür war der Bewegungsfreiraum zu gering.
Ein Wii im Kornfeld
Grafisch präsentiert sich die Demo Shooters sehr sparsam. Die Location für schießfreudige Spieler war immer ein grünes Feld mit saftigem Gras und einem blauen Himmel darüber. Neue Stages bringen hier keine Veränderungen. Musik gab es keine und die Soundeffekte sind Standard. Das alles setzt sich zu dem Gesamteindruck eines Casualgames zusammen oder eben einer reinen technischen Demo.
Ersteindruck
Was mag aus Shooters bloß werden? Ist es eine Demo, wird es ein Vollspiel oder bleibt es eine Art Minigame, das mit der Lightgun ausgeliefert wird? Nintendo selbst konnte uns bisher noch keine Antwort liefern. Ich persönlich könnte mir Shooters sehr gut als Minigame im Bundle mit dem Lightgun Zubehör vorstellen vielleicht für knapp 30 . Die schlichte Spielmechanik könnte durch weitere Ziele, etwas andere Levelhintergründe und vielleicht besonderen Aufgaben auch zum richtigen Spiel mutieren. Doch dazu muss die Steuerung weiter optimiert werden. Die Zeit wird zeigen, ob wir mehr vom Spiel hören werden.
![Shooters [Wii , Justgamers]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20060929/15/3966392018.jpg)