Gesamtwertung50 %/10 |
GrafikMangelhaft SoundGut |
LanzeitspaßUngenügend SpieleinstiegMangelhaft |
BedienungAusreichend |
Wir sind durchschnittliche Grafik ja schon längst von der Wii gewöhnt und bekommen bei Soprts Island 2 keine Ausnahme präsentiert, was die optische Brillianz einer Sportansammlung anbelangt. Zugegeben, Hudsons Compilation sieht besser aus als Wii Sports, aber das ist ja auch nicht gerade schwer bewerkstelligen. Technisch kommt der Titel ohne große Mängel daher, aber es fehlen die Höhepunkte. Die Hintergründe sind vollkommen unbelebt, das Publikum ist als solches nur schwer zu erkennen und sorgen überhaupt nicht für die passende Stimmung bei Tennis und Co.
Hier müsst Ihr jetzt ganz stark sein. Denkt Ihr am Anfang noch, dass es nicht schlimmer geht, als die Titelmusik im Startscreen, seid Ihr auf dem falschen Dampfer. Diese schon unerträglich nervige Musik wird noch von der Sounduntermalung in den Sportdisziplinen übertroffen und zwingt einen förmlich dazu den Fernseher stumm zu stellen. Solltet Ihr nun den Einwand bringen, dass man dann doch aber die Soundeffekte nicht mehr hören kann, muss ich sagen: Ja, Ihr habt recht. Aber sie sind es nicht wert, denn sie klingeln genauso unangenehm in den Ohren wie der restliche Soundtrack.
Hier hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht viel getan. Kritikpunkte des Erstlings wurden nicht angenommen, stattdessen wird die Steuerung von Sports Island in den neuen Teil 1:1 übernommen. Für Anfänger sind die Bewegungen mit Wiimote und Nunchuck zwar schnell verinnerlicht und die Minispiele auch nicht sonderlich komplex, aber die Steuerung macht Euch dennoch einen Strich durch die Rechnung, wenn es um punktgenaue Manöver geht. Bei der schon erwähnten Tennis-Disziplin ist es zum Beispiel völlig egal wie Ihr die Wiimote haltet und zuschlagt, der Ball wird ohnehin völlig willkürlich angespielt. Dass wir derzeit noch keine genaue Umsetzung von Körperbewegungen mit der Bewegungssteuerung erwarten dürfen, ist auch klar, aber müssen simple Spiele wie Eishockey oder Darts deswegen zu Frust werden? Da bleiben wir lieber bei Wii Sports, das sieht zwar schlechter aus, spielt sich aber deutlich besser.
Bei Sports Island 2 handelt es sich um eine Ansammlung von Sportdisziplinen, die Ihr in gewohnter Minispiel-Manier abschließen dürft. Hudson zeigte sich schon für den Vorgänger verantwortlich, welcher aber von der Presse eher schlecht aufgenommen wurde. Eigentlich kein Wunder, denn Sports Island ging zwischen den Massen von durchschnittlichen Minispiel-Sammlungen gnadenlos unter. Was haben sie daraus gelernt? Nichts, denn Sports Island 2 hat immer noch nur zehn Sportarten, die gleichen Spielmodi wie im Vorgänger und die gleiche misslungene Steuerung. Zehn neue Disziplinen klingen zuerst auch sehr reizvoll, wer aber den ersten Teil kennt, merkt, dass sich spielerisch keine Neuerungen in Sports Island 2 verloren haben. Die meisten Minispiele - denn viel mehr sind die Sportarten leider nicht - heben sich nicht von einander ab, außer dass Ihr in verschiedenen Formen vor dem Fernseher herumfuchtelt. Jede Disziplin hebt sich auf dem ersten Blick sehr von den anderen ab, aber nach kurzer Zeit wird Sports Island 2 sehr langweilig. Insbesondere weil die K.I. der CPU-Gegner Euch ohnehin nicht das Wasser reichen kann. Da helfen auch Spielmodi, wie ein Turnier, wo mehrere Disziplinen hintereinander bestritten werden, nicht weiter.
Sports Island 2 ist ein sehr eingängiges Spiel. Trotzdem müsst Ihr Euch am Anfang an die träge und ungenaue Steuerung gewöhnen, so dass direkt zu Beginn erst einmal der Puls in die Höhe schlägt. Ja, wir haben beim Test geflucht. Und das nicht zu knapp. Kurze Zeit später hat man aber trotzdem den Bogen raus und letztendlich ist die K.I. der Gegner keine Herausforderung.
Wen das Solospiel bis jetzt nicht überzeugen konnte, darf auch mit bis zu drei weiteren Freunden und der Wiimote vor dem TV Stellung beziehen und vor sich her fuchteln. Und auch hier werden die Steuerungsdefizite schnell deutlich, aber geteiltes Leid ist immer nur halbes Leid. Um ein wenig Faxen zu machen zusammen mit seinen Freunden erfüllt Sports Island 2 seinen Zweck. Ihr könnt gegen- oder miteinander spielen in den Turnieren. Wer einen längeren Videospielabend plant, sollte sich sich aber noch andere Spiele bereithalten, denn auch hier ist die Luft wieder nach kürzester Zeit raus. Einen Online-Modus für Kellerkinder ohne Freunde hat sich Hudson komplett gespart, nicht einmal Highscores dürft Ihr austauschen.
In meinem Gedächtnis waren noch ein paar Fetzen vom Vorgänger Sports Island hängen geblieben. Aber ganz ehrlich... ich habe versucht es zu verdrängen. Nur scheinbar muss sich dieses Teufelswerk von Wii-Spiel so gut verkauft haben, dass Hudson gleich noch einen Nachfolger herausbringt. Dabei hat der zweite Teil eigentlich gar keine Neuerungen, denn sogar die Sportarten ähneln denen des Vorgängers verdächtig stark. Man könnte munkeln, dass einfach nur die Hintergründe ausgetauscht wurden.
Aber wir wollen ja nicht gehässig sein. Immerhin bietet Sports Island 2 eine gute Auswahl an Sportarten und optisch wischt es auf jeden Fall mit Wii Sports den Boden auf. Tragisch ist nur die Tatsache, dass die Steuerung solche Probleme bereitet und viel zu träge und ungenau agiert. Somit verliert dieses Spiel dann leider auch seine Daseinsberechtigung neben zig anderen ähnlich schlechten Minispiel-Sammlungen.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Sports Island 2 im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Hudson Soft?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.