Resident Evil 4: Wii-Edition

Review
Plattform
WII
Vertrieb
Capcom
Entwickler
Capcom
Erscheinungsdatum
-
Genre
Abenteuer
USK
18
Resident Evil 4: Wii-Edition [WII , looki.de]

Gesamtwertung

90%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Sehr gut

Lanzeitspaß

Sehr gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Resident Evil 4: Wii-Edition

Wütender Mob trifft auf supercoolen Cop mit Wiimote und Nunchuk: Ein Kampf, den nur eine der beiden Parteien gewinnen kann. Wer es letztendlich geschafft hat, erfahrt Ihr in unserem Review zu Resident Evil 4: Wii-Edition!

Oldie but Goldie...

Helden haben es wirklich nicht leicht: Diese Erfahrung muss auch Leon Kennedy machen, einer der beiden Protagonisten aus Resident Evil 2 und nun Hauptcharakter des vierten Teils der Survival-Horror-Serie. Ein Auftrag von höchster Wichtigkeit muss erledigt werden – kein einfaches Unterfangen, denn schließlich dreht sich alles um die Tochter des US-Präsidenten, die entführt wurde und Hinweisen zufolge in einem kleinen Dorf in Europa festgehalten wird. Klingt vielleicht doch nicht so gefährlich, ist ja nur ein Dörfchen mit Bauern, Deppen...und vermummten, kettensägenschwingenden Irren? Wo sind wir gelandet?

Das wird sich auch der Spieler in den ersten Minuten von Resident Evil 4 fragen. Rein äußerlich sehen die Bewohner ganz normal aus, sie gehen auch alltäglichen Tätigkeiten nach – doch wehe, wir kommen auch nur in die Nähe der ganz und gar nicht freundlichen Leute. Da werden Sicheln in unsere Richtung geschmissen, Fenster zerdeppert oder versucht, etwas von unserer Lebensmarmalade zu kosten.

Das lassen wir uns natürlich nicht gefallen und schlagen doppelt und dreifach mit Pistole, Sturmgewehr, Schrotflinte, Raketenwerfer und anderen netten Schießprügeln zurück, um den Herrschaften erst einmal Manieren bei zu bringen.

Über das Gameplay des grandiosen Survival-Actioners müssen wir wohl keine Worte mehr verlieren, inhaltlich gleichen sich GC/PS2 und die Wii-Fassung wie ein Ei dem anderem. Wie in noch keinem anderen Resident Evil-Teil steht hier die Survival-Komponente ganz besonders im Vordergrund. Werdet Ihr gejagt – und das kommt nun wirklich oft vor – hilft es nicht einfach, sich im Haus zu verbarrikadieren, zusätzlich wollen noch – je nach Möglichkeit – Schränke und Kommoden vor Türen und Fenster geschoben werden, damit auch wirklich niemand ins Innere eindringt. Und selbst dann könnt Ihr nicht sicher sein.

Dann wird halt der freundliche Mann mit der Kettensäge geholt, der nicht ganz uneigennützig Kleinholz aus dem blockierenden Interieur macht. Oder die unliebsamen Nachbaren stellen Leitern auf und versuchen, Euch eben auf diesem Weg zu schnappen.

Zwischendurch darf man sich bei einem ominösen Händler mit Waffen, Munition und sonstiger Ausrüstung eindecken – sofern natürlich Bares vorhanden ist, dass Ihr in den Szenerien oder bei getöteten Feinden sammelt. Seid Ihr bis zur Präsidententochter vorgestoßen, müsst Ihr auch auf diese Acht geben. Mit Befehlen wie „Halt“ und „Mir nach“ tanzt das Prinzesschen nach Eurer Pfeife. Zwischendurch wollen zudem noch mehr oder minder schwere Knobeleien gelöst werden.

Viel wichtiger als das allseits bekannte Gameplay ist aber in der vorliegenden Version wohl eher die Steuerung, denn mit der Wiimote und Nunchuk müsste ein ganz anderes Spielgefühl zumindest ansatzweise drin sein. Anfangs jedoch Enttäuschung: Man wird nicht von Beginn an so recht warm mit der Steuerung – die ersten Gegner sind sogar eine kleine Herausforderung. Ernüchternd geht es weiter: Warum werden die Steuerungsmöglichkeiten des Wii nur so unzureichend genutzt? Wirklich von der Bewegung Eurer Hand abhängig sind gerade mal die Quicktime-Events, das Zielen an sich, das Messerschwingen sowie das Losreißen von Feinden. Aber auch hier kommt es meist nur darauf an, die Wiimote richtig durchzuschütteln. Nach der ersten Enttäuschung dauert es jedoch nicht wirklich lang und man findet wirklich allmählich zum Handling.

Mit dem B-Button visiert man an, während man mit dem Nunchuk die Richtung der Spielerfigur festlegt und schließlich mithilfe eines runden Zielkreises ankommende Schergen erledigt. Klingt verdammt kompliziert, funktioniert jedoch nach einer Zeit vorzüglich präzise. Und auch wenn das Spielgefühl mit Wiimote/Nunchuk nicht wirklich intensiver geworden ist, freut man sich über eine durchaus gelungene Konfiguration der Befehle. Mit dem Minus-Button der Wiimote gelangt man übrigens ins eigene Inventar, der gedrückte Z-Knopf in Verbindung mit dem Control-Stick des Nunchuk lässt Euch derweilen schneller laufen.

Vorwerfen lassen muss sich Resident Evil 4 lediglich, dass es im Gegensatz zu seinen „Brüdern“ auf GameCube und PlayStation 2 nun wirklich nichts Neues bietet – löblicherweise hat man aber nun alle Zusatzkapitel zusammen, nachdem man das Spiel durchgezockt hat. Die PS2-Version hatte nämlich zusätzliche Missionen zu bieten, in deren Genuss GC-Zocker nicht kamen. Auch optisch gibt es keine nennenswerten Neuerungen zu vermelden: Stellenweise wird man jedoch den Eindruck nicht los, dass die Wii-Fassung sogar ein wenig besser als seine Pendants aussieht. Auch akustisch hat sich nichts geändert – muss sich aber auch nicht. Die Klangkulisse ist schließlich wirklich spitze.

Fazit

Wundert Euch bitte nicht über das bewusst knapp gehaltene Review: Viel hat sich am weiterhin großartigen Resident Evil 4 auch in der Wii-Fassung wahrlich nicht geändert. Charaktere, Handlung, Waffen, KI – alles ist beim Alten geblieben. Gut, die Steuerung ist anders. Wenn auch anfangs etwas ungewöhnlich, im Endeffekt aber dennoch überzeugend. Wirklich cool finde ich allerdings das Messerschwingen mit einem deftigen Wiimote-Streich, ansonsten macht die Umsetzung leider nur wenig Gebrauch von den Besonderheiten der Konsole. Muss es aber auch nicht: Mit Resident Evil 4: Wii-Edition bekommt man einen klasse Suvirval-Trip serviert, der neben den Extras der PS2-Fassung auch ein gutes Handling und kleinere grafische Verbesserungen gegenüber den älteren Versionen inne trägt. Daumen hoch für diese Umsetzung!

Resident Evil 4: Wii-Edition [WII , looki.de]

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