Gesamtwertung45%/10 |
GrafikMangelhaft SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegMangelhaft |
BedienungMangelhaft |
Die neue Ballon-Klasse!
Das Positive vorweg: Der Hulk selbst sieht wirklich passabel aus und die Framerate kommt nur selten ins Stocken. Das wars eigentlich schon. Der Rest des Spiels hinterlässt einen mehr als schlechten Eindruck. Der spaßigste Aspekt der großen Versionen des Spiels, nämlich der der Zerstörung der Umgebung, wird durch sehr, sehr viele Einschränkungen zunichte gemacht. Die miese grafische Darstellung der Stadt hinterlässt den negativen Eindruck einer Spielzeugstadt. Die Gebäude lassen sich zwar einreißen, aber das Ganze, was schon in den anderen Fassungen nicht wirklich großartig anmutete, sieht hier fast schon peinlich aus. Geworfene Autos bleiben nicht in den Gebäuden hängen, sondern hinterlassen plumpe Schadenstexturen. Es lassen sich so gut wie keine Löcher in die Gebäude schlagen. Autos, Feinde und Passanten tauchen wie aus dem Nichts vor eurer Nase auf, wobei man eigentlich froh sein kann, sie überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Die Stadt ähnelt nämlich eher einer Geisterstadt, als einer lebendigen Metropole. Ganz schlimm wird es, wenn ihr das Dach eines Hochhauses erklimmt. Hier ist nämlich mal nichts, aber auch gar nichts los. Nebel soweit das Auge reicht. Man könnte fast meinen, dass der Hulk hier im Konstrukt der Matrix umherirrt. Den Vogel schießt die Umsetzung von Hulk auf der Wii allerdings mit seiner Physik und der Kollisionsabfrage ab, die schon in den anderen Versionen eher schlecht als recht war, ab. Autowracks fliegen bei Berührung des grünen Wüterichs wie Ballons durch die Luft. Stimmung kommt hier höchstens in der amüsanten Form auf, um es mal höflich auszudrücken. Das hat der Hulk einfach nicht verdient!
Hallo, Echo! - Hallo, Hulk!
Der Sound kann ebenfalls in keinerlei Weise mit den anderen Fassungen des Spiels mithalten. Die Effekte wirken platt und undynamisch, Musik bekommt ihr nur selten zu hören. Auf den Dächern bekommt nicht einen Mucks zu hören. Geradezu traurig!
Ich schüttel mich grün!
Die Anpassung an die Wiimote wirkt leider auch kaum durchdacht. Die eh schon nervenzerfetzende Kamerasteuerung der anderen Fassungen öffnet hier endgültig das Tor zur Hölle. Was soll man bitte ein Spiel auch nur ansatzweise genießen, wenn man die Kamera die ganze Zeit auf eine derart umständliche Weise nachjustieren muss? Hierzu müsst ihr die Minus-Taste halten und die Kamera mit Bewegungen der Wiimote bewegen. Ein Albtraum. Immerhin kann man die Kamera auf Knopfdruck auch hinter dem Hulk positionieren, wirkliche Übersicht habt ihr dennoch so gut wie nie. Die Spezialbewegungen wie die Eigenheilung des Hulk, müssen ebenfalls sehr umständlich durch Schütteln des Nunchuk bei gleichzeitigem Drücken von Z und B. Innovativ oder komplett sinnlos? Entscheidet selbst!
Ab in die Geisterstadt! Juhu!
Insgesamt gesehen ist der Inhalt der Wii-Version mit den der anderen Fassungen identisch. So könnt ihr euch in der Stadt frei bewegen und bestimmen, ob ihr eine der linearen und abwechslungslosen Haupt- oder Bonusmissionen angehen wollt oder doch einfach mal in der Stadt auf den Putz hauen möchtet. Das Feat-System, mit dem ihr eure Fähigkeiten nach und nach verbessert kann motivieren. Die offene Spielwelt des Spiels hingegen wirkt in der Wii-Version sehr lieblos und trist. Der Grad der Zerstörung wurde drastisch reduziert. Spaß kommt leider nicht auf.
Wenn's mal wieder länger dauert!
Zwar werden euch die einzelnen Aktionen kurz erläutert, bis ihr sie allerdings wirklich verinnerlicht habt, dürfte eine lange Zeit vergehen. Die grauenvolle Kamerasteuerung erschwert euch den Einstieg in das Spiel nochmals ungemein. Spieler ohne Hintergrundwissen bezüglich der Story werden, aufgrund der fehlenden Informationen, kaum durchblicken.
Der Unglaubliche Hulk im Test.
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