Gesamtwertung39 %/10 |
GrafikBefriedigend SoundAusreichend |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegMangelhaft |
BedienungUngenügend |
Dem geneigten Spieler (das seid hoffentlich nicht Ihr) werden zu Beginn drei Tierchen zur Seite gestellt, die gerne mit einem zusammen leben wollen. Mit dem Zug werden sie bis vor die Haustür gebracht, um anschließend in einem von vier Gärten herumzutollen. Die Aufgabe des Spielers ist es nun die Viecher so richtig zu verwöhnen und ständig zu beschäftigen. Das bedeutet im Klartext: Einkleiden, streicheln, füttern und mit Unterhaltung in Form von Minispielen sorgen. Im Laden können Sportgeräte und Spielzeug für die kleinen Haustiere gekauft werden und anschließend stehen an diesen allerhand Fuchtel-Minispiele zur Verfügung. Mehr als ein "Wackel mit der Wiimote herum" oder "Drücke schnell die A-Taste" wird nur selten verlangt, dementsprechend einfach geraten ist der Schwierigkeitsgrad. Spieler die älter als acht Jahre sind, sollten auch auf den schweren Graden schnell Highscores einfahren. Leider sinkt dadurch auch nach kürzester Zeit die Motivation Littlest Pet Shop noch einmal in das Laufwerk zu schieben, es sei denn man hat wirklich vor alle Gegenstände und Pets zu sammeln. Ständig werden Aufgaben auf dem Bildschirm angezeigt und meistens schalten sich zur Belohnung in regelmäßigen Abständen neue Items frei. Je schöner der Garten wird, umso schneller spricht sich herum, wie viel Spaß man dort haben kann und weitere Tiere fragen um ein Zugticket zu Euch zu erhalten. Zugtickets kann man wiederum im Laden kaufen. Da Geld nie knapp wird - denn die Minispiele überschütten Euch mit Gold - habt Ihr keinerlei Probleme jederzeit die neuesten Gegenstände und Tiere zu bekommen. Freischaltbar sind 32 verschiedene Tierarten und 15 Minispiele. Na, dann mal auf ans Sammeln…
Erst einmal die gute Nachricht: Eure Kinder werden es lieben, wenn sie Fan des Hasbro-Spielzeugs sind. Wer allerdings von sich behauptet schon aus diesem Alter hinausgewachsen zu sein, wird den Anblick, der hier dargeboten wird, kaum ertragen. Die Tiere sind ihren Spielzeug-Pendants stärker nachempfunden als einem lieb ist. Riesige Augen mit Herzchen und Sternchen als Pupillen grinsen Euch diabolisch an, die Köpfe sind überproportional groß gegenüber den Körpern… Hier hat Hasbro wirklich bewiesen, dass sie verstanden haben, wie das Kindchenschema funktioniert, aber muss man es direkt so übertreiben? My Little Pony ist noch gar nichts dagegen! Wenn man vom Design der Viecher absieht, gibt die restliche Grafik leider auch kaum was her. Die Gärten sind detailarm und buhlen mit Animal Crossing um den Thron als hässlichstes Spiel mit N64-Grafik. Sobald Ihr die kleinen Spielzeugtiere über die Welt steuert, beginnt Littlest Pet Shop auch noch an zu ruckeln. Wirklich eine Glanzleistung. Den Spielspaß trübt das trotzdem kaum, weil die Minispiele - und um die geht es schließlich hauptsächlich - davon unbeeinflusst bleiben.
Es gibt Minispiele à la Dancing Stage, wo im richtigen Moment eine bestimmte Taste auf der Wiimote gedrückt werden muss. Hier ist die Musik ganz gut gelungen, wenn auch nichts Überragendes. In den Gärten nimmt man die verschiedenen Musikstücke aber kaum mehr wahr, was eher ein positives Zeichen ist, da Ihr meistens eh nur Midi-Klängen lauscht. Jede der Tierrassen hat ein Stimmchen verpasst bekommen, die Euch andauernd hinterher rufen, weil sie irgendetwas von Euch wollen. Leider kann man die Soundeffekte im Spiel nicht ausstellen.
Sollte dieses Spiel also tatsächlich in Eurem Laufwerk landen, werdet Ihr direkt mit einer Katze, einem Hasen und einem Hund im ersten Garten abgesetzt. Weitere Gärten kommen im Laufe der Spielzeit automatisch hinzu. Vom ersten Moment an, begleitet das Tutorial von Littlest Pet Shop den Spieler um zu erklären, wie man den Tieren ein angenehmes Leben beschert. Die Einblendungen vom Tutorial können so lange, wie man den Befehl noch nicht ausgeführt hat, mit einem Klick auf ein Briefkasten-Symbol noch einmal nachgelesen werden. Der erste Kontakt mit den Gebäuden kann mitunter verwirrend sein, weil in dem Tutorial lediglich steht, dass man dem roten Pfeil folgen soll. Diese Markierungen sind allerdings so hoch über den Häusern, dass man sie nicht sehen kann ohne ein gutes Stück von ihnen weg zu gehen. Die Kamera kann man nicht beeinflussen, was den Einstieg nicht gerade einfacher macht.
Die Steuerung an sich ist bei Littlest Pet Shop erfreulich einfach ausgefallen und mit wenigen Handgriffen beherrschbar, was vor allem daran liegt, dass Ihr ohnehin nur die Wiimote in den Händen haltet. Mehr benötigt man auch gar nicht um jedes der Minispiele zu bewältigen. Mit dem Digikreuz werden die Tiere anstandslos durch die Gärten manövriert. Vor jedem Minispiel wird die Steuerung erklärt, dabei wäre das gar nicht nötig, weil die meisten von ihnen sehr simpel sind und auch während der Spiele angezeigt wird, wie man die Wiimote bewegen muss um Punkte zu machen. Aber was ist das? Es gibt wirklich nur wenige Gesten, die mit dem Controller ausgeführt werden können. Littlest Pet Shop beschränkt sich entweder nur auf die Tasten auf der Wiimote oder aber horizontales und vertikales Gefuchtel genügt völlig. Es gibt zwar auch das ein oder andere Minispiel wo gekurbelt werden darf oder die Wiimote als Lightgun genutzt wird, aber das ist schon eher die Ausnahme. Sobald Ihr in Euren Gärten steht, erscheinen eine Vielzahl von Symbolen auf dem Bildschirm, deren Bedeutung ohne Ausprobieren nicht ersichtlich ist. Es wäre eigentlich nicht zu viel verlangt, wenn wenigstens kurz ein Stichwort aufpoppen würde zu den Menüs, wenn man mit der Wiimote auf die Zeichen deutet.
Herr Doktor, ich brauche mein Insulin! Diabetiker sollten die Finger von diesem Machwerk lassen, denn die Zielgruppe ist zwischen vier und acht Jahre alt, weiblich und steht auf die neue Generation der Wackeldackel namens "Littlest Pet Shop". Es ist geradezu Wahnsinn, wie konsequent Hasbro das Kindchenschema ausnutzt, um bei Kindern anzukommen. Riesige (!) Kulleraugen, ein überdimensional großer Kopf, süßes Gewinsel und schon hat man unseren Nachwuchs zu willenlosen Zombies gemacht, die auf dieses Spielzeug abfahren. Dazu ein Videospiel zu programmieren, ist schon längst Standard - die "Bratz" haben es vorgemacht. Allein schon aus moralischen Gründen möchte ich Eltern ans Herz legen diesen Trend nicht mitzumachen. Für alle die dennoch ins Regal greifen wollen: Euch erwartet eine Kreuzung aus Minispiele-Sammlung und Tamagotchi, die spielerisch reibungslos funktioniert und die Kids zufrieden stellen wird. Mängel wie die detailarmen Grafiken, die etwas unübersichtliche Spielwelt und leicht umständliche Menüs seien trotzdem erwähnt. Außerdem machen die Minispiele in Rayman Raving Rabbids einfach viel mehr Spaß, weil es Littlest Pet Shop an eigenen frischen Ideen mangelt und es nicht einmal einen Multiplayer-Modus gibt.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Littlest Pet Shop im Test.
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