Gesamtwertung51%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Das geht auch auf dem Wii besser!
Der nette Cel-Shading Look (durch einen dicken Schwarzstift nachgezogene Konturen) sorgt bereits auf Anhieb für ein breites Grinsen für Fans der Serie - Nicht-Kennern ist das Ganze vielleicht etwas zu sehr ins Comichafte gezogen. Ansonsten spült Ben 10 optisch jedoch nur im 08/15-Schleuderprogramm. Die Effekte sind okay, der Detailreichtum der Charaktere aber nur durchschnittlich. Die Texturen wirken zudem ausgewaschen. Auch bei den Animationen hätte man sich ruhig mehr Mühe geben können. Insgesamt also keine grafische Glanzleistung, selbst für Nintendo Wii-Verhältnisse, immerhin gibt es keine Slowdowns oder Ruckler.
Da wäre auch noch was drin gewesen...
Akustisch kann Protector of the Earth zumindest mehr begeistern, als auf der optischen Seite, auch wenn die monoton vor sich hin dudelnde Musikuntermalung irgendwann tierisch auf die Nüsse geht. Die Soundeffekte sind hingegen annehmbar und haben die nötige Härte, die ein Beat'em-Up haben muss. Schade, nur dass es keine deutsche Synchronisation, aber immerhin deutsche Untertitel gibt. Die englischen Sprecher machen ihre Arbeit mit dem nötigen Spaß an der Sache und das merkt man ihnen auch an.
Wii verschwendet...
Ben und seine Omnitrix-Aliens lassen sich ohne große Probleme per Wiimote und Nunchuk durch die Szenarien scheuchen. Schade nur, dass nicht ausreichend Gebrauch von den Möglichkeiten der Steuerungsgeräte gemacht wird. Noch schlimmer ist es, wenn der Spieler vor die Wahl gestellt wird, ob er nun Wiimote/Nunchuk durch Schütteln bzw. Auf/Ab-Bewegungen für Angriffe nutzen will, oder schlichtweg die Buttons der beiden Eingabegeräte benutzen will. Wir entschieden uns bereits nach kurzer Zeit für die Buttons, da es mit der Zeit stressig wird, bei jeder neuen Gegnerwelle sich vor dem Fernseher zu verausgaben. Die einzigen Momente, in denen die sensorabhängigen Möglichkeiten der Wiimote unabdingbar sind, sind die seltenen Quicktime-Events, in denen Ihr mit der Fernbedienung Symbole auf dem Bildschirm ansteuern müsst - eigentlich enttäuschend!
Außer Kloppen nix gewesen!
Ben 10: Protector of the Earth ist ein strikt lineares Scroll-Beat'em-Up á la Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer - mehr braucht Ihr eigentlich nicht zu wissen. Ben 10-Fans kennen zur Genüge Benjamins Omnitrix-Utensil, dass es ihm ermöglicht, in die Haut unterschiedlicher Aliens mit verschiedenen Fertigkeiten zu schlüpfen. Selbige benötigt Ihr an vielen Stellen im Spiel: So absorbiert Heatblast beispielsweise Feuer um Wege frei zu machen, während XRL8 an zeitgesicherten Türen durch seine Schnelligkeit ein Schnippchen schlägt. Das ist aber immer noch keine echte Abwechslung im eigentlichen Sinne, denn abseits der Omnitrix-Transformationen wird eigentlich nur gekloppt, was das Zeug hält. Die Anzahl der unterschiedlichen Combos hält sich dabei aber in einem überschaubaren Ausmaß. Aufgelockert werden die Kloppeinlagen durch einige Cutscenes und ein paar Bossfights. Bei Letzeren fühlten wir uns aber peinlich stark an den God of War 2-Anfangsgegner erinnert - und das nicht nur einmal!
Keine große Herausforderung...
Wer hätte gedacht, dass Ben 10: Protector of the Earth ein wahres Vehikel an Härten aufweist, an denen man sich die Zähne ausbeißt? Richtig, keiner - und unsere Vorhersagen waren richtig. Der Titel ist sogar noch eher einfach - gerade den Kloppeinlagen fehlt es eindeutig am rechten Schwierigkeitsgrad. Immerhin findet man schnell ins Spiel, da das Gameplay alles andere als komplex ist und die Locations keine Erkundungen zulassen. Stirbt man, wird man an der letzten Hürde wieder ins Spiel geworfen - eine festgeschriebene Anzahl an Leben gibt es dabei nicht.
Zweifaches Rumeiern...
Ben 10: Protector of the Earth bietet Euch einen 2 Spieler-Coop-Modus, bei dem Ihr zusammen mit einem Kumpel die Einzelspielerhandlung durchzocken dürft. Das Ganze ist für eine gewisse Zeit durchaus nett, kränkelt aber daran, dass der Titel schon mit einem Spieler zu einfach ist. Hier hätten mehr Feinde platziert werden müssen. Ebenfalls schade: In den Quicktime-Events ist immer nur ein Spieler gefragt. Eine Verknüpfung für zwei Spieler wäre hier wünschenswert gewesen. Ebenfalls fraglich: Ben hüpft im Coop gleich zwei Mal über den Screen.
Ben 10 - Protector of Earth im Test.
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