Gesamtwertung64 %/10 |
GrafikUngenügend SoundUngenügend |
LanzeitspaßUngenügend Spieleinstieg7 |
Bedienung7 |
Professor Heinz Wolffs Gravity ist ein typisches Rätsel- und Geschicklichkeitsspiel. Vor phantasievoll gestalteten Hintergründen, die leider ständig statisch sind, rückt Ihr Blöcke und Stäbe zurecht, was reichlich unspektakulär daherkommt. Beim Aufbauen von Rampen, wird immer wieder deutlich, wie viel Mühe die Entwickler sich bei der realistischen Umsetzung der Physik gegeben haben. Probleme bekommen eventuell Leute, die nur mit Brille Schriften entziffern können, denn häufig sind die Hinweistexte sehr klein geraten.
Bei einem Rätselspiel sollte man sich auf die Problemlösung konzentrieren können. Lobenswert ist insofern, dass die Musik nie penetrant in den Vordergrund tritt. Die Melodien wirken auf den Spieler entspannend, man nimmt sie aber mit der Zeit nicht mehr wirklich wahr.
Die Steuerung von Professor Heinz Wolffs Gravity ist fast komplett von der Maussteuerung des PC-Spiels übernommen worden. Mit der Wiimote als Pointer bewegt Ihr Gegenstände durch die Stages. Da nicht alles direkt so passt, wie es Euch zur Verfügung gestellt wurde, müsst Ihr auch schon einmal Brücken zurecht drehen. Leider wurde hier, statt die Bewegungssteuerung zu nutzen, auf die simple Steuerkreuzbelegung zurückgegriffen. Das ist so umständlich gelöst worden, dass man insgeheim versucht auf Drehungen zu verzichten.
Bei einem Spiel, welches im Titel auf Englisch das Wort "Gravity" enthält, erwartet man vermutlich zuerst einen Dr. Kawashima-Klon mit Aufgaben die sich rund um das Thema Schwerkraft drehen. In Wirklichkeit ist Professor Heinz Wolffs Gravity aber ein Rätselspiel, indem es lediglich darum geht Rampen und Brücken zu bauen, damit anschließend in einer Kettenreaktion ein Schalter gedrückt werden kann. Das ist auch schon das gesamte Spielprinzip, dass hier zugrunde liegt. Die 100 Stages werden immer schwerer und erfordern einiges an Denkvermögen. Leider gibt es bis auf diesen einen Singleplayermodus keine Abwechslung im Gameplay, so dass man Professor Heinz Wolffs Gravity nach dem Durchspielen nicht mehr einlegt. Die Knobelei ist auf die Dauer auch einfach zu eintönig geraten.
Professor Heinz Wolff steht Euch während der Stages jederzeit zur Verfügung und gibt Euch hilfreiche Tipps. Allerdings sind diese schlecht für Euren virtuellen Geldbeutel. Jeder Tipp kostet Euch einige Punkte und wenn Ihr keine mehr habt, schaut Ihr schlichtweg in die Röhre. Es sei also gut überlegt, ob Ihr wirklich einen Tipp nach dem anderen anwendet. Die Levels fangen einfach an, steigern sich aber immer wieder zu richtig schweren Aufgaben. Manchmal schwankt der Schwierigkeitsgrad zwischen den Stages gewaltig. Löst Ihr eine Stage innerhalb weniger Sekunden, kann es passieren, dass der nächste Level so schwer ist, dass Ihr nicht ohne Tipps weiterkommt.
Ich bin mit ganz anderen Erwartungen an Professor Heinz Wolffs Gravity gegangen. Der Export-Wissenschaftler aus Deutschland, der mittlerweile in England einige TV-Sendungen moderiert, stellt in diesem Spiel aber keine Spielesammlung à la Dr. Kawashimas Gehirnjogging vor, sondern geht Euch helfend in einem Puzzlespiel zur Hand. Mit nur einem Spielmodus hat man hier aber eindeutig vergessen für Langzeitmotivation zu sorgen zumal sich die 100 Stages immer wieder gleich spielen. Wer soviel Durchhaltevermögen hat alle Stages ohne Tipps durch zu spielen, dem gebührt mein Lob. Professor Heinz Wolffs Gravity ist nämlich meiner Meinung nach ein super Spiel für abends, wenn man nicht einschlafen kann. Landet die Disc im Laufwerk, seid Ihr allzu bald im Land der Träume. Auch die völlig durchschnittliche grafische Präsentation täuscht da über massig vergeudetes Potenzial nicht mehr weg.
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Professor Heinz Wolff's Gravity im Test.
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