Gesamtwertung81 %/10 |
Grafik8 Sound7 |
Lanzeitspaß8 Spieleinstieg8 |
Bedienung8 |
Marbles! Balance Challenge gibt sich optisch keine Blöße. Für ein simples Rätselspiel ist die grafische Darstellung sehr liebevoll ausgefallen und bietet ein sehr niedliches Design. Allein schon Anthony, unsere kleine Ameise, lernt man richtig lieben, wenn sie so klein und herunter stilisiert durch die Gegend läuft oder wir einen Pandabären als Kugel für die Labyrinthe nutzen. Auch die Stages sind sehr abwechslungsreich gehalten und weisen schöne Details auf, wie spiegelnde Oberflächen. Lediglich die Hintergründe in Form von Wolken oder angedeuteten Wäldern möchten nicht in die Detailverliebtheit der Stages hinein passen.
Dass es keine Sprachausgabe in Marbles! Balance Challenge geschafft hat, verwundert eigentlich kaum. Wie viele Rätselspiele gibt es schon in diesem Stil, die tatsächlich vollständig synchronisiert sind? In diesem Fall also leider keine Ausnahme. Dafür ist die Musikuntermalung in den Levels und Menüs sehr beschwingt und fröhlich ausgefallen. Sie steckt einen regelrecht mit Freude an. Schlechte Laune kommt so vor der Wii auf keinen Fall auf. Auch die Soundeffekte fügen sich toll in das gute Gesamtbild ein.
Die Steuerung dieses Wii-Spiels ist einfach und zugleich doch fordernd, wenn man das zugrunde liegende Spielprinzip nicht außer Acht lässt. Marbles! Balance Challenge orientiert sich vom Gameplay immerhin an den Kugellabyrinthen, wo man eine Plattform durch zwei Schalter an zwei Seiten kippen kann. In diesem Geschicklichkeitsspiel wird die Wiimote oder das Balanceboard wie die bewegliche Platte behandelt. Folglich kippt Ihr mit der Wiimote den Boden passend hin und her um eine Kugel in filigraner Arbeit über kleine Brettchen zu schicken. Das Balance Board ist für solch ein Gameplay natürlich auch prädestiniert, kommt hier aber wieder nicht ganz an die Präzision der Wiimote heran, außer Ihr habt eine außergewöhnlich hohe Kontrolle über Euren Körper.
Die Story von Marbles! Balance Challenge dreht sich um die kleine Ameise Anthony, die auf der Suche nach der goldenen Sonnenblume ist. Da die Welt für Ameisen aber gefährlich ist und der Winzling ohnehin viel zu klein geraten ist um die großen Wegteile zum Sumpftempel einzusammeln, müssen wir aushelfen. Mit einer Kugel rollt Ihr nun durch einen von 200 Labyrinthen und lest Kristalle und die wichtigen Kororin-Kapseln auf. Ohne die Kristalle und die Koroin-Kapsel aufzusammeln, könnt Ihr einen Level ohnehin nicht erfolgreich abschließen und der Weg zum Ende der Stage ist nicht immer leicht zu finden. Die Kugel rollt auch das ein oder andere mal Überkopf schmale Stege entlang oder Fallen verwehren Ihr den Zugang zu weiteren Plattformen. Plattformen die sich ununterbrochen bewegen und zwischen denen Ihr über eine Schlucht rollen müsst, sorgen für Angstschweiß auf der Stirn. Magnete führen unsere Kugel wie durch eine Achterbahn an das Ziel. Auch sind nicht alle Kugeln gleich, sondern unterscheiden sich teilweise in Ihrem Gewicht und somit der Geschwindigkeit in der sie über die Plattformen rollen. Die Entwickler haben sich eine Menge einfallen lassen, damit die Stages vor Abwechslungsreichtum nur so strotzen. Wer Marbles! Balance Challenge dann letztendlich gemeistert hat, darf sogar in einem Editor eigene Stages bauen und erproben.
Dieses Geschicklichkeitsspiel zählt definitiv zur Kategorie "leicht zu lernen, aber schwierig zu meistern". Anthony erklärt zwar alles und man hat den Dreh auch sehr schnell raus, da die Steuerung sehr intuitiv umgesetzt wurde, aber an manchen Stages verzweifelt man trotzdem. Aber keine Angst, Marbles! Balance Challenge beginnt nicht gleich so schwierig, sondern mit ganz einfachen Stages. Immerhin habt Ihr 200 Stück zu absolvieren und die richtig kniffligen kommen da erst im späteren Spielverlauf. Anfänger wachsen also an Ihren Aufgaben und brauchen keine Scheu vor der Herausforderung zu haben.
Mehrere Tage haben wir Marbles! Balance Challenge im Multiplayer-Modus gewidmet, denn dieser Spielmodus macht zu viert immer noch am meisten Spaß. Hier sind die Stages genauso aufgebaut wie im Solomodus, das Spiel läuft allerdings auf Zeit und Ihr startet unterhaltsame Rennen. Wer als erstes in das Ziel kommt, gewinnt. Es ist aber einfach lustig, wenn man zu vier Spielern vor dem TV steht und man zum Beispiel kurz vor dem nächsten Checkpoint auf der Strecke versagt und in die Tiefe stürzt. Das macht die Rätsellabyrinthe noch viel spannender. Auch kann man im Multiplayermodus neben drei Wiimotes auch noch das Balance Board als Controller nehmen. Leider kann die Wii bislang nicht mehr als eines der Fitnessboards registrieren, dann wären die Duelle durchaus auch fair geworden. Leider gibt es aber auch in Marbles! Balance Challenge wieder keinen Onlinemodus. Lediglich die Rekorde können in Statistiken ausgetauscht werden.
Wir haben vier Tage lang fast Non-Stop zu mindestens vier Personen vor der Wii-Konsole verbracht um die kleine Ameise Anthony mittels Wiimote und Balance Board an Ihr ersehntes Ziel zu bringen. Schnell motiviert einen das simple Spielprinzip mit seinen Kopfnüssen dazu Stunde um Stunde die Controller zu kippen und eine Kugel durch ein wirres Labyrinth zu schubsen. Neue Ideen wie elektrostatisch aufgeladene Felder und über Kopf stehende Plattformen gestalten die Rätsel und Fallen auch entsprechend abwechslungsreich, so dass keinerlei Langeweile aufkommt.
Richtig rund geht es dann im Multiplayer, wenn vier Spieler im Splitscreen-Modus gegeneinander um die Wette kullern und dabei dann auch das Balance Board zur Hilfe genommen wird. Die Steuerung ist zwar, wie so häufig, mit der Wiimote wesentlich präziser, aber das tut dem Spaß trotzdem keinen Abbruch. Wer sich also an den Kugellabyrinthen seiner Kindheit erfreuen kann, wird auch Anthony gerne dabei helfen zur goldenen Sonnenblume zu finden.
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Marbles! Balance Challenge im Test.
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