Gesamtwertung80%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Fast wie auf dem PC...
Optisch weiß Geheimakte Tunguska für ein Adventure mit Abstrichen auch auf dem Wii zu gefallen: Die gerenderten Locations sind durch die Bank weg einfach stimmungsvoll. Auch der Detailgrad und Abwechslungsreichtum der Schauplätze ist beachtlich. Vor allem als Nina Alaska bereist, gibt es einen Eye-Candy nach dem anderen. Etwas meckern müssen man allerdings über die Leblosigkeit mancher Backgrounds, die nur selten durch Details wie beispielsweise wegfliegende Vögel etwas aufgelockert werden. Zudem wirkt die Wii-Version etwas verwaschener als die PC-Fassung aus dem Jahr 2006 es ist nicht zu sehen, dass die Zeit genutzt wurde, um die Optik wenigstens etwas aufzupolieren.
Immer noch klasse!
Ein großes Atmosphäre-Plus geht an die exzellenten deutschen Synchronsprecher, unter denen auch die hiesigen Stimmen von Johnny Captain Jack Sparrow Depp und Angelina Jolie vorkommen. Man merkt förmlich die Sorgfalt, mit der hier zu Werke gegangen wurde. Etwas rar gesät ist allerdings die eigentlich überzeugende musikalische Untermalung sowie zusätzliche Soundeffekte das Gleiche hatten wir auch in der damaligen PC-Fassung zu bemängeln.
So, wie es sich gehört...
Hier trennt sich nicht verwunderlich - die Spreu vom Weizen: Maus und Tastatur sind auf dem Nintendo Wii natürlich passé. Stattdessen steuert Ihr Nina und Max allein mit Wiimote oder noch besser zusätzlich mit dem Nunchuk durch die Szenarien. Mit letzterem könnt Ihr beide Charaktere per Stick sogar direkt steuern - ein überraschendes, aber dafür umso überzeugenderes Zugeständnis, die die Entwickler durch den Plattformwechsel machen mussten. Wer nur alleine mit der Wiimote spielt, muss wie mit der Maus Wegpunkte angeben. Das allein wird auf Dauer jedoch arg anstrengend. Die restliche Steuerung ist zwar immer ganz so griffig wie auf dem PC, jedoch keineswegs schlecht. Die Hotspot-Anzeige findet Ihr auf dem Button 1, das Inventar bedient Ihr mit dem Steuerkreuz der Fernbedienung und Interagieren könnt Ihr mit einem Druck auf den A-Button. Genauer könnt Ihr Locations, Objekte und Personen mit dem B-Button.
Wieder mal ein Hit!
Geheimakte Tunguska war schon auf dem PC eines der besten Point'n Click-Adventures der letzten Jahre. Die Wii-fizierung blieb glücklicherweise ohne böse Spätfolgen: Noch immer kann die Geschichte überzeugen, noch immer sympathisiert man auf Anhieb mit den Protagonisten Nina und Max und noch immer setzt das Spiel vorwiegend auf größtenteils logische Kombinationsrätsel, die mit gesundem Menschenverstand problemlos, aber für manche auch zu einfach zu lösen sind. Auf dem Wii gibt es zwar keine neuen Inhalte, aber für Besitzer der Konsole einen grandiosen Genreeinstieg. Bevor also Geheimakte 2 Ende August diesen Jahres erscheint, ist der erste Teil die beste Möglichkeit, mit der Materie warm zu werden und die Geschehnisse des Originals zu verfolgen.
Für Profis immer noch zu einfach...
Die optionale Hotspot, die Ihr auf dem/der Wii mit dem 1-Button aktiviert, war damals im ersten Teil eine hervorragende Methode der Hilfestellung, die Lösungsbücher fast überflüssig machte und sich für die Zukunft als salonfähig herausstellte. Heute kommt kaum noch ein Adventure ohne Hotspot-Anzeige aus. So findet Ihr garantiert jeden Gegenstand. Einziges Manko: Geheimakte Tunguska ist fast durch und durch auf Kombinationsrätsel ausgelegt. Echte Profis werden die meist logischen Knobeleien zu einfach finden, Einsteiger könnten diesbezüglich jedoch keinen besseren Titel wählen. Wer längere Zeit nicht gespielt und womöglich den roten Faden verloren hat, freut sich derweil über Nina's Tagebuch, dass Euch bereits erlebte Geschehnisse nochmal in Stichpunktform vor Augen führt.
Geheimakte Tunguska im Test.
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