Gesamtwertung88%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Stilecht zeitlos
Schon auf der PlayStation 2 präsentierte sich der ausgefallene und sehr passende Grafikstil von Okami zeitlos. Wunderschön gezeichnete Hintergründe, die teilweise sogar noch deformierbar sind, untermalen die Herz erwärmende Atmosphäre des Spiels. Details stecken hier in jedem Baum, in jeder Landschaft und in jedem Dorf. Jeder Ziegel ist einzigartig und wenn die Sonnengöttin in Wolfsgestalt über Felder und Wiesen trapt, hinter sich spriesende Blumen hinterlässt scheint die Sonne aufzugehen. Optisch wurde das Ganze nicht viel, aber gerade gut genug aufpoliert, so dass vor allem die geretteten und blühenden Gebiete ausdrucksstark und vereinnahmend auf den Spieler wirken. Alles scheint im Einklang zu sein und einen gigantischen Fluss darzustellen, auf dem jeder gerne schwimmt. Nur ein paar wenige Orte wirken etwas trist. Die sind aber so selten, dass sie durchaus vernachlässigbar sind. Die Kämpfe glänzen vor Effekten, die zwar nicht in der oberen Liga mitspielen, dies aber auch gar nicht sollen. Vielmehr passen sie sich gekonnt ins Gesamtkonzept der Ewigkeit ein.
Traditionell
Auch musikalisch bietet Okami Besonderes. Traditionell japanische Melodien versüßen den Alltag der Gottheit und auch die Soundeffekte, die stark an diverse Animeserien erinnern, tun ihr nötiges. Leider gibt es keinerlei Sprachausgabe und das ewige Gepiepse, wie man es von Nintendo Konsolen gewohnt ist, vermag manchmal auf den Geist zu gehen. Da sich der Titel aber generell um Spiritualität dreht, sei ihm dies verziehen.
Perfekt für Okami
Die Steuerung wurde nicht perfekt auf Wii-Verhältnisse getrimmt. Das ist auch gar nicht möglich, da das Konzept bereits vor der Ankündigung der innovativen Bedienmöglichkeiten der neuen Nintendo Konsole, wie für diese gemacht war. Wir können uns kein Spiel vorstellen, was besser zur Wii passen würde. Wie von Magie beflügelt zeichnet man mit der Wii-Mote seine Bilder und steuert die Sonnengöttin mit dem Nunchuck. Einfach klasse und perfekt ausgereift.
Lang und breit
Okami bietet nicht nur eine spirituell anspruchsvolle, völlig überzeichnete und wunderbare Geschichte, die in allerlei Zwischensequenzen konsequent weitererzählt wird, sondern trotz seiner eigentlichen Linearität auch jede Menge Freiheit. Es macht einen Heidenspaß durch die Welt zu ziehen und sie vom Übel zu befreien. Die geniale Steuerung tut ihren nötigen Teil, genau wie die technische Seite um eine Atmosphäre der Vertrautheit und einen hohen Motivationsgrad zu garantieren. Gute 20 bis 30 Stunden kann man in der Welt von Okami verbringen, ohne jemals gelangweilt zu werden. Es gibt soviel abwechslungsreiche Aufgaben zu bewältigen, so viele Schlachten zu schlagen und Minispiele zu entdecken, dass man selten bis nie ein Gefühl der Verlorenheit fühlt. Es gibt zwar nichts neues zu entdecken, dafür begeistern der Wortwitz, die interessanten Charaktere, die melancholische Stimmung und die tiefe Verbundenheit mit allem, was das Leben ausmacht, einmal mehr. Surrealität at its best!
Alles gut
Der Einstieg wird so leicht, wie möglich gemacht. Ein schönes Tutorial, dass in die Geschichte eingebettet ist, zeigt auch Neulingen alles, was sie benötigen, um sich durchs Spiel schlagen zu können. Der Schwierigkeitsgrad steift, stetig, aber langsam an, so dass sich niemand überfordert, aber auch keiner unterfordert fühlen wird.
Okami im Test.
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