Gesamtwertung50 %/10 |
GrafikMangelhaft SoundAusreichend |
LanzeitspaßUngenügend SpieleinstiegMangelhaft |
BedienungAusreichend |
Monopoly für die Wii hält sich stark an das originale Brettspiel. Während der Spielzeit werdet Ihr von einem unentwegt plapperndem Maskottchen begleitet, dass ebenfalls altbekannt ist von dem kultigen Gesellschaftspiel. Die Minispiele sehen witzig aus, aber grundsätzlich dürft Ihr von Monopoly nicht viel erwarten. Die Effekte und Animationen sind bestenfalls Standard und bieten keinerlei Highlights. Fans stören sich zwar ohnehin nicht an der biederen Optik, aber wer es ganz traditionell mag, kann dann auch gleich auf das Wii-Spiel verzichten und das echte Spielbrett herausholen.
Auch beim Sound kann Monopoly nicht in der Oberliga mitspielen. Dafür wiederholt der Sprecher viel zu penetrant seine Sätze und kann sich leider auch nicht stumm stellen lassen. Hier reicht nur ein Griff zur Fernbedienung und der Mute-Taste. Aber nicht nur der Sprecher meint einem immer wieder die gleichen Kommentare abgeben zu müssen. Die Musik unterscheidet sich zwischen jedem Brettdesign, ist aber nur wenige Sekunden lang. Da eine Partie Monopoly auch schon mal mehrere Stunden dauern kann, nerven die ständigen Wiederholungen und hinterlassen den Eindruck, dass den Soundkomponisten die Motivation für dieses Spiel gefehlt hat.
Monopoly für die Wii weist die größten Schwächen ausgerechnet in der Bedienung auf, weil die meisten Buttons in den Menüs sehr klein gehalten wurden und somit jede Eingabebestätigung zur Qual wird. Ironischerweise müsst Ihr so häufig auf diese Buttons zeigen, dass Euch die Laune auf eine virtuelle Runde komplett vergeht. Immerhin funktionieren die Minispiele im Krösus-Modus völlig einwandfrei, aber hier muss man sich ja auch nicht durch zig Menüs klicken und kleine Buttons drücken.
Was hat man von einer Videospielumsetzung eines Brettspielklassikers wie Monopoly zu erwarten? In diesem Fall bekommt Ihr ein originalgetreues Monopoly für die ganz Faulen unter Euch, die keine Lust haben Spielgeld zu sortieren und Hypotheken aufzuschreiben. Nach wie vor werft Ihr die Würfel um anschließend Straßen aufzukaufen und Hotels zu erbauen. Betritt einer Eurer Konkurrenten das Feld danach noch einmal, muss dieser Miete an Euch zahlen. Mit den CPU-Spielern will aber nicht so richtig Spielspaß aufkommen, da die CPU-Gegner sehr berechenbar handeln. So könnt Ihr immer abschätzen, wie viel ein Mitspieler von Euch verlangt um ein Feld an Euch zu verkaufen oder welche Straßen er sich aneignet. Abgesehen vom typischen Monopoly-Gameplay bietet EA Euch noch den Krösus-Modus an. Hier müsst Ihr lediglich Minispiele absolvieren und je nach dem wie erfolgreich Ihr diese abschließt, umso besser läuft die automatisierte Runde auf dem Spielbrett ab. Da Ihr selbst weniger Hand bei Straßenkäufen anlegt und die Spielrunden nun komplett automatisch ablaufen, dauert eine Partie Krösus-Monopoly in der Regel nicht länger als 30 Minuten. Diese Spielart ist daher vor allem bei Zeitmangel ideal.
Das Maskottchen von Monopoly begleitet Euch durch das gesamte Spiel. Er erklärt viel und gibt Euch einige Tipps, was grundsätzlich natürlich vor allem für Anfänger wichtig ist. Wenn er allerdings jeden Tipp bereits das zehnte Mal vor sich her murmelt, entgeht selbst Monopoly-Neulingen der Sinn dahinter, zumal die Erklärungen nicht abschaltbar sind. Wer schon etwas Erfahrung mit den Spielregeln hat, wird von dem automatisierten Monopoly etwas enttäuscht sein. Regeländerungen sind nicht so variabel möglich wie im echten Spiel. Eigene Regeln zu kreieren macht ja unter anderem den Reiz an solch einem Brettspiel aus.
Da die CPU so berechenbar ist macht Monopoly auf der Wii natürlich viel mehr Spaß wenn man die CPU gegen echte Spieler tauschen kann. Zu viert kommt dann auch endlich mal etwas taktischeres Spielen auf, da man die Vorgehensweise des Gegenspielers erstmals nicht voraussehen kann. Die so teilweise sehr spannenden Partien können über Stunden hinweg unterhalten und entschädigen für den mauen Singleplayer-Modus. Einziger Wermutstropfen ist hier der fehlende Onlinemodus, denn wann kann man schon mal vier begeisterte Monopoly-Spieler vor der Wii vereinen? Hier hat Nintendo wieder einmal Nachholbedarf.
EAs neues Monoply kann leider nur für Spielspaß sorgen, wenn man den Sound ausstellt und mit vier Freunden zusammen spielt, denn die KI der CPU-Gegner ist viel zu niedrig und somit voraussehbar für jeden Spieler. Die technische Präsentation gibt sich durchwachsen. Einerseits hat die neuste Wii-Umsetzung wieder den Stil des Brettspiels perfekt eingefangen, aber abgesehen von dem Krösus-Modus kann dieses Spiel ohnehin nichts Neues bieten für all jene die Monopoly seid Ihrer Kindheit kennen. Da wäre wenigstens eine hübschere Aufmachung drin gewesen und uns dennoch verwehrt. So unterscheidet sich Monopoly für die Wii leider nicht großartig von vorherigen Videospielumsetzungen des Kultspiels. Neu ist nur die völlig vermurkste Menühandhabung inklusive aller Minibuttons, die erst mit der Wiimote anvisiert werden müssen. Und das immer und immer wieder...
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Monopoly im Test.
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