FaceBreaker K.O. Party

Review
Plattform
WII
Vertrieb
Electronic Arts
Entwickler
EA Montreal
Erscheinungsdatum
-
USK
16
FaceBreaker K.O. Party

Gesamtwertung

62 %/10

Grafik

8

Sound

Mangelhaft

Lanzeitspaß

Ungenügend

Spieleinstieg

Ungenügend

Bedienung

8

FaceBreaker K.O. Party

Eckt auch mal an

Der Look der K.O. Party ist mit Sicherheit Geschmackssache. Irgendwie schauen die Boxkämpfer mit ihren kantigen Muskelpaketen sonderbar, gleichzeitig auf eine kuriose Weise cool aus. Ob ihr den Stil mögt, wisst ihr aber selbst am besten. Für das eine oder andere Grinsen sollten aber in jedem Fall die zermatschten Gesichter der Kämpfer nach einer hübschen Keilerei sorgen. Leider sehen die resultierenden Hackfressen jedoch immer gleich aus. Ähnlich verhält es sich im Übrigen mit den Animationen vor Kampfbeginn und zwischen den Runden. Wenn ihr die Bewegungsabläufe nicht unterbrecht, bekommt ihr immer exakt die selben Moves zu sehen. Abwechslung für die Augen gibt es folglich kaum.

Lieblose Klänge

Wie man es von EAs Sportspielen gewohnt ist, trumpft Facebreaker K.O. Party mit einem recht saftigen Soundtrack auf. Dieser hat hier einen starken Hang zum Electro und gibt dem Titel somit eine recht eigene Note. Schade nur, dass man weder die Tracks durchschalten noch die Playlist den eigenen Vorlieben anpassen darf. Punktabzug gibt es aber vor allem für die mangelhafte Sprachausgabe. Die Stimmen sind oft unpassend, während die Kommentare in der Regel albern und aufgesetzt wirken. Da ertönt auch mal ein lächerliches "Herzlichen Glückwunsch, du hast etwas freigeschaltet!" aus den Lautsprechern.

Nur ohne Beinarbeit

Wenn ihr die Steuerung des Boxens aus Wii Sports gedanklich mit einem simplen Prügelspiel kombiniert, bekommt ihr einen recht guten Eindruck von dem Bedienungskonzept der vorliegenden K.O. Party. Dabei macht es wirklich Laune, die Umgebungsluft kräftig mit Wiimote und Nunchuck zu malträtieren. Zwar ist die Vielfalt der verfügbaren Aktionen relativ begrenzt, dafür bleibt das Grundkonzept aber weitestgehend simpel und kann somit schnell verinnerlicht werden. In manchen Situationen, zum Beispiel bei Ausfallangriffen, wirkt die Bedienung jedoch ein bisschen schwammig.

Links, rechts, wegstellen

Facebreaker ist eines von diesen Spielen, die immer wieder aus dem Schrank geholt und in die Konsole geschmissen werden, um kurze Zeit später wieder im Regal zu verschwinden. Die Keilereien können zwar gut unterhalten, die Motivation bricht aber stets nach wenigen Kämpfen ein. Nur das Freischalten neuer Charaktere kann Solisten am Anfang noch ein wenig fesseln und treibt sie immer wieder gegen die herausfordernden CPU-Gegner an. Ansonsten liegt die Stärke dieses Titels aber klar beim Multiplayer-Part.

Lernen durch Boxen

Um das Lesen der Anleitung, egal ob in gedruckter oder in elektronischer Form, kommt ihr hier leider nicht herum. Ein vernünftiges Tutorial mit Erläuterungen und praktischen Einheiten bekommt ihr nämlich nicht geboten. Stattdessen müsst ihr die ersten Haken gegen einen Dummy im Übungsmodus austeilen und euch somit selbst mehr oder minder mühsam einarbeiten. Obwohl die Steuerung recht simpel gehalten ist, dauert es jedoch ein Weilchen, bis ihr die Bewegungsabläufe und vor allem die verschiedenen Verteidigungsmanöver wirklich beherrscht. Am besten ihr schmeißt euch nach kurzer Einarbeitung einfach in die wilden Gefechte. Im harten Zweikampf lernt man schließlich immer noch am besten.

Freundschaftskeile

Am besten kloppt es sich unter Freunden- auch dank des eigenartigen Kampf-O-Mat! Dieser Modus mixt diverse Kampfzutaten wild durcheinander und kreiert somit zufällige Kämpfe unter besonderen Bedingungen. So verursachen etwa nur Spezialattacken Schaden oder das ganze Gefecht wird kurzerhand durch ein Minispiel ersetzt. Dennoch schafft es auch der Multiplayer nicht lange an die Konsole zu fesseln. Nach wenigen Kämpfen ist auch hier erstmal die Luft raus. Eine Internetunterstützung hätte da vielleicht ein wenig nachgeholfen.

Fazit

Facebreaker K.O. Party, das sind schnelle und unkomplizierte Box-Gefechte. Hat man sich erstmal eingespielt, steht den furiosen Kämpfen mit sauberer Bewegungssteuerung jedenfalls nichts im Wege. Nur ebbt die Motivation immer wieder schnell ab, da die Kämpfe einfach zu wenig Abwechslung und Tiefe bieten. Gelegentlich und so plötzlich wie ein flinker Jab kommen aber immer wieder kleine Motivationsschübe daher, Facebreaker wird wieder in die Wii geschoben und ein paar Runden im Ring verbracht. Für ein bisschen Spaß zwischendurch sind die virtuellen Boxhandschuhe somit durchaus zu gebrauchen. Fraglich nur, ob einem das die rund 30€ wert sind.

FaceBreaker K.O. Party

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