Gesamtwertung84%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungGut |
Lust auf 'ne Party?
Nein, wir sind hier nicht bei Mensch, ärgere dich nicht!. Dieser Satz sei gleich von vornherein gesagt, denn auch in Mario Party 8 für den Wii dreht sich alles um ein Spielbrett. Auf dem dürft Ihr Euch mit einem vorher gewählten Charakter aus dem Mario-Universum sowie einem oder mehreren Freunden und natürlich auch der KI bewegen. Sinn des Ganzen: Man spielt solange, bis verschiedene Ziele erreicht wurden. Anfangs werden als Ziel zwei Sterne vorgegeben, die es einzusammeln gilt. Mit der Zeit und natürlich dem erreichten Fortschritt ändern sich nicht nur die Anzahl an gelb leuchtenden Sternen, die man zum Sieg benötigt, sondern auch die - zahlenmäßig etwas gering ausgefallenen, dafür aber abwechslungsreichen sechs Spielbretter an sich.
Die Anzahl an Feldern, die ihr pro Spielzug weiterziehen dürft, werden mit einem gekonnten Streich mit der Wiimote nach dem Zufallsprinzip entschieden. Und denkt jetzt ja nicht, dass das alles gewesen wäre. Spezialfelder bringen die eigentliche Würze in das an sich simple Gameplay: Entweder man erhuscht einen speziellen Bonbon oder tritt in einem Minispiel gegen den Kontrahenten an. Erstere insgesamt sind es 14 - bringen übrigens verschiedene Möglichkeiten mit sich.
Dreimal-Bonbons beispielsweise bescheren Euch ganze drei Würfel, deren Summe Euren Spielzug ergibt, während Sprung-Bonbons hingegen Euch die Möglichkeit geben, bis zu einem weiter entfernten Kontrahenten vorzurücken.
Damit gerade nicht gebrauchte Bonbons auch dann benutzt werden können, wenn Not am Mann ist, darf der Spieler diese bis zu einer vorgegebenen Menge anhäufen und vor jedem Spielzug entscheiden, ob man lieber würfeln oder nun eben einen solchen Bonbon benutzen möchte. Verkompliziert wird die bisher immer noch einigermaßen überschaubare Spielessenz durch einsammelbare Münzen, die Ihr immer wieder hier und da auf den Spielbrettern finden werdet und natürlich auch braucht.
Am Wichtigsten ist vor allem, dass Ihr genug Münzen bereithaltet, um bei Erreichen eines Sternes diesen auch erwerben zu können. Bloßes Einsammeln der begehrten Objekte ist also nicht drin. Zweiter Verwendungszweck der Münzen: Das Kaufen.
Mit den Talern dürft Ihr nicht nur kleinere Touren über das Spielbrett erhuschen, die Euch schneller voranbringen, sondern auch unabdingbare Bonbons bei illustren Händlern erwerben.
Gelungenes Mehrspieler-Gefuchtel!
Wer unserer Beschreibung bisher nicht folgen konnte, darf trotzdem beruhigt sein: Das Gameplay von Mario Party 8 lässt sich mit dem Satz Schwer zu erklären, einfach zu erlernen wohl am Besten zusammenfassen. Das gilt übrigens auch für die teils fordernden Minispiele: Bevor es zur Sache geht, darf man sich in eine Proberunde stürzen und sich die Steuerungsbefehle erklären lassen. Ein Luxus, den man bei anderen Partyspielen wie dem hektischen Wario Ware: Smooth Moves noch so schmerzlich vermisst hat. Nettes Extra: Besitzt Ihr eigene Miis, dürfen diese anstelle der Fantasy-Charaktere ans Eingemachte.
Pech für denjenigen, der keine Freunde hat oder nur eine Wiimote und einen Nunchuk-Controller besitzt: Mario Party 8 funktioniert lediglich als Mehrspieler-Fest, Solisten langweilen sich mit den ansonsten witzigen Herausforderungen bereits nach kurzer Zeit. Wer einmal einen Pulk Freunde um sich scharrt und mit selbigen auf den knallbunten Brettern gegeneinander angetreten ist, wird die Steuergeräte so schnell nicht mehr aus der Hand geben bzw. alleine spielen wollen.
Die KI-Figuren des Spiels sind zwar alles andere als dumm, aber einfach kein Ersatz menschlicher Gegner. Und es lohnt sich definitiv, mit anderen gemeinsam viele Runden zu bestreiten. Erreichte Fortschritte bringen neue Spielchen, Items und Möglichkeiten auf der anfangs noch recht dürftigen Umfang-Palette mit sich. Schade: Einen Online-Modus gibt es leider nicht.
Das Handling der verschiedenen Aufgaben ist nach der löblichen Erklärung stets verständlich und nur selten etwas unpräzise. Die Steuerung mit Wiimote-Fernbedienung und Nunchuck passt zum Spiel gar wie die Faust aufs Auge. Nicht erkannte Bewegungen sind glücklicherweise im Vergleich mit anderen Spielen auf Nintendos weißem Brett Mangelware. Auch optisch gibt es nichts zu meckern, wenn man denn nun nicht allzu viel Wert auf eine ultrarealistische Grafik legt.
Natürlich legt Mario Party 8 den Schwerpunkt auf eine möglichst kindgerechte Darstellung und das beinhaltet nun mal knallbunte Figuren und Level. Wer sich aber darauf einlässt, bekommt eine mit viel Liebe zum Detail gestaltete Spielwelt mitsamt guter Animationen. Kind bleibt Kind, das gilt auch für die Soundausgabe: Quietschfidele Effekte treffen auf Fröhlichkeit geradezu injizierende Hintergrundmelodien. Eine echte Sprachausgabe gibt es nicht, dafür aber lustige Laute und ins Deutsche übersetzte Menüs und Spielanweisungen.