Gesamtwertung23%/10 |
GrafikMangelhaft SoundMangelhaft |
LanzeitspaßUngenügend SpieleinstiegMangelhaft |
BedienungMangelhaft |
Schau einfach nicht hin!
George der aus dem Dschungel kam versucht den Look der Zeichentrickserie in die virtuelle Welt zu transferieren und scheitert dabei auf ganzer Linie. Zwar läuft das Ganze ohne Ruckler oder Slowdowns über den Screens, aber angesichts mangelnder Pracht ist das auch kein Wunder. Unser detailarmer Held rennt, springt und schwingt sich mit dürftigen Animationen durch grauenhaft karge Umgebungen der Marke Besser weg- als hinsehen und plättet dabei mindestens ebenso detailarme Gegner mit ähnlich grausigen Bewegungsabläufen. Über die Effekte hüllen wir den Mantel des Schweigens aus dem ganz einfachen Grund, da sie die Definition des Wortes hässlich ausfüllen könnten. Die Cutscenes kann man übrigens genauso vergessen. Selbst vor zehn Jahren hätte der Titel keine Begeisterungsstürme mehr ausgelöst.
Blutende Ohren und entfernte Hoden...
Abgesehen vom einigermaßen unterhaltsamen George-Theme blamiert sich das Spiel bereits von der ersten Sekunde an: Die deutschen Synchronsprecher sind so ziemlich das Schlechteste, was wir in der letzten Zeit unseren Ohren zumuten mussten. Eine Zumutung sind auch die sich wiederholenden Musikstücke, die einem mit der Zeit auf die Nüsse gehen. Auch effektmäßig gibt sich George äußerst bescheiden, wenn nicht sogar beschissen. Richtig erbärmlich wird es aber, wenn der Protagonist einen Urwaldschrei aus sich herausquält. In diesen Momenten könnte man meinen, der deutsche Sprecher des hässlichen Möchtegern-Tarzans wäre unfreiwillig Patient bei einer Hodenentfernung gewesen und hätte es in diesem Augenblick gemerkt.
Steuerung, die aus dem Dschungel kam...
Träge, träger, George: Das Lendenschurz-Weichei mit dem entfernten Paar Hoden steuert sich per Wiimote und Nunchuck wie ein abgebrochener Baseballschläger im Arsch eines Faultieres. Wie es auf den anderen Plattformen in dieser Hinsicht aussieht, können wir leider nicht beurteilen. Die Figur reagiert jedoch viel zu träge und manchmal gar nicht auf unsere Kommandos. Bestes Beispiel: Der Speedrun. Bei diesem schütteln wir uns zuweilen eine Wichshand, nur um den Bastard rennen zu lassen. Nicht selten nimmt George aber auch Anlauf und bleibt dann einfach stehen. Am Liebsten hätten wir die Fernbedienung durch den Raum geworfen. Eigentlich schade, denn der Titel macht durchaus Gebrauch von den Steuerungsmöglichkeiten der Wii. Bescheuert sind aber auch die Kampfeinlagen per B-Button, die problemlos entweder am Stück ablaufen, oder nicht bis zu Ende gebracht werden, obwohl wir wie wild auf den Button drücken. Die Quittung dafür: Eine Schelte vom Gegner und somit eine Banane weniger als Teil unserer Healthanzeige.
Null Anspruch macht null Bock...
Nicht nur optisch, sondern auch spielerisch wäre George der aus dem Dschungel kam vor einem Jahrzehnt gerade einmal Durchschnitt gewesen, bei Letzterem sogar schon im miesen Bereich. Das Jump'n'Run ist dermaßen mit augenscheinlicher Ideenlosigkeit gespickt, dass man nach dem ersten Level am Liebsten wieder aufhören möchte. Selbst die bei anderen Genrevertretern rettenden und hier lahmarschigen Bossfights machen die Sache nicht besser. In Sidescroll-Manier bewegt sich George durch einfallslose Abschnitte mit nervigen Tierfeinden, trotzt Abgründen wie Fallen gleichermaßen und ist scheinbar immer auf der Suche nach seinem Hirn. Denn wie bereits von uns bemängelt, ist das Handling des hühnerbrüstigen Nervtöters aus der Steinzeit. Dadurch tritt ein weiteres Problem auf den Plan: Das Spiel wird zu schwer. Viel zu schwer für Kinder und auch wir hatten unsere liebe Mühe nicht auszuflippen, und aus dem Helden einen George am Wiimote-Stiel zu machen. Die eingestreuten Quicktime-Events wirken zudem etwas gekünstelt die vermaledeite Steuerung setzt in diesen Passagen ihr stinkendes i-Tüpfelchen wie ein Fliegenschiss auf dem Dackelkot.
Verzweifeln für Fortgeschrittene...
Die versaute Steuerung verdirbt auch hier alles: Das nicht immer von Erfolg geprägte Wiimote-Gefuchtel bei Kämpfen, Quicktime-Events und speziellen Aktionen ist anstrengend und nervig zugleich. Dadurch wird George der aus dem Dschungel kam künstlich schwieriger, als es für die angestrebte Zielgruppe eigentlich sein dürfte und es das anspruchslose Gameplay vermuten lässt. Verliert Ihr Eure Bananen quasi eine Art Healthbalken gänzlich, dürft Ihr an zumeist unfair verteilten Checkpoints von Neuem beginnen. Gehen Euch zudem sämtliche Leben aus, ist allerdings Schluss und Ihr müsst das Level von vorne starten sofern Ihr Euch nicht vorher mit Schlinge um den eigenen Hals selbst gerettet habt.
George der aus dem Dschungel kam im Test.
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