Metroid Prime 3: Corruption

Review
Plattform
WII
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Retro Studios Inc.
Erscheinungsdatum
-
Genre
Shooter
USK
16
Metroid Prime 3: Corruption [WII , looki.de]

Gesamtwertung

92%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Sehr gut

Lanzeitspaß

Sehr gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Sehr gut

Metroid Prime 3: Corruption

Nach den ersten Minuten mit Metroid Prime: Corruption macht sich ein merkwürdiges Gefühl breit. Man mag sich sogar fragen, ob das noch das Metroid Prime ist, wie man es liebt und schätzt. Es hat sich nämlich nicht nur die Steuerung erheblich geändert, auch das Flair ist ein anderes. Heißt das, dass die Metroid Prime-Trilogie einen minderguten Abgang hinlegt? Oder hat sie sich stattdessen weiterentwickelt und darf mit Ovationen belohnt werden? Wir schauen uns das neue Metroid durch den Scan-Visor ganz genau an.

Bereits zu Beginn von Samus Wii-Abenteuer spürt man, dass man sich auf Veränderungen einstellen muss. So gibt es nicht nur zwischenmenschliche Interaktion, sondern sogar richtige Sprachausgabe. Natürlich hüllt sich die Heldin selbst, typisch Nintendo, in Schweigen. Doch allein die Anwesenheit von Sprache in einer von Nintendos ehrwürdigen Serien ist eine Überraschung. Das gesprochene Wort sichert hier vor allem die Authentizität des Spiels, da die Kopfgeldjägerin diesmal eng mit der Konföderation zusammenarbeitet und vor allem anfangs immer wieder auf Mitstreiter trifft. Die Kameraden sind jedoch nicht ausschließlich Mitglieder der Konföderation. Samus soll nämlich im Auftrag der Menschheit mit drei weiteren Kopfgeldjägern an einem Strang ziehen, die selbst kaum menschlicher sind als die garstigen Weltraumpiraten. Das Problem, ein eigenartiger Virus hat einen Supercomputer infiziert. Ganz klar, Sabotage! Doch die Zielstellung ändert sich schnell, als die Piraten einen Großangriff starten. Bei der Attacke werden so genannte Leviathane ausgesetzt. Diese gigantischen Keime sind in der Lage ganze Planeten mit dem gefährlichen Phazon-Erz zu verseuchen. So weit darf es nicht kommen und so machen sich Samus und die anderen Kopfgeldjäger auf, um die eingenisteten Keime zu vernichten. Zur Unterstützung hat man ihnen Module verpasst, die die Angriffskraft kurzzeitig enorm erhöhen. Dazu nutzen sie die enorme Energie aus dem Phazon. Ein Spiel mit dem Feuer, wie sich herausstellen soll.

Ich glaub ich werde zum Kopfgeldjäger

Die Einleitung spielt sich in einem Raumschiff der Konföderation ab. Kaum sich die Heldin eingelebt und am Briefing teilgenommen, hagelt ein mächtiger Angriff der Weltraumpiraten auf das Schiff nieder. Für die Kopfgeldjäger ist es Ehrensache bei der Verteidigung mitzuhelfen. So stürzt man direkt in das große Getöse und wendet an, was man quasi nebenbei und im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch gelernt hat. Schnell wird dabei klar, wie gut die Steuerung per Wiimote und Nunchuck eigentlich funktioniert. Das Konzept verbindet im Prinzip die Kontrollstuktur der beiden Vorgänger mit der von Red Steel.

Doch keine Sorge, Metroid Prime: Corruption spielt sich direkter und präziser als der Shooter aus dem Hause Ubisoft. Der Lock-on blieb übrigens erhalten und erleichtert es, den Aliens die eine oder andere Salve um die Ohren zu hauen. Damit die Kämpfe trotzdem fordernd bleiben, hält das Anvisieren nur so lange, wie der Blickkontakt besteht. Deckung, spezielle Manöver, wie zum Beispiel Teleportation, und individuelle Schwächen halten also auch geübte Weltraumjäger auf Trab. Um das Spielerlebnis noch packender zu machen, hat sich das Entwicklerteam zudem ein paar nette Kniffe einfallen lassen.

So nutzt man den Enterhaken etwa indem man das Nunchuk nach vorne schwingt und anschließend wieder ruckartig nach hinten zieht. Damit lassen sich Klappen senken, Plattformen aus der Wand ziehen oder Gegner ihres Schildes berauben. Manche Schalter sind außerdem durch pumpende Bewegungen oder das Verdrehen der Wiimote zu bedienen. So taucht man noch intensiver als bisher in die detaillierte Spielwelt ein.

Auch mal was Neues probieren

Warum bekomme ich Samus schon zu Beginn ohne Helm zu sehen? Wann kommt der Zeitpunkt, an dem ich alle meine Fähigkeiten verliere und bei Null anfangen muss? Fragen, die sich ein echter Metroid-Fan definitiv stellen wird. Ja, auch hier hat Nintendo mit der Tradition gebrochen. Doch keine Sorge, Samus ist ja immerhin kein unangenehmer Anblick und durch den nicht vorhandenen Itemraub kommt das Abenteuer wesentlich flotter ins Rollen.

Das Wichtigste bleibt immerhin unverändert, dass außergewöhnliche Spielprinzip. Die Titel der Metroid Prime-Serie waren noch nie simpel gestrickte Ego-Shooter und auch Corruption bleibt, trotz der wesentlich actionfreudigeren Steuerung, der Linie treu. Spannende Kämpfe wechseln sich mit cleveren Rätseln und der neugierigen Erkundung der Spielwelt ab. Ein Glück, dass man wieder besonders eigentümliche Planeten retten darf. Einfach den Scan-Modus auswählen, fleißig die Umgebung analysieren und schon erhält man Informationen zu Flora, Fauna, Zivilisationen oder Gegnern. Dieses Tool gibt aber nicht nur nützliche Hinweise, mit denen man Rätsel lösen oder seine Feinde effektiv bekämpfen kann, sondern ist auch wichtiger Bestandteil der Atmosphäre. Man ist ständig auf der Suche nach scanbaren Objekten, erfährt immer mehr über fremde Welten und kommt nebenbei noch den Geheimnissen alter Zivilisationen auf die Spur. Doch nicht jeder Bereich einer Welt ist sofort und jederzeit zugänglich. Metroid-Veteranen wissen, dass neue Upgrades stets dabei helfen neue Pfade zu betreten. Also ist es essentiell neue Fähigkeiten zu erwerben. Sei es ein neues Waffensystem, damit dem sich beispielsweise Eis schmelzen lässt, oder ein verbesserter Enterhaken, mit dem man sich über Abgründe schwingen kann.

Neu ist hingegen, dass nun auch das Raumschiff der Heldin aufgewertet werden kann. Dieses dient nämlich nicht nur als Transportmittel zwischen den Planeten, sondern lässt sich mit dem neuen Command-Modus an bestimmten Stellen befehligen. Man hat einen neuen Landepunkt aufgestöbert? Na dann ruft man eben das Schiff rüber und schafft sich somit eine Möglichkeit zum speichern oder abheben. Später ist sogar ein Bombardement für wichtige Ziele abrufbar. Um das Spielerlebnis ein wenig aufzulockern, darf man sich im Optionsmenü kleine Extras zulegen. Dabei handelt es sich etwa um Artworks, Musikstücke oder alberne Dinge, wie einen Wackelkopf-Mii für das Schaltpult im Raumschiff. Bezahlt werden diese Boni mit Punkten, die man für das Erfüllen gewisser Aufgaben erhält. Darunter ist das Besiegen von Bossgegnern, das Scannen besonderer Artefakte oder das Ausschalten einer bestimmten Anzahl von Gegnern.

Tourismus für Fortgeschrittene

Viel Liebe zum Detail spürt man jedoch nicht nur bei den Rätsel- und Levelstrukturen, sondern auch beim Design der virtuellen Welten. Zerfallene Ruinen und überwucherte Artefakte gehören zum guten Ton. Corruption glänzt, wie schon seine Vorgänger, durch einen brillanten Stil und zahlreiche Kleinigkeiten, die aber einen großen Teil zur Atmosphäre beitragen. Zum Beispiel spiegelt sich Samus im Scan-Visor, wobei ihre Augen sichtlich dem Fadenkreuz folgen. Der stimmungsvolle Soundtrack passt sich dem Spielgeschehen gut an und greift gelegentlich bekannte Themen auf. Ein Grund mehr, aus dem man sich in der Haut der Jägerin direkt wohl fühlt.

Fazit

Das lange Warten hat sich gelohnt. Metroid Prime: Corruption ist ein Pflichtkauf für jeden Wii-Besitzer. Die Stimmung ist einfach einzigartig und die neue Steuerung funktioniert ausgesprochen gut. Wer ausgeklügelte Rätsel und spannende Kämpfe mag, wird vollkommen in Samus Welt eintauchen. Die verschiedenen Abweichungen von der Metroid-Norm werden Fans ohnehin verkraften, heben sie den letzten Teil der Trilogie doch angenehm hervor. Dennoch merkt man, dass auch das Spielprinzip langsam ein paar kräftige Neuerungen vertragen könnte. Schließlich hat sich daran seit dem ursprünglichen Metroid Prime kaum etwas geändert. Auch ein Mehrspielermodus wird schmerzlich vermisst. Trotzdem ist klar, dass Corruption das bisher beste und schönste Spiel für Nintendos Wii ist. Und vielleicht sehen die Herren von Retro Studios das Ende der Trilogie ja als geeigneten Punkt, um Metroid ein wenig umzukrempeln.

Metroid Prime 3: Corruption [WII , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

X360: Gears of War 2: Multiplayer-Detail...
X360: Wiseman macht Gears of War-Film
X360: Alone in the Dark ist fertig
PC: Guild Wars 2: Keine Beta in diesem J...
Sudden Strike 3: Arms for Victory
Bleach: Dark Souls
DS: Microsoft erachtet DS als 'rentabel'
X360: BF Bad Company: 360-Probleme bekan...
Stronghold Crusader Extreme
PSP: LocoRoco 2 erscheint noch 2008
PC: World of WarCraft trifft auf Guitar ...
Enemy Territory: Quake Wars
X360: Too Human: Zehn Stunden lang
Lips
PS3: Nur Resistance 2 mit Trophäen

Weitere Spiele Reviews:

PSP: Patapon
WII: Wii Fit
Lost Odyssey [X360 , looki.de]
Die Geheimnisse der Spiderwicks [X360 , ...
Assassins Creed: Altairs Chronicles [DS ...
Bully: Die Ehrenrunde [WII , looki.de]
PC: Assassin's Creed Director's Cut Edit...
LEGO Indiana Jones [X360 , looki.de]
PSP: ATV Offroad Fury Pro
DS: Final Fantasy Tactics A2: Grimoire o...
PS3: Grand Theft Auto IV
X360: Mass Effect: Kollisionskurs
MX vs. ATV Untamed [PS3 , looki.de]
DS: Dr. Reiner Knizias Logik-Coach
Goin' Downtown [PC , looki.de]

Vorschau auf neue Spiele:

DS: The Legend of Zelda: Phantom Hourgla...
PS3: Afro Samurai
X360: Lost Odyssey
DS: Final Fantasy XII: Revenant Wings
Anno 1701 [PC , looki.de]
WII: No more Heroes
PSP: PSP 2008: Gimmick-Rummel
PS3: Metal Gear Online
Spore [PC , Justgamers]
PC: Sherlock Holmes jagt Arsène Lupin
Geheimakte 2 [PC , looki.de]
Final Fantasy XII [PS2 , looki.de]
Crysis [PC , looki.de]
This is Vegas [X360 , looki.de]
X360: Darksiders: Wrath of War