Prince of Persia: Rival Swords

Review
Plattform
WII
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Pipeworks Software
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
16
Prince of Persia: Rival Swords [WII , looki.de]

Gesamtwertung

80%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Prince of Persia: Rival Swords

Der Prinz aus Persien ist zurück. Nachdem der orientalische Recke bereits mehrere Abenteuern seit Beginn der PC-Geschichte bestehen musste, und auch auf den Current-Gen Konsolen den einen oder anderen Gegner aus dem Weg räumen und dabei immer eine gute Figur machen konnte, ist es nun an der Zeit, auch die Besitzer der Next-Gen Konsolengeneration zu erfreuen. Den Anfang macht dabei Nintendos Wii mit der überarbeiteten Fassung des dritten Spieles der Serie: Prince of Persia: The Two Thrones. Leider wurde auf ein gänzlich neues Abenteuer des geschmeidigen Jünglings für das Nintendo-Erstlingswerk verzichtet. Wir haben uns durch Horden von Gegnern gekämpft, sind über mörderische Fallgruben gesprungen und an Wänden entlanggelaufen, um euch einen ausführlichen Eindruck des Wii Prinzen zu machen, ob sich der Prinz auch mit Nunchuck und Wii-Mote gut schlagen kann.

Immer im Stress

Wer sich bereits jetzt überlegt, warum er sich eine vielleicht schon von anderen Konsolen her bekannte Fassung zulegen sollte, den können wir beruhigen. Zwar ist die Story dieselbe, wie in den anderen Versionen. Doch waren die Entwickler bei Ubisoft so pfiffig, und haben den einen oder anderen Abschnitt der Level erweitert und einige sogar neu ins Spiel integriert, sodass auch für Hardcore-Gamer Neues geboten wird. Doch zunächst einmal heißt es, entspannt zurücklehnen und ein wenig Popcorn-Kino mit dem fulminanten Intro genießen. Für diejenigen unter euch, die das Abenteuer noch nicht gespielt haben, oder sich zum ersten Mal mit dem Prinzen auf Entdeckungstour begeben, seien noch ein paar Worte zur wirklich gelungenen und gut erzählten Geschichte verloren. Der Prinz, dessen Name eigentlich nie verraten wurde, hat die Herrscherin der Zeit, mit Namen Kaileena befreit und befindet sich nun mit ihr auf einem Schiff auf der Rückkehr in den sicher geglaubten Hafen nach Babylon.

Während Kaileena ihm noch einen Vortrag über die Vor- und Nachteile seiner Expedition hält, schaut der Prinz in die Ferne. Plötzlich surrt Feuerpfeil an seinem Kopf vorbei und setzt das Segel in Brand. Dutzende Pfeile folgen in einem Regelrechten Schauer. Minuten später erreichen die beiden mit ihrer Schiffsbesatzung einen Punkt, von dem aus der Prinz sein geliebtes Babylon erblicken und Hilfe erhoffen will. Doch statt Rettung und einem glücklichen Wiedersehen, steht ganz Babylon in Flammen. Nur der berühmte Turm ragt aus dem Inferno des Flammenmeeres drohend empor. Als sei dies nicht genug, werden der Prinz und Kaileena über Bord gespült. Als der Prinz wieder bei Sinnen ist, erkennt er Kaileena am Strand liegen. Noch ehe er ihr zur Rettung eilen kann, wird sie von Unbekannten verschleppt und umgebracht. So allein gelassen nimmt der Prinz den Kampf gegen das Böse und den Feind in sich selbst auf und steht vor nie geahnten Abenteuern, da durch den Tod Kaileenas der Sand der Zeit abermals befreit wird und das Böse im Prinzen erwachen lässt.

Prinzen-Rolle

Um euch mit der innovativen Steuerung der Wii auch beim neusten Prinzen-Abenteuer vertraut zu machen, werdet ihr nach dem Intro am Strand zunächst einmal in einem quasi Tutorial mit den einzelnen Bewegungsabläufen und Möglichkeiten eures virtuellen Alter Egos vertraut gemacht. So lernt ihr zunächst einmal die grundlegenden Aktionen wie das Drehen der Kamera, welches ihr wahlweise durch Kippen der Wii-Mote oder über das Steuerkreuz erreichen könnt. Gesteuert wird der Heroe mittels Nunchuck-Analogstick.

Springen könnt ihr mit der A-Taste und die B-Taste dient zum Laufen an Wänden, was im Übrigen auch auf der Wii äußerst stylisch daher kommt. Im späteren Spielverlauf setzt ihr dann noch die Z- sowie die C-Taste ein, um die Zeit zu beeinflussen. Besonders gut gefallen haben uns die einzelnen Kämpfe, die hervorragend an die Nintendo Wii-Steuerung angepasst wurden und den Kämpfen eine ganz eigene Note verleihen. Wenn ihr eure Feinde von hinten anschleichen wollt, genügt ein kurzer Schwung mit der Steuerung in dem Moment in welchem der Bildschirm ein wenig verzerrt dargestellt wird und - schwupps - habt ihr euren Widersacher im Schwitzkasten.

Dann noch einige Attacken mit der Wii-Mote und der Kontrahent ist auf dem Weg ins Nirwana. Alternativ könnt ihr einmal aufgenommene Sekundärwaffen mit eurem Nunchuck einsetzen. Auch wenn es ein umfassendes Schlag- und Comborepertoire gibt, werden die meisten von euch wohl nur die Grundschlagtechniken einsetzen, da ansonsten in der Hitze eines Gefechtes – vor allem mit mehreren Gegnern – die Übersicht verloren gehen kann.

Solltet ihr einmal die Übersicht verlieren oder sehen wollen, wo ihr euch in einem Abschnitt befindet, könnt ihr mit der 1-Taste auch aus dem Geschehen herauszoomen. Ansonsten bietet der Titel die gewohnte Prinzen-Kost: Waghalsige Sprünge an Säulen, über mit Fallen gespickte Abgründe, durch rotierende mit todbringenden Spikes versehene Holzfallen Hechten, an Simsen vorbei hangeln und so fort.

Nichts neues aber eben doch sehr nett in Szene gesetzt auch wenn man bereits nach kurzer Zeit so ziemlich jede Gemeinheit gesehen hat, bleibt die Stimmung dank der abwechselnden Locations und der durchaus gelungenen Levelarchitektur bestehen. Besonders imposant ist die Verwandlung des Prinzen Marke everybodys darling und Schwiegermutter-Typ in den fiesen, dunklen Prinz, der mit seiner Waffe so manchen Speedkill hinlegt.

Hübsch aber nicht überragend

Vergleicht man Rival Sword mit dem alten The Two Thrones und den Möglichkeiten, die die Wii eigentlich bieten könnte, könnte man vielleicht ein wenig enttäuscht sein. Während das Intro absolut gelungen ist, fällt der Rest aufgrund schlecht aufgelöster Texturen eher unangenehm auf.

Auch die eingesetzten Effekte wie Feuer und Regen, hätten ein optisches Facelifting vertragen können. Doch gerade die beiden Seiten des Prinzen, wurden gut eingefangen und in Szene gesetzt. Die Animationen verlaufen geschmeidig und auch die Choreographie der Attacken wurde gut umgesetzt. Gleiches gilt für die musikalische Untermalung und den Sound des Spiels. Hier wurde ganze Arbeit geleistet und im Vergleich mit dem Referenzprodukt Zelda, verfügt Prince of Persia: Rival Sword über Sprachausgabe, die sich auch in der deutschen Fassung hören lassen kann.

Fazit

Wenn man sieht, was bislang an Titeln für Nintendos Wii erschienen ist, gibt der persische Prinz eine gar nicht mal so schlecht Figur ab. Die gute Steuerung gehört sicherlich zu den Stärken, was beim teilweise recht fordernden Schwierigkeitsgrad auch wünschenswert ist. Die Animationen der Kämpfe und die gelungene Hintergrundstory, tragen ihr Übriges dazu bei. Lediglich die teilweise durchschnittliche Grafik verwehrt dem Prinzen Traumnoten. Letztlich lässt sich sagen, dass Rival Swords für Kenner von Two Thrones zu wenig Neues bietet, um einen erneuten Kauf zu rechtfertigen. Alle anderen, die den dritten Teil verpasst haben sollten, schnuppern unbedingt rein!

Prince of Persia: Rival Swords [WII , looki.de]

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