Celebrity Sports Showdown

Review
Plattform
WII
Vertrieb
Electronic Arts
Entwickler
Electronic Arts
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
6
Celebrity Sports Showdown

Gesamtwertung

42 %/10

Grafik

Ausreichend

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Ausreichend

Spieleinstieg

Ungenügend

Bedienung

Ungenügend

Celebrity Sports Showdown

Entstellte Stars

Es fällt schwer hier etwas Positives zu nennen. Mit einigen Geschmacksverirrungen kann man noch den Comic-Look als gelungen bezeichnen, im Endeffekt kaschiert dieser aber nur die Tatsache, dass man einfach keine Lust hatte eine ordentliche Grafik auf die Beine zu stellen. Texturen gibt es kaum, die Polygonmodelle wären auch auf dem N64 möglich gewesen. Wenigstens ruckelt das Spiel nicht, aber dafür sollte es auch keine Gründe geben, da auf dem Bildschirm immer recht wenig los ist. Die Umgebungsgrafik ist bei den Minispielen nämlich kaum vorhanden und auch an jeglichen Effekten wurde gespart. Für die kurzen Sportspiele reicht die Grafik zwar, aber etwas mehr Mühe hätte man sich doch schon geben können.

Keine Gesangswunder

Es hat sicher seinen Grund, warum man vor jedem Minispiel gefragt wird, ob man die Musik anlassen möchte. Der Sound bollert so uninspiriert vor sich hin, dass man diesen fast gar nicht wahrnimmt und wenn er Euch dann doch auffällt, fragt man sich ob in jedem Minispiel die gleiche Musik genutzt wird, da sie total austauschbar ist. Die Soundeffekte klingen billig, sprechen können die Stars ebenso nicht. Aus der Vorlage Celebritiy(!) Sports Showdown hätte man so einiges machen können, Songs der jeweiligen Stars wurden aber nie eingebaut. Letztendlich versinkt der Sound so sehr in Belanglosigkeit, dass Ihr ihn auch einfach ausmachen könntet.

Schütteln, wackeln und zappeln

Egal welche der zwölf Sportarten Ihr spielt, die Steuerung ist bis auf kleine Ausnahmen immer ähnlich. Ihr haltet entweder die Wiimote senkrecht oder waagerecht, rüttelt nach oben und unten, nach vorne und hinten oder drückt die B-Taste. Mehr benötigt es nicht um alle Minispiele heil zu überstehen. Im Menü bedient sich Celebrity Sports Showdown der Pointerfunktion der Wiimote und ein einziges Minispiel, Wildwasserkanu, kann auch optional mit dem Nunchuck gespielt werden. Die Steuerung funktioniert teilweise exakt und ohne Probleme, in manchen Fällen, wie den Tennis- und Volleyball-Matches reagiert sie aber unverständlicherweise nur ungenau, wenn sie denn überhaupt mal auf die Bewegungssteuerung anspringt.

Stars auf dem Abstellgleis

Was soll ein Star tun, wenn es ihm gerade an Aufmerksamkeit mangelt? Er lässt sich ein Videospiel programmieren - 50 Cent hat es ja vorgemacht. Nur sind einige Stars in Amerika mittlerweile so lange auf dem Abstellgleis gewesen, dass ihr Name allein nicht ausreicht. EA Sports Freestyle hat sich also um die Namen von zehn billigen Prominenten bemüht und somit dürft Ihr Euch entscheiden, ob Ihr lieber mit Fergie, Keith Urban, Avril Lavigne oder Sugar Ray spielen wollt. Das sind zumindest die bekannteren Stars. Andere dürften in Deutschland kaum bekannt sein, da sie lediglich aus der NBA- oder NFL-Liga einen Namen haben. Für einen Star entschieden, könnt Ihr im Singleplayer-Modus einfach frei eines von zwölf Minispielen wählen oder an einem Wettbewerb teilnehmen, wo Ihr mehrere Runden überstehen müsst. Was Ihr davon macht, ist eigentlich völlig egal. Die Minispiele sind immer gleich langweilig. Beim Hindernisreiten müsst Ihr mit der quer gehaltenen Wiimote Euer Pferd über eine Strecke steuern und mit der A-Taste über Sprunghindernisse kommen. Das ist wie ein Rennen konzipiert, wer also als Erster die Ziellinie überquert, hat also am meisten Punkte und gewinnt das Minispiel. Manchmal dürft Ihr im Doppel Tennis spielen oder auch Völkerball. Dumm nur, wenn Ihr keinen zweiten Spieler zur Hand habt. Die K.I. Eurer Teamkameraden ist erbärmlich schlecht. Ohne menschliche Mitspieler macht es wirklich keinen Sinn Celebrity Sports Showdown länger als zehn Minuten zu spielen.

Keine Compitition

Diese Minispiele-Sammlung ist definitiv einer der einfacheren Vertreter. Es sind kaum ungewöhnliche Aufgaben zu bewältigen, so dass keine Überraschungen in der Steuerung zu erwarten sind. Kleine Infotexte erläutern dennoch vor Spielstart was zu tun ist. Die in zwei bis drei Sätzen zusammengefasste Beschreibung, ist zwar kurz, aber sagt auch alles aus, was man zum Spielen wissen muss. Ihr könnt auswählen in welchem Schwierigkeitsgrad Ihr antretet. Auf Easy und Normal ist Celebrity Sports Showdown ziemlich leicht geraten. Wir hatten das Gefühl, dass auf Schwer lediglich ein Gummibandeffekt zwischen uns und den Konkurrenten eingesetzt wurde, die K.I. der Gegner aber ähnlich dumm blieb wie zuvor. Wer ambitioniert an die Sache heran geht, wird keine Probleme bekommen fast alle Turniere zu gewinnen.

Kurze Motivation

Der einzige Moment, indem Celebrity Sports Showdown so etwas wie Spielspaß aufkommen lassen kann, ist dann, wenn Ihr zu viert vor der Konsole sitzt. Dann werden K.I.-Fehler immerhin ausgemerzt und Ihr könnt gut kooperativ und gegeneinander spielen. Es gibt im Multiplayermodus drei Spielmodi. Einmal kämpft Ihr ganz klassisch gegeneinander und die Person, die am Ende am meisten Punkte hat, gewinnt. Das "Supersprint-Turnier" läuft minimal anders ab. Nur der Gewinner eines Minispiels kommt mit seinem Charakter weiter und wer als Erstes die Ziellinie durchquert, gewinnt das Turnier. Im Modus "Turnierrivalen" gruppieren sich vier Spieler zu Zweierteams und treten in den Teamspielen gegeneinander an. Dieser Modus ist bei nur drei Spielern nicht zu empfehlen, weil hier wieder die schlechte K.I. der CPU-Charaktere zum Tragen kommt. Trotz des Mehrspielermodus wird aber sicher niemand lange an Celebrity Sports Showdown seine Freude haben, wenn er stattdessen jedes der wesentlich besseren Rayman Raving Rabbids-Minispiele zocken kann.

Fazit

Wenn ein Spiel sich schon nicht aus der Folie pellen lassen will, sollte ich gewarnt sein, dass ich es vielleicht nicht unbedingt spielen möchte. Wenn allerdings auch noch der Name Celebritiy Sports Showdown auf der Verpackung prangt, dürfte vollends bestätigt sein, dass ich mit dieser Software nix zu tun haben möchte. Was EA Sports Freestyle hier abliefert ist einfach nur peinlich für die Stars, deren Namen hier verwendet wurden. Sie stehen als Sportler für zwölf Minispiele zur Verfügung, spielen sich aber alle exakt gleich und die Minigames sind dermaßen "Mini", dass sie den Zusatz "Game" nicht verdienen. Jede Sportart einmal abgeschlossen, vergeht Euch der Wille noch einmal zur Disk zu greifen. Selbst für die Stars (die teilweise gar nicht so bekannt sind!?), krümmt man nicht noch einmal einen Finger, da diese so lächerlich karikiert dargestellt worden sind, dass die Entwickler sich schämen sollten. Lasst die Finger von diesem Produkt, denn es kann nichts besser, was nicht auch ein Wii Sports könnte.

Celebrity Sports Showdown

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